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Hunderte gewaltbereite Fußballfans lieferten sich nach dem Aufstiegsspiel schwere Auseinandersetzungen mit den Polizei. Bildrechte: dpa

Sicherheit

Nach Dynamo-Randalen: Wöller will personalisierte Tickets im Fußball

von MDR SACHSEN

Stand: 09. Juni 2021, 19:59 Uhr

Mitte Mai gehen aus Dresden verstörende Bilder in die Welt: Vor dem Stadion des gerade aufgestiegenen Fußball-Klubs von Dynamo Dresden liefern sich gewaltbereite Hooligans schwere Auseinandersetzungen mit der Polizei. 185 Beamtinnen und Beamte werden verletzt. Vor der nächsten Innenministerkonferenz legt deshalb Sachsens Minister Roland Wöller eine alte Forderung auf den Tisch: personalisierte Fußball-Tickets.

Fußballfans sollten aus Sicht des sächsischen Innenministers Roland Wöller für Stadien nur noch Eintrittskarten erhalten, auf denen ihr Name vermerkt ist. "Ich möchte gerne personalisierte Tickets haben", sagte der CDU-Politiker im neuen Podcast "Politik in Sachsen" von "Sächsischer Zeitung"/"Sächsische.de". "Ich werde mich einsetzen auf der Innenministerkonferenz, dass das kommt." Es gehe um ein deutliches Zeichen, wenn gewalttätige Besucher nicht mehr ins Stadion dürfen. Wöller sagte, er sei auch mit den Vereinen dazu im Gespräch.

Dynamo-Randale mit ausschlaggebend

185 Polizistinnen und Polizisten wurden bei den Ausschreitungen am 16. Mai verletzt. Bildrechte: dpa

Beim Heimspiel von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München Mitte Mai hatten mehr als 500 gewaltbereite Fans Polizisten mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen angegriffen. Nach Angaben der Polizei wurden 185 Einsatzkräfte verletzt. Wöller erklärte, das Phänomen Gewalt am Rande von Fußballspielen, sei überall zu erleben und nicht nur in Sachsen. "Richtig ist aber, dass gerade in Sachsen dieses Phänomen sich besonders verfestigt hat. Dass es auch zahlenmäßig größer zu sein scheint." Es sei eine gemeinsame Aufgabe von Stadt, Verein und Polizei, mehr für die Sicherheit im und vor dem Stadion zu tun.

Personalisierte Tickets kommen immer wieder nach Gewaltvorfällen in die Diskussion. "Seit Jahren wird mir gesagt, dass das nicht möglich ist. Es ist nicht gewollt", sagte Wöller. Jetzt sei aber der Zeitpunkt gekommen. "Wir lernen ja in der Corona-Krise, dass vieles mit Digitalisierung möglich ist, was wir vorher nicht für möglich geglaubt haben." Die Innenministerkonferenz tagt wieder in der nächsten Woche.

Quelle: MDR/dk/dpa

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