Corona-Pandemie Hälfte der Thüringer Ärzte aus Impfkampagne ausgestiegen

Immer weniger Menschen wollen sich impfen lassen, deshalb steigen auch immer mehr Ärzte aus der Impfkampagne aus. Schwierigkeiten bereiten vor allem die Behälter, aus denen mehr als eine Impfdosis herauskommt. Das macht das Impfen laut Kassenärztlicher Vereinigung unflexibel und schwer vorauszuplanen.

Feierabend-Impfen im Imfzentrum in Weimar mit Johnson&Johnson
Weil es weniger Imfpwillige in Thüringen gibt, steigen immer mehr Ärzte aus der Impfkampagne aus. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Mehr als die Hälfte der Thüringer Ärztinnen und Ärzte ist aus der Impfkampagne ausgestiegen. Wie ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung MDR THÜRINEN sagte, impfen landesweit derzeit nur 469 Hausärzte. Anfang Mai waren es noch 955 und damit mehr als doppelt so viele. Grund ist, dass sich weniger Menschen im Land impfen lassen.

Große Behälter erschweren Planung

Schwierigkeiten bereiten den Ärzten vor allem die Behälter, aus denen mehr als eine Impfdose herauskommen. Diese macht das Impfen laut Kassenärztlicher Vereinigung unflexibel und schwer vorauszuplanen. Die erste Vorsitzende der KV Thüringen, Annette Rommel, sagte, sie rechne mit einem stärkeren Interesse nach den Ferien.

Trend auch deutschlandweit sichtbar

Nach einem Bericht der Welt am Sonntag impfen deutschlandweit derzeit mehr als 23.000 Ärzte nicht mehr gegen Corona. Nur 29.300 sind noch dabei. Zu Beginn waren es weit mehr als 52.000. Die Gründe sind demnach dieselben. Die Hersteller der Stoffe erwägen deshalb, die Verpackungsgrößen anzupassen, wie es in der Welt am Sonntag heißt.

Quelle: MDR Thüringen/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 16. August 2021 | 17:00 Uhr

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