Impfung gegen Corona Booster-Welle in Thüringen: Impfwillige müssen zum Teil wieder warten

In Thüringen zieht die Nachfrage nach Booster-Impfungen gegen Corona merklich an. Die Folge: Impfwillige müssen - je nach Region - teilweise länger als einen Monat auf einen Termin warten. Die Kapazitäten sollen jedoch wieder hochgefahren werden.

In einigen Thüringer Städten müssen Impfwillige derzeit mehrere Wochen auf einen Termin in einer Impfstellen warten. Wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) am Dienstag mitteilte, gibt es längere Wartezeiten unter anderem in Gera und Erfurt. Wer über das Thüringer Impfportal am Dienstagmittag eine Auffrischungsimpfung gegen Corona buchen wollte, konnte in Meiningen einen Termin für diesen Freitag erhalten, während in Erfurt beispielsweise im Helios-Klinikum erst am 27. Dezember ein Termin verfügbar war.

Mehr Termine in Thüringer Impfstellen in Aussicht gestellt

Laut Jörg Mertz von der KV Thüringen liegt das nicht am Impfstoffmangel, sondern daran, dass es nicht genug Personal und Räume gibt. Mertz geht aber davon aus, dass ab kommender Woche die Kapazitäten in den betreffenden Impfstellen entsprechend hochgefahren werden können. Außerdem sind 25 mobile Impfteams landesweit unter anderem in Pflegeheimen unterwegs. Teilweise seien Impfaktionen dort bereits bis Weihnachten gebucht. Allerdings können laut Mertz Träger von Einrichtungen auch noch kurzfristig Termine erhalten, wenn sämtliche Unterlagen vorbereitet sind.

Hausärzte impfen wieder mehr

Auch die Thüringer Hausärzte fahren ihre Kapazitäten zum Impfen nach Angaben des Hausärzteverbandes wieder deutlich hoch. Wie Verbandsvorsitzender Ulf Zitterbart MDR THÜRINGEN sagte, seien allein in der vergangenen Woche 40.000 Dosen in Thüringer Hausarztpraxen verimpft worden. Seit Dienstag müssen die Praxen laut Zitterbart nur noch eine statt bisher zwei Wochen auf den bestellten Corona-Impfstoff warten.

Booster-Welle: Geringer Anteil an Erstimpfungen

Die Hausärzte seien derzeit vor allem mit Booster-Impfungen beschäftigt. Erstimpfungen machten in den Praxen nur einen Anteil von bis zu zehn Prozent aus, so Zitterbart. Die Hausärzte sind demnach noch immer dabei, die erste Welle der Booster-Impfungen für alle, die ihre Erstimpfung zwischen Januar und April erhalten haben, abzuarbeiten. Er gehe davon aus, dass sich danach die Situation in den Praxen wieder etwas normalisiere, so Zitterbart.

Quelle: MDR THÜRINGEN/maf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 16. November 2021 | 12:00 Uhr

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