Pandemie-Ticker Corona-News vom 12. März: Vorerst keine Impftermine mit AstraZeneca mehr

+++ Vorerst keine weiteren Impftermine mit AstraZeneca +++ Corona-Inzidenzwert für Thüringen gestiegen +++ Weiter kein Präsenzunterricht für höhere Klassen im Eichsfeld, Kyffhäuserkreis und Unstrut-Hainich-Kreis +++ Kindergärten und Schulen im Saale-Orla-Kreis bleiben zu +++ Kreis Sonneberg hebt Katastrophenfall auf +++ Kreis Greiz: Menschen mit Impfpriorität 3 dürfen sich impfen lassen +++ Die Corona-News für Thüringen +++

Grafik - mehrere Coronaviren
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Thüringen | Vorerst keine Impftermine für AstraZeneca mehr

In Thüringen werden ab sofort keine Termine mehr für Impfungen mit dem Wirkstoff von AstraZeneca vergeben. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitagabend mit. Grund sind die Lieferengpässe bei dem britisch-schwedischen Unternehmen. Astrazeneca hatte zuvor am Freitag angekündigt, statt der zugesagten 220 Millionen Impfdosen im ersten Halbjahr nur 100 Millionen liefern zu können. In mehreren EU-Ländern wird der Impfstoff von Astrazeneca zur Zeit auch nicht verwendet. Grund sind schwere Blutgerinnsel, die bei einigen Geimpften aufgetreten waren. Die Weltgesundheitsorganisation sieht allerdings keinen Grund Astrazeneca nicht mehr zu verimpfen.

Jena | Luca-App im Test

Weimar | Geschäfte fordern Öffnungsperspektive

Thüringen | Corona-Inzidenzwert gestiegen

Die Corona-Inzidenz in Thüringen ist von Donnerstag zu Freitag erneut angestiegen. Sie lag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Freitag bei 146. Am Donnerstag lag der Wert noch bei 138 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Auch die Zahl der aktiven Coronafälle hat wieder zugenommen. Die Gesundheitsämter meldeten am Freitag thüringenweit 6.482 Fälle. Das sind 606 mehr als am Donnerstag und 905 mehr als vor zwei Wochen. Zwölf weitere Menschen starben demnach an oder mit dem Virus, 362 weitere gelten als genesen. 113 Menschen werden mit einer schweren Covid-19-Erkrankung auf Intensivstationen von Krankenhäusern behandelt.

Nach wie vor ist der Kreis Greiz der am heftigsten von der Corona-Pandemie betroffene Kreis. Der Sieben-Tage-Wert bei Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner lag am Freitagabend nach Angaben des Gesundheitsamtes bei 416.

Nord­thüringen | Weiter kein Präsenzunterricht für höhere Klassen

Im Eichsfeld, dem Kyffhäuserkreis und dem Unstrut-Hainich-Kreis gibt es für Schüler ab der siebten Klasse weiterhin keinen Präsenzunterricht. Das teilten die Sprecher der Landkreise MDR THÜRINGEN mit. Demnach ist in keinem der Kreise geplant, die Allgemeinverfügung bis zum Beginn der Woche entsprechend zu ändern.

Aus dem Kyffhäuserkreis hieß es dennoch, man sei froh, dass die zuständigen Ministerien den Spielraum für Schulöffnungen erweitert haben. Sollten die Inzidenzen in regionalen Hotspots steigen, werde mit einer Politik der ruhigen Hand reagiert. Seit Freitag müssen die Kommunen nicht mehr alle Schulen und Kitas schließen, sobald der Grenzwert von 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten wurde. Das geht aus einem der dpa vorliegenden Schreiben hervor, welches das Gesundheitsministerium Donnerstag an die Landräte und Oberbürgermeister verschickt hat. Zuvor hatte der Thüringische Landkreistag mehr Flexibilität für das Öffnen und Schließen von Schulen gefordert

Schleiz | Kindergärten und Schulen im Saale-Orla-Kreis weiter zu

Im Saale-Orla-Kreis bleiben Kindergärten und Schulen weiter geschlossen. Wie ein Sprecher des Landratsamtes sagte, dürfen die Einrichtungen vorerst nur eine Notbetreuung anbieten. Für den Saale-Orla-Kreis sei die Sieben-Tage-Inzidenz zwar am Freitag auf unter 200 gesunken. Das liege aber an einer verspäteten Datenmeldung an das Robert-Koch-Institut. Tatsächlich habe das Gesundheitsamt 59 Neuinfektionen für den Saale-Orla-Kreis gemeldet. Das sei der höchste Tageszuwachs seit Januar. Die meisten neuen Coronafälle habe es in Bad Lobenstein (12), Schleiz (11) und Saalburg-Ebersdorf (7) gegeben. Der Saale-Orla-Kreis hat deshalb auch seine Allgemeinverfügung bis zum 1. April verlängert. Damit bleibt die nächtliche Ausgangssperre von 22 Uhr bis fünf Uhr bleibt bis dahin bestehen.

