Friseure Corona-Lockdown: Bundesweite Resonanz auf Aktion "Tote Scheren"

Die "Aktion der toten Scheren" stößt bundesweit auf große Resonanz. Die Handwerkskammer Südthüringen hatte Friseure dazu aufgerufen, Scheren mit einer schwarzen Schleife abzugeben. Damit soll auf deren prekäre Situation in der Corona-Pandemie aufmerksam gemacht werden. In Südwestthüringen wurden am Freitag in Suhl, Schmalkalden und Eisenach die sogenannten "Toten Scheren" gesammelt.

Eine Kiste in der viele Scheren mit schwarzen Schleifen liegen.
Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Kammer-Geschäftsführerin fordert dauerhafte Öffnung von Friseuren

Kistenweise kommen aus ganz Deutschland bei der Handwerkskammer Südthüringen in Suhl die Scheren an. Viele mit einem schwarzen Band versehen. "Hinter jeder dieser Scheren stecken große Ängste, teilweise auch schon kaputte Existenzen", so die Kammer-Hauptgeschäftsführerin Marion Glühmann. Sie fordert, dass Friseure künftig dauerhaft öffnen dürfen - wegen der höheren Hygieneanforderungen könnten die Salons auch nicht mehr so verdienen, wie vor der Pandemie.

Völlig vergessen würden von der Politik Kosmetik- und Nagelpflegestudios. Auch sie sollten zum 1. März öffnen dürfen, fordert Glühmann. Die versprochenen Corona-Hilfen vom Bund seien an der Bürokratie gescheitert. Erst seit gestern könnten die Betriebe Anträge stellen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jni

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 12. Februar 2021 | 18:00 Uhr

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