Covid-19 Corona-Impfung in Thüringen: Online-Terminvergabe startet wieder

Die Lieferung des Corona-Impfstoffs von Astra-Zeneca ist in Thüringen eingetroffen und die Impfungen können wieder aufgenommen werden. Seit Montag können Termine wieder über das Impfportal vereinbart werden, allerdings nur für Unter-65-Jährige der höchsten Prioritätsstufe. Zum Start der Woche sorgte der heftige Schneefall allerdings auch bei den Impfstellen für Behinderungen.

AstraZeneca-Impfstoff liegt in einer Dose.
Ampullen des Corona-Impfstoffes der Firma AstraZeneca. Bildrechte: dpa

Die Vergabe von Terminen für Corona-Impfungen über das Online-Impfportal der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ist seit Montag in Thüringen wieder möglich - wenn auch nur für eine bestimmte Personengruppe.

Impfstoff-Lieferung in Thüringen eingetroffen

Die Terminvergabe war Ende Januar wegen Lieferschwierigkeiten bei den Impfstoffen gestoppt worden. Durch die neue Lieferung des Herstellers Astra-Zeneca können die Impfungen nun wieder aufgenommen werden.

Am Samstag waren die ersten 9.600 Dosen des Astra-Zeneca-Impfstoffs eingetroffen. Weitere Lieferungen werden laut Gesundheitsministerium für diesen und nächsten Freitag sowie den 2. März erwartet. Geliefert werden sollen dann 9.600, 26.400 beziehungsweise 38.400 Impfdosen.

Impfstoff nur für Menschen unter 65

Nach Angaben der Kassenärztlichen der KV soll der gelieferte Impfstoff vollständig für Erstimpfungen eingesetzt werden. Allerdings werden dabei zunächst nur Menschen unter 65 Jahren aus der höchsten Prioritätsstufe berücksichtigt. Dabei handelt es sich in erster Linie um Tätige im Pflege- oder Krankenhausbereich. Grund dafür ist, dass der Impfstoff von Astra-Zeneca in Deutschland nur für Unter-65-Jährige zugelassen wurde.

Die erste größere Impfung mit dem Astra-Zeneca-Mittel soll am bevorstehenden Wochenende (13./14. Februar) in den Impfstellen Apolda, Arnstadt, Bad Salzungen, Blankenhain, Eisenberg, Greiz, Hildburghausen, Ilmenau, Leinefelde, Mühlhausen, Nordhausen, Rudolstadt, Schmalkalden und Sömmerda laufen. Der Impfstoff soll nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung vollständig für Erstimpfungen eingesetzt werden. "Wir verimpfen alles, was wir kriegen", sagte Jörg Mertz, Impfkoordinator der KV. "Wir haben zehn Wochen Zeit zwischen der Erst- und Zweitimpfung." Es sei davon auszugehen, dass in dieser Zwischenzeit genügend Vorräte für die Folgeimpfung einträfen.

Corona-Impfstellen in Thüringen öffnen nach Schneefall

Am Montag hatten die Thüringer Corona-Impfstellen wegen des starken Schneefalls zum Teil geschlossen. Die meisten sollten ab 14 Uhr aber wieder geöffnet sein. Nach Angaben der KV werden alle Impfstellen außer der in Sömmerda in Betrieb gehen. Bereits am Vormittag hatten sechs Impfstellen trotz teils schwieriger Wetterlage die Arbeit aufgenommen: Es handelt sich um Pößneck, Meiningen, Suhl und beide Erfurter Impfstellen. Seit Montagmittag ist auch die Impfpraxis in Jena-Lobeda wieder geöffnet.

Wer am Vormittag wetterbedingt seinen Impftermin nicht wahrnehmen konnte, wird im Laufe der Woche kontaktiert. Laut Kassenärztlicher Vereinigung durchforsten die Impfstellen-Manager am Montagabend ihre Listen entsprechend nach unerledigten Impfungen. Mit den Betroffenen soll ein Ersatztermin vereinbart werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 08. Februar 2021 | 12:00 Uhr

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