Covid-19 Kritik an Beginn der Auffrischungsimpfungen

Seit Bekanntgabe der Möglichkeit von Covid-19-Auffrischungsimpfungen haben sich bereits rund 1.000 Impfwillige in Thüringen angemeldet. Der Hausärzteverband kritisierte das "Vorpreschen" der Politik.

Eine Notfallsanitäter der DLRG zieht an der Universität Potsdam den Corona-Impfstoff von Biontech in eine Spritze. Neben den Studierenden haben alle Menschen heute die Möglichkeit, sich ohne Termin an der Uni Potsdam mt Biontech impfen zu lassen.
Bereits nach einem Tag haben sich 1.000 Impfwillige für eine Auffrischungs-Impfung gegen Covod-19 angemeldet. Bildrechte: dpa

Der bundesdeutsche Hausärzteverband hat die bereits begonnenen Corona-Auffrischungsimpfungen kritisiert. Vorstandsmitglied Armin Beck nannte es ärgerlich, dass die Politik wiederholt vorgeprescht sei. Dass in einigen Landkreisen bereits jetzt Drittimpfungen verabreicht würden, sorge für Verunsicherung.

Beck verlangte, zunächst die Empfehlung der Ständigen Impfkommission abzuwarten. Die Stiko selbst nannte noch kein konkretes Datum für ihre Stellungnahme, wann und für wen sie eine dritte Corona-Impfung empfiehlt. Trotzdem bieten Thüringen und andere Bundesländer bereits jetzt Drittimpfungen an.

Rund 1.000 Termine für Auffrischung vergeben

Einen Tag nach der Ankündigung von Corona-Auffrischungsimpfungen in Thüringen sind die ersten Termine dafür vergeben. Rund 1000 Menschen hätten bereits über das Internet einen Termin in einer Impfstelle vereinbart, teilte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung am Mittwoch auf Anfrage mit.

Seit Dienstag sind Auffrischungsimpfungen für jene Menschen möglich, deren Impfschutz sechs Monate nach der zweiten Impfung allmählich nachlässt. Das Angebot zur Auffrischung des Impfschutzes richtet sich zunächst insbesondere an Menschen über 80 Jahre, an Menschen mit geschwächtem Immunsystem und an das Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen.

Am kommenden Montag sollen nach KV-Angaben auch die Auffrischungsimpfungen in Pflegeheimen starten. Dafür wurde die Zahl der mobilen Impfteams von 15 auf 25 aufgestockt. Zudem können sich Impfwillige auch in den Arztpraxen nochmals spritzen lassen. Voraussetzung ist, dass die letzte Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Ausreichend Impfstoff steht laut Ministerium zur Verfügung.

Quelle: MDR/nis,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 01. September 2021 | 20:00 Uhr

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