Landesverordnung gilt bis 19. Februar Corona-Lockdown in Thüringen wird verlängert

In Thüringen wird der Corona-Lockdown um weitere fünf Tage verlängert. Nach Angaben von Regierungssprecher Falk Neubert hat das Kabinett beschlossen, die bestehende Thüringer Verordnung bis zum 19. Februar zu verlängern. Damit bleiben auch die damit verbundenen Auflagen in Kraft und Geschäfte, Gaststätten, Schulen und Kindergärten weiter geschlossen.

Ursprünglich sollte die Verordnung bis zum 14. Februar gelten. Laut Neubert wird die Verlängerung nötig, damit genug Zeit bleibt, um die Beschlüsse der kommenden Bund-Länder-Konferenz am 10. Februar in eine neue Thüringer Verordnung einfließen zu lassen. Daran müsse auch der Landtag beteiligt werden - und dies dauere mehrere Tage.

CDU und FDP kritisieren Vorgehen von Rot-Rot-Grün

Die CDU hat den verlängerten Lockdown als erneuten Lockdown ohne Perspektive bezeichnet. Das Pandemie-Management der Landesregierung sei mittlerweile ein einziges Ärgernis, sagte der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Mario Voigt. Ohne Kenntnis der Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen am 10. Februar setzte die Landesregierung lieber auf Alleingänge statt auf gemeinsame Lösungen.

Auch die FDP-Fraktion kritisierte das Vorgehen der Landesregierung. Obwohl an diesem Mittwoch der Landtag ohnehin zusammentrete, habe die Landesregierung einen Tag zuvor erneut eigenmächtig am Parlament vorbei entschieden, sagte der Fraktionsvorsitzende Thomas Kemmerich. Er forderte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) auf, eine Langzeit-Strategie vorzulegen.

Die Buchhändlerin Nicole Lobenstein verkauft einem Kunden vorbestellte Bücher an der Eingangstür des Buchladens in Apolda.
Für große Teile des Einzelhandels gilt in Thüringen: Verkauf von Ware ist nur mit Vorbestellung und Abholung an der Ladentür möglich. Bildrechte: dpa

Handwerkskammern: Es geht um Existenzen

Auf Unverständnis stieß der verlängerte Lockdown auch bei der Handwerkskammer Ostthüringen. In Zeiten, in denen für viele Branchen jeder Tag zähle, sei diese Ankündigung Gift für die wirtschaftliche Existenz vieler Handwerkerinnen und Handwerker, deren Mitarbeiter und die Familien, sagte Kammerpräsident Wolfgang Jacob.

Das Gleiche gelte auch für die Handwerksfirmen in anderen Regionen Thüringens. Vor allem die Begründung zeuge von fehlendem Verständnis für die Notlage vieler Unternehmerinnen und Unternehmer. Für diese entscheidet laut Jacob teilweise ein fünf Tage länger andauernder Lockdown über den Fortbestand ihrer Betriebe. Die Handwerkskammer fordert daher die Landesregierung auf, schneller die Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz umzusetzen.

Auch die Südthüringer Handwerkskammer kritisierte die Lockdown-Verlängerung. Präsident Manfred Scharfenberger sagte, jeder weitere Tag im Lockdown reduziere die Chancen der Handwerksunternehmen, den wirtschaftlichen Überlebenskampf zu überstehen. Er forderte von der Politik erneut schnelle Hilfen für die Betriebe und klare Öffnungsszenarien.

Quelle: MDR THÜRINGEN/seg/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 02. Februar 2021 | 15:00 Uhr

207 Kommentare

knarf2 vor 11 Wochen

Mit Leuten wie Ihnen zu diskutieren ist unmöglich.Sie wollen einfach nicht die Notwendigkeit der Maßnahmen einsehen da nur Sie den Stein der Weisen besitzen.Welche Bildung durften Sie ohne Unterbrechung genießen wenn man fragen darf?

knarf2 vor 11 Wochen

Danke,aber Ihr Tellerrand
scheint doch etwas zu hoch zu sein wenn man Ihre Bemerkung zu den Todesopfern sieht.Das hat
für mich nichts mit Humanität zu tun sondern ist erschreckend egoistisch! Vielleicht kann Ihnen es helfen alles nochmal zu überdenken.

adler123 vor 11 Wochen

Es gibt einige in diesen Land die 100x intiligenter sind wie die "Regierenden" und von diesen "niedergemacht" werden. Die "regierungsfreundlichen" Schreiber hier, sollten sich auch mal die Rede des Rostocker Bürgermeisters zu Gemüte führen.
https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz

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