Pandemie Thüringen gibt 30.800 Corona-Impfdosen zurück an den Bund

Rund 30.800 Impfdosen des Corona-Vakzins von Astrazeneca gibt Thüringen zurück an den Bund. Sie sollen anderen Ländern zur Verfügung gestellt werden. Lediglich 230 Dosen bleiben für Zweitimpfungen im Freistaat.

Packung mit AstraZeneca-Impfstoff-Fläschchen
Eine Packung mit AstraZeneca-Impfstoff-Fläschchen. Bildrechte: dpa

Thüringen beteiligt sich wie andere Bundesländer an der Aktion zur Rückgabe ungenutzten Corona-Impfstoffs, um ihn anderen Ländern zur Verfügung zu stellen. 30.800 Dosen des Vakzins von Astrazeneca würden an den Bund zurückgegeben, sagte eine Sprecherin des Thüringer Gesundheitsministeriums am Dienstag. Die Vorräte seien noch bis zum 31. Oktober haltbar und könnten so in anderen Ländern mit Impfstoffmangel eingesetzt werden.

Noch keine Pläne für Rückgabe

Der Freistaat behält lediglich 230 Dosen des Präparats - für den Fall, dass es Menschen mit einer Astrazeneca-Erstimpfung auch für die Zweitimpfung wünschen. Dies sei inzwischen zwar selten geworden, komme aber durchaus vor, berichtete die Sprecherin.

Noch ist nicht klar, wann Thüringen den nicht genutzten Impfstoff wieder abliefert. Einen Termin dafür habe das Bundesgesundheitsministerium noch nicht mitgeteilt. Ende vergangener Woche gab es laut Ministerium zunächst noch keine Pläne für die Rückgabe, es hatte sie aber nicht ausgeschlossen.

Ausschließlich Vorräte von Impfzentren

Die Bundesregierung hatte den Ländern die Möglichkeit eröffnet, ungenutzte Impfstoffe als Spende für andere Länder, die sie dringend benötigen, an den Bund zurückzugeben.

Dabei geht es zunächst um Astrazeneca und das Präparat von Johnson & Johnson - und zwar ausschließlich um jene Vorräte, die ursprünglich für Impfzentren bestimmt waren. Von Arztpraxen und Betriebsärzten bestellte, aber nicht eingesetzte Impfdosen sind von der Aktion nicht betroffen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 03. August 2021 | 20:00 Uhr

7 Kommentare

Lulu123 vor 11 Wochen

wwdd
Es sind leider nicht nur über 80 jährige gestorben und es geht auch nicht nur um Todesfälle sondern um wochenlangen Aufenthalt auf Intensivstationen von nachweislich vielen Jüngeren.
Wenn Sie selbst nicht mehr von Ihrem Leben erwarten ist das traurig aber Ihre Sache . Die meisten Menschen hoffen auf ein lebenswertes Leben weit über die 50 hinaus.und verdienen es auch.

wwdd vor 11 Wochen

Der Tod gehört nun mal zum Leben und es waren überwiegend ältere Menschen (über 80) die daran letztendlich gestorben sind. Respektvoll bin ich zu Menschen die ich kenne. Ich bin über 50 und für mich ist jedes Jahr nur noch eine Zugabe.

Lulu123 vor 11 Wochen

Ich bin auf die Ausreden im Herbst gespannt....
Ja ich auch, Lavendel.
Zuerst waren es die Masken, als dann ausreichend zur Verfügung standen und sogar an bestimmte Personengruppen kostenlos vergeben wurden, hielt man es für eine Zumutung,die tragen zu müssen.
Dann wurde die geringe Testkapazität kritisiert und als es genug gab, sogar kinderfreundliche Varianten (Lollitest ) weigerten sich Leute,sich oder ihre Kinder testen zu lassen.
Als man anfing über Vorteile für Geimpfte zu reden,fand man das unerhört,da ja nicht genug Impfstoff /Impftermine verfügbar waren, jetzt lehnt man die Impfung ab ,will aber trotzdem Vorteile haben.
Es wurde oft gesagt, man fühle sich von der Regierung verarscht, wer verarscht jetzt aber wen ?

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