Ansteckungsgefahr durch Mutation Corona-Impfung nun für alle Lehrer möglich

Wer mit Grund- und Förderschülern arbeitet oder in Kitas, kann sich bereits gegen Corona impfen lassen. Jetzt soll es diese Möglichkeit für Lehrer und Personal auch an den anderen Schularten geben. Geduld werden sie angesichts der Terminlage aber brauchen.

Lehrer und Schüler im Gesprächskreis
Außer Abstand, Lüften und Maske sollen nun auch Impfungen Lehrer vor Corona schützen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In Thüringen können sich künftig alle Lehrer gegen das Coronavirus impfen lassen. Das gaben Gesundheitsministerium und Bildungsministerium am Mittwoch bekannt. Damit kommen nun auch Lehrer und weiteres Personal weiterführender Schulen und von Berufsschulen zum Zuge. Bisher hatte nur das Personal an Grund- und Förderschulen sowie von Kitas die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Bildungsminister Helmut Holter (Linke) bezeichnete den Schritt als "wichtigen Meilenstein".

Annette Rommel, Kassenärztliche Vereinigung Thüringen 2 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL Mi 14.04.2021 19:00Uhr 02:00 min

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Forderungen nach Impfpraxis anderer Bundesländer

Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sagte, es gebe noch nicht genügend Impfstoff, um die Priorisierung ganz aufzuheben. "Gleichwohl haben wir uns entschieden, die Impfberechtigung jetzt auf alle Beschäftigten an Schulen und Berufsschulen zu erweitern. Bildung hat Vorrang. Schule muss sicher stattfinden können." Zuletzt hatten immer mehr Politiker verschiedener Parteien eine Öffnung für alle Lehrer gefordert und dies vor allem damit begründet, dass die Corona-Mutanten auch bei jüngeren Menschen deutlich ansteckender seien. In mehreren Bundesländern werden bereits alle Lehrer geimpft. Auch Sachsen kündigte jetzt an, das Impfangebot entsprechend auszuweiten.

Ein Lehrer unterrichtet bei geöffnetetn Fenstern und geöffneter Türe vor einer Klasse Corona Schutzmaßnahmen im Unterricht einer Berufsschule
Risikofaktor Innenraum - nicht immer lässt sich in Schulen großer Abstand einhalten. Bildrechte: imago images/Mattias Christ

Schwierige Terminlage für Impfungen

Um eine Impfung in Thüringen zu bekommen, brauchen Lehrer und Beschäftigte weiterführender Schulen eine entsprechende Bescheinigung, die sie im Impfzentrum oder beim Hausarzt vorzeigen müssen. Nach Angaben des Bildungsministeriums sollen diese Bescheinigungen als Formulare an die Schulen geschickt und dort von den Schulleitungen ausgestellt werden.

Angesichts bereits bis Ende April vergebener Impftermine gibt es Impfchancen möglicherweise im Mai oder aber früher bei einem Hausarzt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa/csr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. April 2021 | 18:00 Uhr

8 Kommentare

DER Beobachter vor 3 Wochen

Lehrer sind inzwischen im Präsenzunterricht meist. Zu oft mit ganzen Klassen, nicht hinterm Plexiglasschild und mindestens 45 Minuten, sonst 90 Minuten und in Grundschulklassen meist länger mit einer Gruppe von mindestens 12 im Wechselunterricht und mindestens 25 bei einer ganzen Klasse konfrontiert. Viele Schulen haben noch keinen Luftwälzer. es geht nicht nur um den Schutz der Lehrer, sondern auch andersherum den der Schüler und deren Familien...

Sozialberuflerin vor 3 Wochen

Dafür muss ja auch erstmal ausreichend Impfstoff vorhanden sein!
Ansonsten ist dem, von meiner Seite aus, nichts einzuwenden!

Wenn das natürlich genauso gut klappt, wie das Testen an den Schulen.... Naja... Wirds für die Lehrer eher eine lange Wartezeit bis zur wirklichen Impfung!

Mittlerweile könnte ich nur noch drüber lachen (wenn es nicht so traurig wäre) und hab Schleudertrauma vom Kopfschütteln!

Ela123 vor 3 Wochen

Immer nur Lehrer, Lehrer, Lehrer! Wer denkt eigentlich mal an die vielen Verkäufer in der Lebensmittel Branche? Da hat man am Tag mit hunderten von Kunden zu tun, die sich nicht an alle Vorschriften halten. Ich glaube die Berufsgruppe sollte man berücksichtigen, die können kein Homeoffice machen.

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