Thüringen Abi-Prüfungen unter Corona-Bedingungen

In Thüringen können die Abschlussprüfungen an den Schulen nur unter hohen organisatorischem Aufwand stattfinden. Grund dafür sind die Infektionsschutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Coronatests ohne Pflicht

Wie das Thüringer Bildungsministerium MDR THÜRINGEN mitteilte, werden die Absolventen sowohl vor den schriftlichen als auch den mündlichen Prüfungen auf das Coronavirus getestet. Eine Pflicht dazu gibt es aber nicht. Schülerinnen und Schüler, die einen Test ablehnen, müssen aber in separaten Räumen ihre Prüfungen ablegen. Auch Risikogruppen müssen von den restlichen Prüflingen getrennt werden. Zudem dürfen die Tests nicht im gleichen Raum wie die Prüfungen gemacht werden.

In einem Gymnasium in Marktoberdorf gehen Schüler der oberen Klassen mit Maske wieder zum Unterricht.
Schülerinnen und Schüler, die einen Corona-Test ablehnen, müssen in separaten Räumen geprüft werden. Bildrechte: imago images / Action Pictures

Distanzunterricht für andere Klassenstufen

Weil die Prüfungen eine höhere Priorität haben, als der Präsenzunterricht, empfiehlt das Bildungsministerium, an den Tagen der schriftlichen Prüfungen die anderen Klassenstufen im Distanzunterricht zu beschulen, um genügend Räume zu haben. Lehrerinnen und Lehrer würden ausreichend FFP2-Masken für die Dauer der Prüfung zur Verfügung gestellt bekommen. Für die Absolventen gilt am Platz keine Maskenpflicht.

Verschobener Starttermin

Am 26. Mai beginnen in Thüringen die Abiturprüfungen. Wegen der Corona-Pandemie mussten diese drei Wochen nach hinten verschoben werden. Deshalb konnten auch keine Aufgaben wie sonst üblich aus einem Abi-Aufgabenpool entnommen werden. Dieses Pool nutzen mehrere Bundesländer.

Eine Schülerin mit medizinischer Maske liest sich in einem Klassenzimmer die Abituraufgaben durch.
In diesem Jahr gibt es mehr Aufgaben zur Auswahl und 15 Minuten mehr Zeit. Bildrechte: dpa

Die Gefahr, dass einzelne Prüfungsaufgaben so bereits bekannt sind, sei zu groß, so das Bildungsministerium. Daher seien schon zu Beginn des Schuljahres 2020/21 prüfungsrelevante Schwerpunkte für den Unterricht festgelegt worden. Die Absolventen können zudem zwischen mehr Aufgaben wählen und erhalten zusätzlich 15 Minuten mehr Zeit für die Prüfungen.

In Thüringen absolvieren in diesem Schuljahr etwa 24.000 Jugendliche ihre Prüfungen für das Abitur, den Real- und Hauptschulabschluss sowie für die Besondere Leistungsfeststellung.

Mehr zum Thema

Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 16. Mai 2021 | 09:00 Uhr

21 Kommentare

Karl Schmidt vor 29 Wochen

@Critica.
Aha, aufwachen also....

Falls Sie und andere mit ähnlichen "Wahrheiten" mal irgendwann zum "aufwachen" eine Bluttransfusion benötigen sollten wäre es für Sie sinnvoll, dies bereits im Vorfeld mit Ihrer Ärztin zu klären. Eventuell gibt es ja einen Pass mit dem Vermerk, dass Sie Transfusionen generell ablehnen wie bei den Zeugen Jehovas und anderen "Aufgewachten".

Bleiben Sie gesund!

knarf2 vor 29 Wochen

Frau K.In unserer Bildung läuft sehr viel falsch.Da gehört zu.B.die Zweiklassenbildung dazu.Es spielt z.B.das Einkommen der Eltern eine nicht geringe Rolle und,und,und......

Frau K. vor 29 Wochen

Es ist doch keine Bestrafung, wenn den Testunwilligen die Gelegenheit gegeben wird, das Abitur abzulegen ohne jemand anderen, der es nicht möchte, zu gefährden. Es ist ein Aufrechterhalten der größtmöglichen Freiheit für alle Beteiligten. Da muss man noch den Lehrern dankbar sein, die sich in dem Raum mit den Testunwilligen aufhalten. Auch die haben ein Recht auf Gesundheit. Wenn Menschen den Virus harmlos finden können sie das tun. Andere nehmen das anders wahr. Und hier wurde ein guter Kompromiss gefunden. Wozu die Aufregung?

Mehr aus Thüringen