Pandemie Corona-Impfstoff: Erste Lieferung in Thüringen eingetroffen

Am zweiten Weihnachtsfeiertag ist in Thüringen der erste Corona-Impfstoff ausgeliefert worden. Knapp 10.000 Dosen stehen nun für Impfungen im Freistaat bereit. Am Sonntag sollen damit die ersten Thüringer geimpft werden.

Drei Ampullen mit Impfstoff, davor eine Spritze
Der erste in der EU zugelassene und in Thüringen ausgelieferte Corona-Impfstoff (Symbolbild). Bildrechte: imago images/Laci Perenyi

Eine Lieferung mit dem Corona-Impfstoff hat Thüringen erreicht. Ein Logistikunternehmen brachte das Mittel am zweiten Weihnachtsfeiertag per Kühltransport und in Polizeibegleitung zur Lagerung an einen Ort, der zunächst nicht näher genannt werden sollte. Das Mittel soll nach Plänen des Gesundheitsministeriums im Freistaat am Sonntag zum ersten Mal verabreicht werden.

10.000 Impfdosen für Thüringen

Knapp 10.000 Dosen in zwei Paketen trafen mit der ersten Lieferung in Thüringen ein. Sie wurden bei fast minus 80 Grad gelagert und sollen nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Sonntag in Senioren- und Pflegeheime gebracht werden, um dort die ersten Thüringer gegen das Coronavirus zu impfen. Bei dem Präparat handelt es sich um den in der EU inzwischen zugelassenen Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer. Dieser Impfstoff muss bei minus 70 Grad oder kälter gelagert werden, wenn er eine längere Zeit haltbar bleiben soll.

Bisherigen Plänen zufolge soll Thüringen bis Ende des ablaufenden Jahres 19.500 Impfdosen erhalten. Weitere Lieferungen sind in den ersten Januarwochen geplant.

Auch in andere Bundesländer sollte der Impfstoff am Samstag verteilt und an insgesamt 27 Standorte geliefert werden.

Covid-19 Erster Corona-Impfstoff nach Thüringen geliefert

Am frühen Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertages hat der erste Corona-Impfstoff Thüringen erreicht. Mit einem Kühltransporter und unter Polizeibegleitung wurde der Impfstoff an einen streng geheimen Ort geliefert.

Ein Arzt und ein Logistik-Mitarbeiter mit Corona-Impfstoff-Lieferung in Kühllaster.
Die ersten Impfdosen haben in den frühen Morgenstunden des zweiten Weihnachtsfeiertages Thüringen erreicht. Bildrechte: MDR/Tassilo Klöppel
Ein Arzt und ein Logistik-Mitarbeiter mit Corona-Impfstoff-Lieferung in Kühllaster.
Die ersten Impfdosen haben in den frühen Morgenstunden des zweiten Weihnachtsfeiertages Thüringen erreicht. Bildrechte: MDR/Tassilo Klöppel
Ein Mann entlädt Kartons mit Corona-Impfstoff aus Kühlaster.
Die knapp 10.000 Dosen wurden in zwei Paketen mit einem Kühltransporter nach Thüringen gebracht und bei fast minus 80 Grad gelagert. Bildrechte: MDR/Tassilo Klöppel
Zwei Ärzte stehen neben einem Kühllaster.
Es handelt sich bei den gelieferten Dosen um den in der EU inzwischen zugelassenen Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer. Bildrechte: MDR/Tassilo Klöppel
Zwei Polizei-Transporter auf einem Parkplatz.
Die Polizei sicherte die Lieferung des Impfstoffes ab. Bildrechte: MDR/Tassilo Klöppel
Alle (4) Bilder anzeigen

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 26. Dezember 2020 | 10:00 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN/the, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 26. Dezember 2020 | 10:00 Uhr

39 Kommentare

Guter Schwabe vor 19 Wochen

@Alexa007: Ich habe mich informiert. Richtig ist die Impfung für alle Ü 70, darunter muss jeder selber entscheiden, ob er will und vor allem muss. Fakt ist, Langzeitfolgen müssen erst noch erforscht werden, nicht das es so wie bei Contergan endet. Bedenklich dafür ist die Information, das sich Schwangere und welche die es in nächster Zeit werden wollen, sich nicht impfen lassen sollen, genau so wie Allergiker.

MDR-Team vor 19 Wochen

Weitere Informationen finden Sie beispielsweise hier:
https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/faq-corona-impfung-impfstoff-100.html

Wir hoffen unsere Antworten waren hilfreich. Bleiben Sie gesund!

MDR-Team vor 19 Wochen

Hallo Kaiser77,
auf alle Ihre Fragen gibt es glücklicherweise schon Antworten. Bei mRNA Impfstoffen handelt es sich (wissenschaftlich gesehen) um ein relativ neues Verfahren. Daher wurden bis jetzt erst wenige Impfstoffe dieser Art entwickelt. Es gibt allerdings keine Bedenken hinsichtlich der Sicherheit oder Wirksamkeit innerhalb der Wissenschaft.
Die uns bekannten Politiker nehmen keinen Abstand zu dem Impfstoff, sondern halten sich an die Impfreihenfolge. Da die Meisten nicht zur Gruppe 1 gehören, müssen auch sie noch auf die Impfung warten.
Bezüglich der Virusmutationen: Die Gefahr einer Mutation, welche sich negativ auf die Wirksamkeit des Impfstoffs auswirkt besteht immer. Bei den bis jetzt bekannten Mutationen geht man jedoch nicht von einer verminderten Wirksamkeit aus. In diesem Fall bietet der mRNA basierte Impfstoff allerdings einen besonderen Vorteil, da er sehr schnell angepasst werden kann.
An der Entwicklung von Medikamenten wird ebenfalls mit Hochdruck gearbeitet.

Mehr aus Thüringen

Mehrere Donuts in einem Schaufenster. 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mehr Nachrichten zu den Corona-Impfungen