Zum Buga-Start Darum lohnt es sich, die Buga nicht nur in Erfurt zu besuchen

Die Buga hat in Erfurt zahlreiche Attraktionen zu bieten. Doch es lohnt sich auch, die Buga fernab der Landeshauptstadt zu besuchen. Diese Außenstandorte sind einen Tagesauflug wert.

Draufsicht auf Park und Schloss
Bislang ist Schloss Altenstein mit seiner Parkanlage noch ein Geheimtipp - mit der Buga kann und soll sich das ändern. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Hinweis: Informieren Sie sich über die aktuelle Coronalage! Die Pandemielage ändert sich immer wieder und die Bundesgartenschau ist ganze 171 Tage lang. Deshalb empfehlen wir: Halten Sie sich bitte regelmäßig über das Infektionsgeschehen sowie mögliche Einschränkungen auf dem Laufenden und handeln Sie entsprechend. Außerdem gilt bis zum 24.04.2021 nach wie vor die Empfehlung, Aktivitäten im Freien wohnortnah zu erledigen.

Der Camposanto in Buttstädt - ein historischer Ort der Ruhe

Der Camposanto in Buttstädt ist nicht nur einfach ein historischer Friedhof. In diesem Stil sind nur noch drei in Mitteldeutschland erhalten. Als Außenstandort der BUGA 2021 können Besucher ihn nun wieder neu entdecken. Der Friedhof wurde 1591 nach dem Vorbild der italienischen Camposanti angelegt und bis 1861 benutzt. Mit dem Camposanto entstand damals eine weltliche Form der Bestattung.

Der prachtvolle Friedhof zeigt auch, dass Buttstädt im Mittelalter ziemlich reich war. Damals war Buttstädt das Drehkreuz des Viehandels in Europa. Dadurch sei relativ viel Geld in der Stadt geblieben, was die Buttstädter in der Erweiterung ihrer Kirche und im Bau des Friedhofes zeigen wollten. Die kunstvollen Grabmahle zeugen davon.

Bad Langensalza - ein Gartengesamtkunstwerk

Der Buga-Standort Bad Langensalza ist mehr als nur Kurort und Rosenstadt, die Blumenstadt ist längst ein Gartengesamtkunstwerk. Das zeigt sich in der gärtnerischen Vielfalt vor Ort. Neun Themengärten laden dort zum Verweilen und Entdecken ein. Einer davon ist das Arboretum (eine Sammlung verschiedener Gehölze) auf einer ehemaligen Klostergartenanlage mit seinen etwa 200 verschiedenen Baumarten. Ebenso gehört ein kleiner terrassenartig gestalteter Park mit Blick auf das Friederiken-Schlösschen gehört dazu wie ein für eine Kurstadt typischer Kurpark. Der Japanische Garten ist derzeit wegen der Coronalage für Besucher geschlossen.

Zusätzlich schmückt sich die Innenstadt zur Buga mit Bepflanzungen im Kübel. Exoten und prächtige Formgehölzen werden dafür aufwendig gepflegt und immer wieder geschnitten werden.

Frauen verschneiden einen Baum 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR THÜRINGEN JOURNAL Di 06.04.2021 19:00Uhr 02:22 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Frauen verschneiden einen Baum 2 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL Di 06.04.2021 19:00Uhr 02:22 min

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Park und Schloss Altenstein - ein 160 Hektar großer Geheimtipp

Der größte Thüringer Landschaftspark ist außerhalb der Region weitgehend unbekannt. Jahrelang war der Schlosspark Altenstein ein Geheimtipp für Insider. "Dabei ist er unser sensationelles Belvedere mit dem Ausblick ins  Werratal und in die Rhön", sagt der Landrat Reinhard Krebs, "und auch unser Sanssoucis, denn wer hier spaziert, wird seine Sorgen in der schönen Landschaft los."

Bizarre Felsen und weite Ausblicke bis in die Rhön, Ritterkapelle und Teufelsbrücke, Teppichbeet und Baumriesen – der Altensteiner Park bei Bad Liebenstein hat vieles zu bieten. Insgesamt umfasst das Gelände 160 Hektar Fläche mit einem 24 Kilometer langen Wegenetz.

Der Bergfried-Park in Saalfeld - Gartenkunst des beginnenden 20. Jahrhunderts

Anfang des 20. Jahrhunderts ließ der Schokoladenfabrikant Ernst Hüther den Park und die Villa Bergfried bauen. Vom chinesischen Garten über eine Grotte und einem Schwimmbecken bis hin zu einem Glockenturm gibt es in dem 20 Hektar großen Parkgelände einiges zu entdecken.

Extra für die Buga hat das Parkgelände der Villa Bergfried ein neues Gewächshaus bekommen. Die völlig kaputten Gewächshäuser neben dem Torhaus wurden so ersetzt.

Weimar - Vielfalt für Buga-Besucher

Wer einen Ausflug zu den Buga-Außenstandorten in Weimar als Tagestour plant, sollte sich auf eine Auswahl beschränken - oder einfach nochmal kommen. Denn allein dort gehören die Schlossparkanlagen Ettersburg, Tiefurt, Belvedere und Kromsdorf, der Garten des Kirms-Krackow-Hauses und der Ilm-Park im Stadtzentrum, der Historische Friedhof sowie das Landgut Holzdorf zu den Außenstandorten. Sehens- und besuchenswert sind sie letztliche alle, auch wenn sie sehr unterschiedliche Schwerpunkte haben.

Das Besondere an dem romantischen Landschaftsgartens um Schloss Ettersburg ist der sogenannte Pücklerschlag, eine Schneise, die auf eine Anregung von Fürst Hermann von Pückler-Muskau zurückgeht und mit einem genussvollen Ausblick belohnt. Ebenfalls zum Lustwandeln lädt der Schlosspark Tiefurt ein, in dem es auch einen liebevoll gestalteten Spielplatz für Kinder gibt. Die Parkanlage von Schloss Kromsdorf ist über den Ilmtal-Radweg gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Er ist gemütlich, verträumt und zeigt eine ungewöhnliche Büstensammlung.

In der Innenstadt von Weimar liegt das Kirms-Krackow-Haus. Zu ihm gehört einer der wenigen noch erhaltenen historischen Villengärten aus dem 18. Jahrhundert. Ein Spaziergang durch den 57 Hektar großen Ilm-Park lohnt sich nicht nur wegen Goethes Gartenhauses, sondern auch wegen der bis zu 250 Jahre alten Bäume und dem Römischen Haus. Wer gut zu Fuß ist, kann im Anschluss an den Besuch im Park an der Ilm zwei Kilometer zum Schloss Belvedere weiter gehen. Höhepunkt der Schloß- und Parkanlage ist die Orangerie, in der extra für die Buga neue Bitterorangen wachsen.

Von der Innenstadt in Richtung Süden der Stadt erstreckt sich der Historische Friedhof, bekannt ist dieser vor allem wegen der Gruft, in der der Dichter Johann Wolfgang von Goethe ruht. Insgesamt wirkt der Friedhof durch seine zahlreichen Wege und Bäume eher wie ein Park. Historische Grabmahle, die mit viel Kunstfertigkeit gestaltet wurden, können in Ruhe entdeckt werden. Noch weiter südlich ist dann unweit der Autobahn das Landgut Holzdorf zu erkunden. Der Park dort zählt zu den wichtigsten Gartenanlagen des frühen 20. Jahrhunderts.

Quelle: MDR/the

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 16. April 2021 | 19:00 Uhr

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