Gesundheitswesen Corona-Impfstellen in Thüringen schließen zum Jahresende

In Thüringen haben sich in den vergangenen Wochen nur noch wenige Menschen in den Impfstellen gegen Corona impfen lassen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden von 38.000 Impfungen im November 80 Prozent bei niedergelassenen Ärzten verabreicht. Ministerium und Kassenärztliche Vereinigung wiesen darauf hin, dass bis zum Jahresende die noch verbliebenen 14 Impfstellen im Land zeitlich versetzt schließen.

Ein Mitarbeiterin im Impfzentrum hält eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff von Novavax in der Hand.
Ursprünglich wollte Thüringen die Corona-Impfstellen bis März 2023 betreiben. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Bund will sich nicht weiter an Kosten beteiligen

Bei Bedarf könnten danach aber noch mobile Impfteams in sozialen und Gesundheitseinrichtungen eingesetzt werden. Das Thüringer Impfportal soll bestehen bleiben. Interessierte können dort unkompliziert ihre Termine bei den teilnehmenden Praxen online buchen.

Ursprünglich wollte das Land nach Angaben von Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) die Impfstellen bis März weiter betreiben. Der Bund habe aber sehr kurzfristig signalisiert, sich nicht weiter an den Kosten zu beteiligen. In Thüringen war die erste Corona-Schutzimpfung am 27. Dezember 2020 in einer Pflegeeinrichtung in Zeulenroda-Triebes verabreicht worden. Am 13. Januar öffneten die ersten Impfstellen.

MDR (kku/co)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 01. Dezember 2022 | 11:00 Uhr

13 Kommentare

martin vor 8 Wochen

@0000 (Nachtrag): Sie werden es möglicherweise nicht glauben, aber falls Sie sich über die aktuelle Belegung der Intensivstationen mit Corona-Patienten informieren würden, dann müssten Sie feststellen, dass die Impfungen offensichtlich doch mit einem guten Anteil vor schweren Verläufen schützen.

Ja, es ist zuweilen blöd, wenn Fakten gegen die eigene Meinung sprechen....

martin vor 8 Wochen

@0000: Ja, wir haben Glaubensfreiheit. Sie brauchen den (in der Tat unzureichenden) Statistiken der Medizner nicht zu glauben. Und mit Blick auf das Präventionsparadoxon helfen bestimmte Zahlenspielereien in einer fortgeschrittenen Pandemie auch nicht weiter.

kleiner.klaus77 vor 8 Wochen

Dass die Impfung nicht zwingend vor einer schweren Erkrankung schützt, müsste bis jetzt auch der härteste Impfbefürworter und Corona Befürworter wissen!

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