Pandemie Corona-Impfungen für Kinder: Thüringen deutschlandweit auf Platz zwei

In Thüringen sind 12,9 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen vollständig gegen Corona geimpft. Am 14. August soll es den nächsten landesweiten Familien-Impftag geben. Diese Woche gibt es in Gera und Mühlhausen einen Impftag.

Impfung bei Jugendlichen und Kindern
Nur Baden-Württemberg hat eine höhere Quote bei Impfungen von Kindern. Bildrechte: dpa

Thüringen hat im Bundesvergleich aktuell die zweithöchste Impfquote von Kindern und Jugendlichen. Am Donnerstag meldet das Robert-Koch-Institut, dass 12,9 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen im Freistaat bereits zweimal geimpft wurden. Nur Baden-Württemberg hat mit 14,6 Prozent eine höhere Quote.

Laut Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) haben viele Familien die Familien-Impftage genutzt. Über 20.000 Termine seien im Juni vereinbart worden. In den nächsten Wochen sollen deshalb weitere solcher Angebote unterbreitet werden.

Der nächste landesweite Familien-Impftag ist am 14. August geplant. Zwischen 7:30 Uhr und 13:30 Uhr bieten alle 26 Impfstellen sowie die Impfzentren in Meiningen und Leinefelde entsprechende Termine an.

Ein Jugendlicher, der gerade gegen etwas geimpft wurde, mit einem Arzt in einem Sprechzimmer. 2 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL Do 05.08.2021 19:00Uhr 01:48 min

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Impfaktion am Samstag in Gera

Die Stadt Gera hat für Samstag eine weitere Impfaktion angekündigt. Im Ärztehaus in der Johannes-R-Becher-Straße sollen Interessierte zwischen den Vakzinen von Johnson & Johnson sowie Biontech wählen können.

Voraussetzungen sind den Angaben nach, dass nicht bereits in den vergangenen zwei Wochen geimpft wurde und dass eine überstandene Corona-Infektion mindestens vier Wochen zurückliegt. Mitzubringen sind der Impfausweis und ein Ausweisdokument.

Coronaschutz-Impftag in Mühlhausen

Auch die Stadt Mühlhausen bot am Donnerstag einen offenen Coronaschutz-Impftag in der Turnhalle der Volkshochschule an. Eine Sprecherin zufolge konnte jeder zwischen 13 und 17 Uhr ohne Termin vorbeikommen. Verwendet wurde der Impfstoff Johnson & Johnson.

Oberbürgermeister Johannes Bruns sagte, wichtigstes Ziel sei zu verhindern, dass Schulen und Kindergärten bald wieder geschlossen werden müssten. Für dieses Ziel sei eine hohe Impfquote die beste Voraussetzung.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 05. August 2021 | 18:00 Uhr

19 Kommentare

Bria21 vor 6 Wochen

Ich lese immer nur, was tut der Staat, nie, was kann ich tun.
Was Sie als Zwangsmaßnahmen bezeichnen sind Notwendigkeiten um Ordnung und Sicherheit für ein friedliches Zusammenleben zu gewährleisten. Nicht nur in einer Pandemie sondern z.B. in Form einer Straßenverkehrsordnung und zahlreicher Gesetze. Wenn sich Jemand nicht daran hält ( weil er sich evtl. durch Geschwindigkeitsbegrenzung oder Betretungsverbote in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt fühlt ) ist das bestimmt nicht die Schuld des Staates. Es ist aber sehr wohl Recht und Pflicht des Staates zugleich, diese Leute, die die Ordnung und Sicherheit der Gemeinschaft stören zur Verantwortung zu ziehen und ggf. zu bestrafen.
Wer eine Impfung ablehnt, muss eben als Alternative bestimmte Einschränkungen und Maßnahmen in Kauf nehmen und in irgendeiner Form seinen Beitrag zum Gemeinwohl leisten.

MDR-Team vor 6 Wochen

Hallo micha72,
wir sind uns allerdings irgendwie sicher, dass Sie den Unterschied und damit das Problem kennen - es handelt sich um eine erheblich ansteckende Krankheit und damit hat man das Risiko anders als beim Essverhalten nicht in der Hand und es ist ein Problem für alle und für das Miteinander.

micha72 vor 6 Wochen

@bria
Sehen Sie es selbst? Alkohol, Zigaretten oder Fastfood zu verbieten finden Sie selbst absurd. Aber daran sterben ungleich viel mehr Menschen als an Corona. Allerdings die Fastzwangsimpfung und alle Zwangsmaßnahmen finden Sie angemessen? Naja ...

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