EU-Sonderkontingent Corona-Hotspots: Ramelow fordert zusätzliche Impfdosen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich dafür ausgesprochen, Impfdosen aus einem EU-Sonderkontingent in die Corona-Hotspot-Landkreise Deutschlands zu verteilen. Für Thüringen forderte er 80.000 bis 100.000 Impfdosen aus dem Kontingent.

Ministerpräsident Bodo Ramelow schaut Impfärztin über die Schulter
Ministerpräsident Bodo Ramelow beim Impfstart in Thüringen. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich dafür ausgesprochen, Impfdosen aus einem EU-Sonderkontingent in die Corona-Hotspot-Landkreise Deutschlands zu verteilen. Er gehe davon aus, dass die Impfdosen aus diesem Kontingent bundesweit nur an Landkreise verteilt werden, deren Corona-Inzidenzwert bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liege, sagte Ramelow am Sonntag. Er habe über dieses Thema mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gesprochen. "Ich verstehe die EU so, dass damit eine Sonderimpfung gemacht werden soll, wo hohe Belastungen sind", sagte Ramelow.

Hintergrund ist die Ankündigung, dass die EU in den nächsten Wochen über ein Sonderkontingent vier Millionen zusätzliche Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer bekommen soll. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte deutlich gemacht, das Zusatzpaket sei ausgehandelt worden, um gezielt in Corona-Hotspots stärker impfen zu können. Deutschland kann mit rund 740.000 Impfdosen aus dem Kontingent rechnen.

Ramelow forderte 80.000 bis 100.000 Impfdosen aus dem Kontingent für Thüringen. Der Linke-Politiker betonte, dass die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission bei der Impfreihenfolge weiter beachtet werden sollen. Daneben bedürfe es aber ein Sonderkontingent an Impfstoff, das in die besonders stark betroffenen Regionen gegeben werden könne.

Corona-Schutzimpfungen in Thüringen

Quelle: MDR THÜRINGEN/the, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 14. März 2021 | 17:00 Uhr

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