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DemonstrationErneut Demonstrationen gegen Anti-Corona-Maßnahmen in Thüringen

von MDR THÜRINGEN

Stand: 21. Dezember 2021, 09:51 Uhr

Erneut haben in vielen Thüringer Orten Menschen gegen die Corona-Politik in Deutschland protestiert. In Gera kamen 2.000 Demonstrierende zusammen, in Erfurt rund 600. Die Proteste verliefen laut Polizei friedlich.

In Thüringen haben am Montagabend etwa 14.000 Menschen an Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie teilgenommen. Das teilte die Polizei am Dienstagmorgen mit. Ihren Angaben zufolge waren von den thüringenweit 49 Demonstrationen nur vier angemeldet. Die Menschen hätten sich über die sozialen Medien verabredet und seien einfach losgelaufen.

Auch auf dem Marktplatz in Jena versammelten sich Demonstrierende. Bildrechte: privat

Die größte Demonstration fand mit rund 2.200 Teilnehmern in Gera statt. In Altenburg waren es den Angaben zufolge rund 1.600, in Arnstadt und Gotha jeweils 800, in Eisenach, Bad Salzungen und Erfurt jeweils rund 600. Proteste gab es unter anderem auch in Ilmenau und Jena.

Proteste verliefen friedlich

Laut Polizei verlief es im Vergleich zu den Protesten in der Vorwoche in Erfurt am Montag recht ruhig. Eine erste Menschen-Ansammlung gegen 19 Uhr sei auf dem Anger von der Polizei zunächst aufgelöst worden. Die Proteste hätten keinen Versammlungscharakter gehabt und ein Versammlungsführer habe sich nicht zu erkennen gegeben. Die Polizei wertete die Proteste daher als typischen sogenannten Spaziergang gegen die Corona-Regeln.

Die Polizei löste den "Corona-Spaziergang" in Erfurt auf. Bildrechte: Stefan Heine

Dem Sprecher zufolge wurde am Juri-Gagarin-Ring ein größeres Polizeiaufgebot eingesetzt, um die Demonstranten von der Straße auf den Fußweg zu drängen. Im späteren Verlauf seien verschiedene Gruppen weiter durch die Tromsdorffstraße gezogen. Die Polizei habe anschließend Identitäten festgestellt und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Zwischenfall in Eisenach

In Eisenach kam es zu einem Zwischenfall mit einem Autofahrer, der offenbar von Teilnehmern der dortigen Demonstration an der Weiterfahrt gehindert wurde. Laut Polizei hatten Demonstranten den Straßenverkehr auf einer Kreuzung behindert. Der Autofahrer habe versucht, die Menschenmenge zu umfahren, woran er jedoch von Demonstranten gehindert worden sei. Der Autofahrer fuhr mehrfach an und verletzte dabei einen Mann am Knie. Daraufhin schlugen andere auf sein Auto ein. Die Polizei ermittelt nun gegen den 33-jährigen Autofahrer und den 35 Jahre alten Verletzten. Es geht einerseits um möglichen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, auf der anderen Seite um den Verdacht der Nötigung.

Die Polizei kündigte an, sie werde auch in den kommenden Tagen mit starker Präsenz im Einsatz sein, um die aktuelle Verordnungslage im Zusammenhang mit dem Pandemiegeschehen durchzusetzen.

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Quelle: MDR (dvs/dr)

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 21. Dezember 2021 | 07:30 Uhr

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