Überwachung Weitere Wölfe in Sachsen mit Sendern für Monitoring versehen

Die Überwachung der Wölfe in Sachsen wird ausgeweitet. Am Dienstag wurden drei weitere Tiere mit Sendern ausgestattet. Insgesamt fünf Wölfe liefern nun Daten für das Wolfsmonitoring. Aktuell wollen Wissenschaftler herausfinden, welchen Einfluss die Schutzzäune gegen die Afrikanische Schweinepest auf das Verhalten der Wölfe haben.

Wolf in einem Gehege mit anderen Wölfen
Am Dienstag wurden drei weitere Tiere mit Sendern ausgestattet, so dass nun insgesamt fünf Wölfe Daten für das Wolfsmonitoring übermitteln. Bildrechte: MDR/Estha Taddigs

Die Überwachung der Wölfe in Sachsen wird ausgeweitet. Nach Angaben des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) vom Dienstag bekamen drei Weibchen namens Feli, Luna und Sofi ein Senderhalsband. Insgesamt übermitteln nun fünf Tiere Daten für das Wolfsmonitoring. Zwei der drei seien wahrscheinlich Mutter und Tochter und gehörten wohl zum Nochtener Rudel. Sofi indes wird zum Rudel Knappenrode II gerechnet. Unklar ist noch, ob es die Mutter oder eine erwachsene Tochter ist.

Daten ermitteln Bewegungsradius

Genetische Untersuchungen sollen nach Ministeriumsangaben Aufschluss über die genaue Identität der drei Wölfinnen geben. Zwei Artgenossinnen waren schon im März 2021 mit Sendern ausgestattet worden. Rona, eine Tochter aus dem Rudel Daubitz II, hält sich nach wie vor im Gebiet des Truppenübungsplatzes Oberlausitz auf, während sich Welpe Lea aus dem Nochtener Rudel südlich ihres Elternterritoriums bewegt.

Der im April 2020 mit einem Sender versehene Wolf Peter, Vater des Mulkwitzer Rudels, gibt seit Anfang März keine Daten mehr. Ursache sind den Angaben nach die zu schwachen Batterien.

Einfluss der Schutzzäune gegen Schweinepest untersucht

Wölfe werden seit 2019 mit Senderhalsbändern ausgestattet. Bis Mitte April und im Frühjahr 2023 sind weitere Fangversuche dazu geplant. Damit sollen Erkenntnisse zum Einfluss der Schutzzäune gegen Afrikanische Schweinepest auf das Verhalten der Wölfe untersucht werden.

Die Wolfsbeauftragten wollen wissen, wohin Wölfe wandern und woher sie kommen, wenn sie in Sachsen auftauchen. Aus den bisherigen Daten von Wolf Peter ist laut Ministerium ablesbar, dass sich die Nutzung des Mulkwitzer Territoriums nach dem Zaunbau veränderte.

MDR (lt)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Reginalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 13. April 2022 | 11:30 Uhr

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