Ortskräfte Bundeswehr-Helfer aus Afghanistan in Erfurt gelandet

In Erfurt ist am Donnerstag erstmals ein Flugzeug mit ehemaligen afghanischen Bundeswehrhelfern und ihren Angehörigen gelandet. Wie es von der Bundespolizei hieß, war die Maschine voll besetzt. Die Menschen seien über Pakistan und den Oman ausgeflogen worden, unter ihnen auch 48 Kinder und mehrere Verletzte.

Die Reise geht weiter

Am Abend sollen die Menschen in ihrer vorerst letzten Station ankommen, der Erstaufnahmeeinrichtung in Fallingbostel in Niedersachsen. Den Angaben nach reisen sie in den nächsten Wochen in die einzelnen Bundesländer weiter.

Nach dem Abzug der Bundeswehr und internationaler Truppen aus Afghanistan im Sommer 2021 übernahmen die radikalislamischen Taliban erneut das Land. Viele Menschen verließen das Land. Seit September 2021 organisiert die Bundesregierung regelmäßig Charterflüge aus Pakistan.

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Deutsche Soldaten kommen mit einem Flugzeug aus Taschkent (Usbekistan) auf dem Bundeswehrgelände in Wunstorf (Deutschland) an. 6 min
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MDR (cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 01. September 2022 | 19:00 Uhr

19 Kommentare

mh_hartung vor 3 Wochen

Aufgrund meiner beruflichen Erfahrung (Leistungsgewährung für Asylbewerber nach dem AsylbLG) habe ich erhebliche Zweifel daran, dass die Personen die hier eingeflogen werden nicht unbedingt zu 100% als Ortskräfte bei der BW tätig waren. Oder aber der Begriff "Ortskräfte" wird von der verantwortlichen Politik anders definiert. Ab 10/2021 wurden in der Kommune in der ich arbeite, Ortskräfte, nebst Angehörige, zugewiesen. Die Kommune geht in Vorleistung und bekommt später das Geld vom Jobcenter ersattet. In der Regel können viele (nahezu alle !) kein Englisch, von Deutsch ganz zu schweigen. Wie da vor Ort wohl die Kommunikation zwischen BW und Ortskräften funktioniert haben soll ? Nach den Tätigkeiten für die BW gefragt kommen teilweise merkwürdige bis widersprüchliche Auskünfte zu stande. Ich für meinne Teil glaube den offiziellen Verlautbarunge aus Politik / Medien in Zusammenhang mit Ortskräften aus Afghanistan kein einziges Wort mehr.

.Alex vor 3 Wochen

Was mich stutzig macht,ist die Tatsache,daß uns nicht die genaue Zahl von denen genannt wird,die zu uns kommen! Wir haben doch das Recht darauf,zu erfahren wieviel zu uns kommen! Die Zahlen derer,schwanken ja auch! Ich mache mir auch Sorgen um unsere Kinder,denn die müssen mit den Fehlern der Asylpolitik unserer Politiker zurecht kommen, - Schaffen sie es? Und durchdacht und gut organisiert war seit 2015 die Asyl, - Migrationspolitik Deutschlands nicht! Da herrscht Nachholbedarf!!

Hanna vor 3 Wochen

In der derzeit angespannten Lage sollten unsere Politiker überdenken, ob diese Aktionen sich nicht wenigstens auf besonders gefährdete Ortskräfte einschränken lassen denn das hier lediglich Ortskräfte eingeflogen werden glaubt wohl kaum noch einer. Vielen hier schon Lebenden steht das Wasser bis zum Hals und sie leben bereits am Rande des Existenzminimum oder steuern darauf zu. Selbst die Tafeln sind nicht mehr in der Lage den Ansturm zu bewältigen.
Dabei ist das sogenannte Ende der Fahnenstange noch nicht einmal erreicht und unsere Politiker scheinen für die "Rettung der Welt" Finanzmittel ohne Ende zu haben bzw. einzuplanen.

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