Zeckenbiss FSME-Risikogebiet in Sachsen ausgeweitet

Zecke auf einem Arm
Fast ganz Sachsen ist Risikogebiet für die von Zecken übertragene Erkrankung FSME. Allein die Region Leipzig bildet die Ausnahme. Bildrechte: imago images/CHROMORANGE

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat das Risikogebiet für die meist von Zecken übertragene Hirnhautentzündung FSME in Sachsen ausgeweitet. Wie aus einem Bericht des Instituts hervorgeht, sind die Stadt Chemnitz und der Landkreis Görlitz neu hinzugekommen. Keine Risikogebiete sind nun lediglich die Landkreise Leipzig und Nordsachsen sowie die Stadt Leipzig.

FSME

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, wird durch ein Virus der Familie der Flaviviridae verursacht, der weitere Viren wie das Dengue-, das Gelbfieber- sowie das West-Nil-Virus angehören. In Deutschland kommt der zentraleuropäische FSME-Subtyp vor, der vor allem durch den Gemeinen Holzbock übertragen wird. Nur in wenigen Fällen kommt es nach FSME-Infektionen zu schweren Krankheitsverläufen mit bleibenden Schäden oder Todesfolge. Es gibt hier aber keine antiviralen Medikamente, nur Symptome wie beispielsweise Fieber können behandelt werden. Quelle: Robert-Koch-Institut

Laut RKI wurden im vergangenen Jahr 390 FSME-Erkrankungen gemeldet und damit deutlich weniger als im Rekordjahr 2020, in dem 712 FSME-Fälle gezählt wurden. Allerdings seien wegen eines technischen Fehlers nicht alle Erkrankungsfälle in die Statistik geflossen. Bundesweit besteht vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und dem Südosten Thüringens ein Infektionsrisiko.

Ein hoher Anteil der auftretenden FSME-Erkrankungen könnte durch eine Impfung insbesondere in Risikogebieten verhindert werden, betonte die Ständigen Impfkommission (Stiko). eine Impfung wird vor allem Forstarbeitern empfohlen.

MDR (ma)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 04. März 2022 | 08:00 Uhr

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