Bundestagswahl Carsten Schneider soll wieder Spitzenkandidat der Thüringer SPD werden

Thüringens SPD-Vorstand hat erneut Carsten Schneider als Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl im September nominiert. Für die Plätze 2 und 3 der Landesliste werden Elisabeth Kaiser und Frank Ullrich vorgeschlagen.

Die Thüringer SPD soll mit Carsten Schneider als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl gehen. Der Landesvorstand der Sozialdemokraten plädierte am Donnerstag in Erfurt dafür, den 45-Jährigen wie schon 2009, 2013 und 2017 auf Platz eins der SPD-Landesliste zu setzen.

Der gebürtiger Erfurter Schneider gehört dem Bundestag seit 1998 an. Aktuell ist er Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion. Bei seiner letzten Kandidatur 2017 war er außerdem im Wahlkreis Erfurt - Weimar - Weimarer Land II angetreten und hatte mit 18,2 Prozent der Erststimmen den dritten Platz belegt.

Für die Plätze 2 und 3 der Landesliste schlägt der Landesvorstand Elisabeth Kaiser aus Gera und Frank Ullrich aus Suhl vor. Kaiser war auch schon 2017 für Platz 2 der Landesliste nominiert worden. Im Wahlkreis Gera - Greiz - Altenburger Land kam sie auf Platz 4.

SPD | Elisabeth Kaiser
Elisabeth Kaiser Bildrechte: Elisabeth Kaiser

Der frühere Weltklasse-Biathlet Frank Ullrich war 2019 zur Landtagswahl angetreten und knapp im Wahlkreis gescheitert. Bei der Bundestagswahl 2021 kandidiert er im Südthüringer Wahlkreis unter anderem gegen den früheren Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen und den scheidenden Thüringer DGB-Chef Sandro Witt.

Landesdelegiertenkonferenz entscheidet am 5. Juni über Liste

Landeschef Georg Maier sprach von einem "starken Team", mit dem die SPD Wählerinnen und Wähler überzeugen wolle. Der Listenvorschlag wird am 5. Juni der Landesdelegiertenkonferenz in Erfurt vorgelegt - dort wird abschließend darüber beraten und abgestimmt.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/fno

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 27. Mai 2021 | 22:00 Uhr

13 Kommentare

Kleingartenzwerg vor 51 Wochen

Hallo Martin, Herr Schneider war jahrelang wirtschaftspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion und das als gelernter Bankkaufmann. Eigentlich hat er selbst in diesem Job nicht lange gearbeitet, er ist nach der Lehre in die Politik gegangen. Es bräuchte aus meiner Sicht jemand in so einer Position nicht unbedingt einen akademischen Abschluss, auch entsprechende Erfahrungen in der freien Wirtschaft würden ausreichen. Damit meine ich ein leitende Funktion mit Personal- und/oder Kostenverantwortung in einem zumindest klein oder mittelständischen Unternehmen. So etwas hat Herr Schneider auch nicht vorzuweisen. Damit steht er allerdings mit einigen anderen Politikern gleich. Glauben Sie, dass ein Mensch mit einer solchen Vita in der Lage ist unser Land in der globalisierten Wirtschaftswelt angemessen zu vertreten? Ich glaube daran nicht auch wenn man jedem Menschen die Entwicklungsfähigkeit zubilligen sollte.

martin vor 51 Wochen

Hier geht es um die Aufstellung der Kandidaten für den Bundestag. Meines Erachtens wird vom Parlament zu Recht erwartet, dass dort nicht nur Juristen, Beamte und (andere) Akademiker über das Volk entscheiden, sondern dass auch die anderen Berufsgruppen dort mitberaten und mitentscheiden.

Welche Personen eine Partei aufgrund welcher Qualifikationen mit Führungsaufgaben betraut, ist meiner Meinung nach Sache der Parteien. Da ich bewusst kein Parteibuch habe, mische ich mich in parteiinterna auch nicht ein.

RnnD vor 51 Wochen

Was finden sie daran repräsentativ, wenn Leute ohne jegliche Wirtschafts- und Berufserfahrung in parteiliche Und damit politische Führungspositionen befördert werden?? Ich gehöre zu den Zeitgenossen, für die eine profunde Ausbildung für eine entsprechende Besetzung als Zugangsvoraussetzung unabdingbar ist und wo es nicht nur um die Sicherung von Bezügen geht. Da scheint es wiederum Zeitgenossen zu geben, denen das egal ist oder die es nicht verstehen.

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