Bilanz nach 14 Tagen Testpflicht Kaum Testverweigerer an Thüringens Schulen

Seit Beginn des Schuljahres vor zwei Wochen müssen sich Schüler regelmäßig auf eine Corona-Infektion testen lassen. Erste Zahlen zeigen: Das Konzept funktioniert. Nur wenige haben sich dem Schnelltest verweigert. Die Zahl der positiven Tests war gering.

Eine Schülerin träufelt in einem Klassenraum im "֖kumenischen Domgymnasium" eine Lösung nach einem selbst durchgeführten Corona-Test auf einen SARS-CoV-2-Antigentest.
Seit Beginn des Schuljahres vor zwei Wochen müssen sich Schülerinnen und Schüler regelmäßig testen lassen. Bildrechte: dpa

Seit Beginn des Schuljahres vor 14 Tagen besteht eine Corona-Testpflicht an den Schulen in Thüringen. Nach Angaben des Bildungsministeriums ist diese weitgehend eingehalten worden. Zwar lägen noch nicht alle Daten vor, sagte ein Ministeriumssprecher MDR THÜRINGEN. Die Schulämter hätten bislang aber nur sehr wenige Fälle von Testverweigerern gemeldet.

Im Bereich Ostthüringen wollten 15 Schulkinder keinen Test machen, im Südthüringer Raum waren es 33. Aus den anderen Regionen des Freistaates gibt es keine Angaben. Dennoch zeigen die Zahlen: Angesicht von 249.000 Schülerinnen und Schülern landesweit sind diejenigen, die sich einem Test verweigern, eher die Ausnahme. Die betroffenen Kinder konnten weitgehend separat unterrichtet werden. Sie arbeiteten im Sekretariat unter Aufsicht ihre Aufgaben ab. Die angedachten separaten Lerngruppen waren bisher nicht nötig.

Ordnungsämter entscheiden über Bußgelder

Ob die betroffenen Eltern tatsächlich Bußgelder bezahlen müssen, liegt nach Angaben des Ministeriums nicht im Ermessen der Schulen oder der Schulämter. Das entscheiden die jeweiligen Ordnungsämter. Aus dem Landkreis Gotha heißt es dazu auf Nachfrage: Man habe anderes zu tun.

Insgesamt wurden dem Bildungsministerium aus der ersten Woche fast 392.000 durchgeführte Tests an Schulen gemeldet. Man gehe aber von mehr aus, weil einige Schulen bisher keine Daten gemeldet haben. 990 Schnelltests waren positiv. Bei diesen Verdachtsfällen war danach ein PCR-Test nötig. Deren Ergebnisse werden aber nicht an das Bildungsministerium weitergegeben.

Eine Schülerin der Klaase 3a der Maria-Kunigunda-Grundschule macht den "Lolli-Test.
Thüringer Schulkinder werden in den ersten Schulwochen getestet. Bildrechte: dpa

Quelle: MDR THÜRINGEN/fvde

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 16. September 2021 | 07:21 Uhr

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