Einsatz für die Gesellschaft Immer weniger Menschen im Bundesfreiwilligendienst aktiv

In Thüringen engagieren sich immer weniger Menschen im Bundesfreiwilligendienst. Im vergangenen Jahr gab es landesweit nur noch 1.500 "Bufdis", vor einigen Jahren waren es doppelt so viele. Das Angebot war vor rund zehn Jahren als Ersatz für den Zivildienst gestartet, nachdem die Wehrpflicht abgeschafft worden war. Es richtet sich an alle Altersgruppen.

Der Bundesfreiwilligendienstleistende Dorian Schnabel betreut in der Marianne-Cohn-Schule, einem sonderpaedagogischen Foerderzentrum, ein Kind.
Die Einsatzfelder im Bundesfreiwilligendienst sind vielseitig - auch in der Kinderbetreuung arbeiten "Bufids", wie die Helferinnen und Helfer genannt werden (Foto: Archiv). Bildrechte: IMAGO

2014 entschieden sich in Thüringen noch fast 3.000 Menschen dafür, ein Jahr lang als Freiwillige in Pflegeheimen, bei Vereinen, in der Kultur oder Flüchtlingshilfe zu arbeiten. Danach ging der Trend nach unten.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband sieht vielfältige Gründe für den Rückgang: Vor allem Ältere, die einen neuen Job gefunden haben, benötigen den Bundesfreiwilligendienst nicht mehr, um Arbeitslosigkeit zu überbrücken. Im vergangenen Jahr waren zudem wegen der Corona-Pandemie viele der mehr als 600 Thüringer Einsatzstellen im Notbetrieb. Weniger Anfragen gab es auch am Jenaer Uniklinikum. Allerdings bewerben sich dort inzwischen vermehrt jüngere Menschen auf die 63 "Bufdi"-Stellen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/uka

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 05. Mai 2021 | 07:00 Uhr

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