Kassenärztliche Vereinigung: Astrazeneca-Impfstoff in Thüringen aufgebraucht

In Thüringen wird nicht mehr mit Astrazeneca geimpft - laut den Organisatoren der Kassenärztlichen Vereinigung, weil die geplanten Mengen aufgebraucht seien. Einen Zusammenhang mit einem Stopp in Berlin gebe es nicht.

Corona-Impfstoff des Schwedisch-Britischen Herstellers AstraZeneca
Erneut gibt es Diskussionen über Risiken beim Impfstoff von Astrazeneca Bildrechte: dpa

In Thüringen wird ab Mittwoch nicht mehr mit Astrazeneca geimpft. Grund ist laut Kassenärztlicher Vereinigung, dass der in Thüringen verplante Impfstoff komplett aufgebraucht ist. Ab Mittwoch werde nur noch Biontech verimpft. Dies sei auch so geplant gewesen, sagte Jörg Mertz MDR THÜRINGEN. Die Zweitimpfungen seien bislang nicht betroffen. Mit den heute bekannt gewordenen weiteren Komplikationen mit Astrazeneca habe dies nichts zu tun, sagte Mertz.

Gesundheitsminister wollen noch beraten

Zuvor hatte das Land Berlin die Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers für Menschen unter 60 Jahren verkündet. Die Gesundheitsminister der Länder beschlossen am Dienstagabend, dass der Impfstoff von Astrazeneca ohne Einschränkung nur noch an Personen über 60 Jahren verimpft werden darf. Der Entscheidung waren Forderungen von Medizinern vorausgegangen, wegen Nebenwirkungen die Impfung mit Astrazeneca bei jungen Frauen zu stoppen. Mehrere Bundesländer hatten daraufhin die Gabe des Vakzins bei allen unter 60-Jährigen ausgesetzt.

Redaktioneller Hinweis: In einer früheren Version hieß es, dass das Gesundheitsministerium die Impfstoffvergabe ausgesetzt habe. Wir haben das korrigiert.

Quelle: MDR THÜRINGEN/csr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 30. März 2021 | 17:00 Uhr

86 Kommentare

knarf2 vor 5 Wochen

Simone:Auch wenn Sie etwas gegen die Russen aus welchen Gründen auch immer haben.Es hat niemand behauptet daß deren Impfstoff besser als der westlicher Wissenschaftler ist!Wenn alle so dogmatisch denken würden wie Sie hätte man bestimmt nicht begonnen die Wirksamkeit von Sputnik V zu testen!

Simone vor 5 Wochen

Seltsam seltsam, aber die russischen Wissenschaftler arbeiten in einer Deiktatur, auch wenn man diese noch als gelenkte Demokratie bezeichnet. Was glauben sie wie unabhängig diese Wissenschaftler sind, wenn es um die Darstellung von Risiken und Nebenwirkungen geht? Eine kritische Presse ist in Russland ja inzwischen auch Magelware, genauso wie sich in Freiheit befindliche Oppositionspolitiker von Format.

Warum noch einmal sollte der russische Impfstoff bzw. die russischen Wissenschaftler per se besser als z.B. schwedische-britische Kollegen sein? Die bei AZ aufgetretenen seltenen Nebenwirkungen haben sich durch ein genaues Hinsehen in den jeweiligen Ländern nach einer großen Anzahl von Impfungen ergeben. Diese Nebenwirkungen wurden breit publiziert und diskutiert. Stellen sie sich so etwas mal in Russland vor? Da verschwindet man wohl eher in einem Straflager, als das man den russischen Propagandaerfolg "Sputnik V" durch die Publikation von Problemen zunichte macht.

Simone vor 5 Wochen

Mensch Critica,

bei 83 Mio Einwohnern und 76 tausend Coronatoten kommen auf 100 tsd Einwohner 92 Coronatote.

Demgegenüber stehen bei 2,8 Mio verimpften Dosen AstraZenica ein Fall von GErinnungsstörungen pro 100 tausend Impfungen (Quele PEI). Dies sind wohlgemerkt nur Störungen. Die Zahl der Todesopfer liegt weitaus niedriger.

Meine Abwägung ist klar, aber ich will ja auch nicht herumstänkern.

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