Berufe Neue Form der Ausbildung: Mehr Azubis in der Pflege in Thüringen

Pflegeberufe mit einer neuen Ausbildungsform attraktiver zu machen, war das Ziel. In Thüringen ist das offenbar gelungen. Dennoch: Branchenweit ist der Bedarf an Fachleuten groß.

Die neue Form der Pflegeausbildung zeigt in Thüringen erste Erfolge. Nach Zahlen des Sozialministeriums gab es im vergangenen Jahr knapp 23 Prozent mehr Azubis im Pflegebereich als in den Jahren zuvor. Mit diesem Plus liegt Thüringen auf Platz drei im Bundesvergleich.

Mehrere Ausbildungen in der Pflege zusammengefasst

Der neue Beruf wird seit dem 1. September 2020 ausgebildet. Dabei werden die bislang getrennten Ausbildungen in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einer Pflegeausbildung zusammengefasst. Mit dem neuen Berufsabschluss "Pflegefachfrau" oder "Pflegefachmann" können sie in allen Pflegebereichen arbeiten. Der Landesverband der Ersatzkassen (VDEK) rechnet mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres am Mittwoch mit rund 2.000 weiteren Auszubildenden in den Thüringer Einrichtungen.

Die neue Ausbildung sei auch finanziell gesichert. Die Träger der praktischen Ausbildung und die Pflegeschulen erhalten jeweils eine Pauschale für die praktische und schulische Ausbildung, teilte der VDEK mit. Ab 2023 steigen zudem die Ausbildungsbudgets um 4,35 Prozent und die Budgets der Schulen um 4,5 Prozent.

Neue Pflegeschule in Apolda

Nach wie vor ist der Bedarf an Fachleuten in der Branche groß. Das zeigt auch die Thüringer Fachkräftestudie. Demnach braucht es im Bereich der Gesundheitsberufe bis 2030 schätzungsweise 43.500 neue Stellen.

Am Mittwoch wird am Robert-Koch-Krankenhaus in Apolda eine neue Pflegeschule eröffnet. In zwei Klassen werden dort Pflegefachkräfte ausgebildet.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 01. September 2021 | 06:00 Uhr

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