Sonneberg | Landkreis hebt Katastrophenfall auf

Der Landkreis Sonneberg hebt den Katastrophenfall wieder auf. Das gilt laut Landratsamt ab Freitagnacht 24 Uhr. Die pandemische Lage habe sich deutlich entspannt. Der Katastrophenfall war Ende Dezember festgestellt worden. Damit konnten die Behörden unter anderem den Einsatz ehrenamtlicher Helfer rechtlich sichern.

Themen-woche | "Mutmacher in Corona-Zeiten"

Ein Jahr lang hat der MDR Menschen aus Mitteldeutschland mit ihren Sorgen und Hoffnungen währende der Corona-Pandemie begleitet und sie unterstützt. In einer trimedialen Themenwoche vom 15. bis 21. März werden Missstände thematisiert, Pandemien der Vergangenheit erforscht, aber genauso Perspektiven aufgezeigt und Mut gemacht.

Greiz | Menschen mit Impfpriorität 3 dürfen sich impfen lassen

Ab sofort können sich mehr Menschen aus dem Landkreis Greiz gegen Corona impfen lassen. Wie das Thüringer Gesundheitsministerium mitteilte, wird die Impfpriorität 3 für den Corona-Hotspot geöffnet. Gesundheitsministerin Heike Werner sagte, die Entwicklung der Infektionszahlen im Kreis sei besorgniserregend. Die Sieben-Tage-Inzidenz liege bei 380. Aufgrund der zu geringen Impfstofflieferungen könnten aber keine zusätzlichen Impfdosen an den Landkreis gegeben werden, so Werner.

Zur Impf-Gruppe drei gehören alle Menschen über 60 sowie jüngere Menschen mit bestimmten Krankheiten oder Berufen, zum Beispiel Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel, alle Lehrer sowie Apotheker. Impftermine können weiterhin über das Online-Portal gebucht werden. Bis Ende März sind fast alle Termine ausgebucht. Nur in Gera wird es in der letzten Märzwoche noch einmal 10.000 Termine geben. Die nächsten Termine ab April können freigeschaltet werden, sobald der Freistaat neue Impfdosen bekommt.

Thüringenweit gilt bei Impfungen die Priorität 2. Damit sind die über 70-Jährigen sowie Menschen mit Vorerkrankungen und Angehörige bestimmter Berufsgruppen impfberechtigt.

Jena | Corona-Schnelltests für alle - nicht nur für Bewohner

Die Stadt Jena bietet ab sofort kostenlose Corona-Schnelltests für alle Interessenten an. Das hat der Krisenstab am Freitag entschieden. Wie ein Stadtsprecher sagte, können damit auch Bewohner aus dem Umland diesen Service in den drei Schnelltestzentren nutzen. Bislang waren dort nur Menschen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Jena zugelassen, was zu vielen Diskussionen geführt habe. Wie das Angebot angenommen wird, bleibe abzuwarten, so der Sprecher. In dieser Woche haben sich täglich über 100 Personen freiwillig testen lassen. Die drei Testzentren befinden sich in der Ernst-Schneller-Straße 10 in Lobeda sowie im Stadtzentrum im F-Haus und im Garten der Gaststätte "Zur Noll".

Saale-Orla-Kreis | Kostenlose Corona-Schnelltests ab Ende kommender Woche

Im Saale-Orla-Kreis wird es kostenlose Corona-Schnelltests erst ab Ende nächster Woche geben. Wie das Landratsamt mitteilte, werden zunächst in vier Städten im Landkreis Teststationen öffnen. Wo genau, müsse in den nächsten Tagen noch geklärt werden. Die Bürger sollen sich dann einmal in der Woche kostenlos testen lassen können.

