Haushalt Nach Corona-Einbruch: Steuerschätzer für Thüringen vorsichtig optimistisch

Gute Neuigkeiten für den Thüringer Haushalt: Nach Steuerschätzungen fällt das Corona-Steuerloch kleiner aus als vermutet. 124 Millionen Euro mehr als vor zwei Monaten erwartet stehen demnach dem Finanzministerium zur Verfügung.

ARCHIV - 04.11.2014, München: Gestapelte Geldmünzen liegen auf Geldscheinen.
Die Steuereinnahmen entwickeln sich günstig für Thüringen. Bildrechte: dpa

Der Rückgang bei den Thüringer Steuereinnahmen wegen Corona ist offenbar nicht ganz so drastisch wie befürchtet. Das geht nach Informationen von MDR THÜRINGEN aus der November-Steuerschätzung hervor, die am Dienstag im Kabinett beraten werden soll.

Demnach rechnet das Finanzministerium für das laufende Jahr mit einem Kreditbedarf von 728 Millionen Euro. Das sind 124 Millionen Euro weniger als bei der letzten Steuerschätzung vor zwei Monaten. Bei der Aufstellung des Corona-Nachtragshaushalts hatte das Land noch mit einer Milliarde Euro gerechnet.

Heike Taubert
Heike Taubert Bildrechte: dpa

Heike Taubert: Kleiner Lichtblick

Auch mit Blick auf das nächste Jahr sind die Steuerschätzer etwas optimistischer: Im Vergleich zum Haushaltsansatz 2021 ist die Deckungslücke infolge der Corona-Pandemie nur noch 53 Millionen Euro groß. In der September-Schätzung hatten die Fachleute für Thüringen noch mit fast doppelt so hohen Mindereinnahmen in Höhe von 95 Millionen Euro gerechnet. Insgesamt würden sich die Steuereinnahmen deutlich günstiger entwickeln als erwartet, heißt es.

Finanzministerin Heike Taubert hatte die jüngste Steuerschätzung bereits als, so wörtlich, "kleinen Lichtblick" bezeichnet. Wie sie sagte, wird das Corona-Steuerloch zwar kleiner, "es bleibt aber schwierig, es zu stopfen". Zu Verteilen gebe es nichts, so die Ministerin.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dvs

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. November 2020 | 05:00 Uhr

11 Kommentare

Ekkehard Kohfeld vor 30 Wochen

Ach merkwürdig,eigentlich dachte ich dafür zahlen wie Deutschen steuern,ach nein sie sind ja dafür der ganzen Welt zu retten und nicht dem eigen Volk zu helfen.😱😱😱

Ekkehard Kohfeld vor 30 Wochen

Weiß man heute eigentlich, warum dem Bund alle
freiwilligen Hilfsdienst (Feuerwehr,THW, usw.)tot gespart hat ?
Oder die Bundeswehr die man im Katastrofenfall einsetzen könnte.🤬🤬🤬

Weinverkostung vor 30 Wochen

Der Staat übernimmt derzeit die vollen Kosten für Miete und Schulden bei verschiedenen Kleingeweben und Selbstständigen im Dienstleistungssektor (z.B. Kosmetiksalons). Das gibt es nirgends auf der Welt. Die Politiker sind nicht zu feige, wir alle sind zu feige, bei unseren komfortablen Lebensstil Abstriche zu machen. Mal nachdenken: Ein Faktor 0,7 oder 0,8 zur Wohlstandsgesellschaft schafft noch keinen Scherbenhaufen.

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