Pandemie Inzidenz nicht mehr alleiniger Maßstab für Corona-Regeln in Thüringen

In Thüringen sollen in Zukunft Intensivbetten-Kapazitäten, Impfquote oder die Hospitalisierungsrate für die Beurteilung der Corona-Lage berücksichtigt werden. Am Dienstag wurde ein neuer Erlass veröffentlicht.

Die Erfurter Einkaufsmeile Anger, mit Menschen gefüllt.
Die Erfurter Einkaufsmeile Anger (Archivfoto) Bildrechte: dpa

In Thüringen soll nicht nur die Sieben-Tage-Inzidenz bei der Beurteilung der Corona-Lage eine Rolle spielen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, sollen ab sofort auch weitere Faktoren wie die Intensivbetten-Kapazität, die Impfquote oder die sogenannte Hospitalisierungsrate berücksichtigt werden. Das sieht ein neuer Erlass vor, den das Gesundheitsministerium am Dienstag veröffentlicht hat.

Gesundheitsministerium reagiert auf aktuelle Corona-Infektionslage

Danach können auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse, wie zum Beispiel das Abwasser-Screening einbezogen werden. Zudem werden den Angaben nach die Schwellenwerte für das notwenige Eingreifen der Landkreise und kreisfreien Städte von fünf auf vier reduziert. Stufen gibt es demnach bei Inzidenzen von unter und über 35, über 50 und über 100. Eine gesonderte Stufe ab 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner entfällt. Der neue Erlass ist am Dienstag in Kraft getreten.

Das Thüringer Gesundheitsministerium hat den Landkreisen und kreisfreien Städten die neue Fassung zur Verfügung gestellt. Mit dem neuen Erlass wird auf die derzeitige Infektions- und Verordnungslage reagiert.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 21. Juli 2021 | 13:00 Uhr

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