Wartburg-kreis | 17 Personen bei Massentests positiv getestet

Bei den Massentests im südlichen Wartburgkreis sind 17 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Landratsamt Wartburgkreis am Freitagmittag mit. In Dermbach wurden 500 Menschen getestet, dabei wurden sieben positive Fälle ermittelt. In Wiesenthal waren von 150 getesteten Personen zehn positiv. Auf 20 Testergebnisse aus beiden Orten werde derzeit noch gewartet, so das Landratsamt. Das Gesundheitsamt hatte die Tests organisiert, weil sich die Region im Feldatal zum Corona-Hotspot entwickelt hatte.

Thüringen | Landtag beschließt Erstattung von Kita- und Hort-Beiträgen

Der Thüringer Landtag hat den Weg frei gemacht für eine Erstattung der Kindergarten- und Hortgebühren. Ein entsprechendes Gesetz wurde mit den Stimmen von Linke, SPD, Grünen, CDU und FDP beschlossen. Die AfD-Fraktion enthielt sich der Stimme.

Die Erstattung der Kindergartengebühren ist in dem neuen Gesetz genau geregelt. So bekommen Eltern mit Anspruch auf Notbetreuung das Geld nur zurück, wenn sie ihre Kinder maximal zehn Tage pro Monat in den Kindergarten geschickt haben - bis zu fünf Tage davon in die Notbetreuung. Eltern ohne Anspruch auf Notbetreuung wird das Geld erstattet, wenn die Einrichtung mehr als 15 Kalendertage pro Monat geschlossen war und die Schließung vom Land angeordnet wurde. Das Gleiche gilt für Schulhorte. Außerdem bekommen Eltern, die ihre Kinder in freien Schulen unterrichten lassen, pro Monat einen Ausgleich von 48 Euro, wenn die Ganztagsbetreuung mehr als 15 Tage pro Monat geschlossen war. Das Gesetz gilt bis Ende dieses Jahres.

Thüringen | Rund 70 Hausarztpraxen bei Pilotprojekt "Corona-Impfung" dabei

Bis zu 70 Hausarztpraxen in Thüringen werden sich am Pilotprojekt "Corona-Impfung" beteiligen. Nach Angaben des Thüringer Gesundheitsministeriums ist der Start für die zwölfte Kalenderwoche geplant. Annette Rommel, Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen, sagte, in der kommenden Woche werde der Impfstoff geliefert. Die Hausärzte setzten sich dann direkt mit ihren Patienten in Verbindung. Nicht alle 70 Hausärzte sollen von Anfang an dabei sein. Wie genau die Staffelung ist, werde noch bekannt gegeben.

Haubinda | Hermann-Lietz-Schule kauft 2.000 Selbsttest für Schüler

Die Hermann-Lietz-Schule in Haubinda im Landkreis Hildburghausen hat für die Schüler 2.000 Corona-Selbsttests gekauft. Wie Schulleiter Burkard Werner MDR THÜRINGEN bestätigte, sollen ab Montag alle 400 Schüler wieder in den Präsenzunterricht kommen. Dafür müssten sie den Test zu Hause machen. Die Schule hat rund 11.000 Euro ausgegeben. Die 119 Internatsschüler werden vor Ort von geschultem Personal getestet. Die Hermann-Lietz-Schule ist eine Internatsschule in freier Trägerschaft. In sozialen Netzwerken hat sie für die Finanzierung der Schnelltests zu Spenden aufgerufen. Zuerst hat das "Freie Wort" berichtet.

Thüringen | Impfzentrum für Südwestthüringen gefordert

Drei Landkreise in Südwestthüringen und die Stadt Suhl haben in einem gemeinsamen Brief an Ministerpräsident Bodo Ramelow schnellstmöglich ein Impfzentrum für die Region gefordert. Erst Mitte April solle in Südwestthüringen ein Impfzentrum eingerichtet werden, in anderen Regionen werde dagegen Wochen vorher in großem Stil geimpft, heißt es in dem Schreiben. Viele alte Menschen müssten nach Erfurt zum Impfen fahren, weil sie in ihren Regionen keine Termine bekämen. Das in Meiningen geplante Impfzentrum müsse früher geöffnet werden, weitere Kapazitäten müssten schnell geschaffen werden, heißt es.

Der Kommunikationspolitik des Landes stellten die Unterzeichner ein vernichtendes Zeugnis aus - sie sei "unterirdisch". Man vermisse jegliche Unterstützung vom Land. Es könne nicht sein, dass in anderen Bundesländern seit Monaten kostenlose Schnelltests an die unteren Gesundheitsbehörden verteilt würde, das Bundesland mit den höchsten Inzidenzen aber keinerlei Hilfe anbiete. Ebenso wenig könne sein, dass noch immer nicht alle Pflegeheime durchgeimpft sind und Gruppen mit dem höchsten Risiko für schwere und tödliche Verläufe nicht geschützt werden könnten.

Unterzeichnet wurde das Schreiben von Landrätin Peggy Greiser (Schmalkalden-Meiningen), Landrat Thomas Müller (Hildburghausen), Landrat Reinhard Krebs (Wartburgkreis) und Oberbürgermeister André Knapp (Stadt Suhl).

Hildburg-hausen | Schulen öffnen von der ersten bis zu sechsten Klasse

Im Landkreis Hildburghausen öffnen am Montag die Schulen von der ersten bis zu sechsten Klasse. Wie ein Sprecher des Landratsamtes Hildburghausen sagte, läuft der Unterricht dann im eingeschränkten Regelbetrieb. Für die Klassen sieben bis neun werde noch nach Lösungen gesucht. Dafür werde gerade eine neue Strategie erarbeitet. Eventuell könnten dabei Corona-Schnell- oder Selbsttests helfen.

Thüringen | Kommunen sollen künftig selbst über Schulöffnung entscheiden

In Thüringen sollen Landkreise und kreisfreie Städte in Zukunft selbst über Schulöffnungen oder -schließungen wegen der Corona-Inzidenz entscheiden. Das geht aus einem gemeinsamen Schreiben des Gesundheitsministeriums und des Bildungsministeriums an die Kreise und kreisfreien Städte hervor, das MDR THÜRINGEN vorliegt. Demnach entfällt die bisherige Regelung, wonach Schulen ab einer Inzidenz von 200 geschlossen werden müssen. Nun gilt nur noch die Empfehlung: Schließen, wenn die Inzidenz über 150 steigt. Neu ist auch, dass Regeln nicht immer für einen ganzen Landkreis getroffen werden müssen. Stattdessen kann kleinteiliger entschieden werden. Zum Beispiel könnten nur die Schüler ab 5. Klasse in das häusliche Lernen geschickt werden oder nur die Schüler in einer Gemeinde. Die Regelung gilt für allgemeinbildende und Berufsschulen.

Die Landkreise wurden am Freitag über diese neuen Möglichkeiten informiert. Jetzt müssen sie diese in ihren Allgemeinverfügungen umsetzten. Erst dann sind sie gültig. An der bisherigen Regelung hatte es viel Kritik geben. So hatten etwa der Landkreistag und der Landrat des Wartburgkreise, Reinhard Krebs, mehr eigene Entscheidungsfreiheit gefordert.

Deutsch-land und die Welt | Überregionale Corona-Nachrichten

Über die überregionalen Entwicklungen zur Corona-Pandemie halten Sie auch unsere Kollegen von MDR AKTUELL auf dem Laufenden. Hier geht's zum Ticker:

Thüringen | 80 Millionen Euro Finanzhilfe für Kommunen - Langzeitstudiengebühren werden ausgesetzt

Die Kommunen in Thüringen bekommen vom Land weitere 80 Millionen Euro Finanzhilfe. Das hat der Thüringer Landtag beschlossen. Das Geld soll Gewerbesteuerausfälle der Kommunen durch die Corona-Pandemie ausgleichen. Schon im letzten Jahr hatte die Landesregierung über 200 Millionen Euro als Finanzhilfen gewährt. Der neue Zuschuss soll vor allem Finanzlöcher stopfen, die im Lauf dieses Jahr auftreten.

Außerdem beschloss der Landtag Änderungen am Hochschulrecht. Wegen Corona werden die Langzeitstudiengebühren für das vergangene Sommersemester und für das laufende Wintersemester ausgesetzt.

Erfurt | Konzept für Shopping-Experiment liegt noch nicht vor

Die Stadt Erfurt hat für eine Ladenöffnung in der kommenden Woche noch kein endgültiges Konzept beim Land eingereicht. Wirtschaftsdezernent Steffen Linnert nannte es verwunderlich, dass das Land das Konzept bereits kritisiere. Linnert sagte MDR THÜRINGEN, Oberbürgermeister Andreas Bausewein habe lediglich grobe Pläne eingereicht. Das abgestimmte Konzept werde noch am Freitag ans Thüringer Gesundheitsministerium gegeben.

Thüringen | Landtag beschließt Gesetz für Wahlen unter Corona-Bedingungen

Der Thüringer Landtag hat ein Wahlgesetz für eine Landtagswahl unter Corona-Bedingungen beschlossen. Demnach können Parteien etwa ihre Kandidaten bei Online-Tagungen oder per Briefwahl aufstellen. Wenn die Parteien es wollen, kann das aber auch bei Präsenzveranstaltungen geschehen. Das Gesetz sieht auch vor, dass die Zahl der nötigen Unterstützer-Unterschriften für Kandidaten halbiert wird. Außerdem kann der Landeswahlleiter für Regionen, in denen ein Gesundheitsnotstand festgestellt wurde, eine reine Briefwahl anordnen.

In Thüringen wird am 26. September dieses Jahres ein neuer Landtag gewählt. Geplant ist, dass der Landtag am 19. Juli seine Selbstauflösung beschließt.

Saalfeld | Landrat Wolfram: Schulen sollten auch ab Klasse 7 öffnen

Der Landrat von Saalfeld-Rudolstadt, Marko Wolfram, fordert Schulöffnungen für Schüler ab der siebten Klasse. Wolfram sagte, der Inzidenzwert dürfe nicht das alleinige Kriterium sein. Er fordere eine Abkehr von der starren Regel, so Wolfram. Dafür müssten andere relevante Daten berücksichtigt werden wie die Impfquote besonders gefährdeter Gruppen und die Auslastung der Krankenhäuser. Familien, deren Kinder seit Dezember zu Hause lernen, müssen laut Wolfram schnell entlastet werden. Den Eltern sei nicht zu vermitteln, dass es für jüngere Schüler Präsenzunterricht gibt, für ältere aber nicht.

Sonneberg | Landkreis will Läden ab Montag öffnen

Der gesamte Landkreis Sonneberg will ab Montag Modellregion sein und die Läden öffnen. Einen entsprechenden Antrag hat Vizelandrat Jürgen Köpper beim Thüringer Gesundheitsministerium gestellt. Darin heißt es, die ländlich geprägte Region sei nicht vergleichbar mit Städten wie Erfurt, Jena oder Weimar. Ein derart großer Andrang wie dort drohe im Kreis Sonneberg nicht. Wie Köpper sagte, sind die Unternehmer mit Hygienekonzepten gut vorbereitet. Das Modellprojekt könnte zudem wissenschaftlich begleitet werden, so sein Argument.

Apolda | Erstes Testzentrum im Weimarer Land mit großem Andrang eröffnet

Das erste Corona-Testzentrum im Weimarer Land ist nach Angaben der Organisatoren gut angenommen worden. Wie Apotheker Kai Herrmann MDR THÜRINGEN mitteilte, hätten seine Mitarbeiter von Beginn zu tun gehabt. Ein Post in den sozialen Netzwerken sei innerhalb kürzester Zeit 2.000 Mal geklickt und geteilt worden. Auch das zeige, wie groß das Interesse an den kostenlosen Corona-Schnelltests ist.

Am Freitagmorgen hatte das Zentrum in der Apotheke am Darrplatz seinen Betrieb aufgenommen. In der kommenden Woche wird in Buttelstedt ein zweites Testzentrum im Weimarer Land eröffnet.

Eine Mitarbeiter in Schutzkleidung im Corona-Testzentrum in der Apotheke am Darrplatz in Apolda
Die Apotheke am Darrplatz in Apolda ist das erste Corona-Testzentrum im Weimarer Land. Bildrechte: Nadine Herrmann

Thüringen | Ramelow sieht geplante Ladenöffnungen skeptisch

Viele Kommunen in Thüringen möchten ihre Corona-Maßnahmen lockern und Läden im Modell-Versuch wieder öffnen. Ministerpräsident Ramelow ist skeptisch: Viele Konzepte seien nicht schlüssig und die Inzidenzen immer noch zu hoch.

Jena | Stadt will Öffnungszeiten der Testzentren wegen hoher Nachfrage ausweiten

In den zwei Schnelltestzentren in Jena haben sich seit Montag mehr als 600 Personen auf Corona testen lassen. Wie die Stadt mitteilt, fielen sechs Tests positiv aus und wurden danach mit einem PCR-Test überprüft und bestätigt. Wegen der großen Nachfrage hat der Krisenstab beschlossen, die Öffnungszeiten der beiden Testzentren in Lobeda und im F-Haus im Stadtzentrum ab sofort zu erweitern. Zusätzlich steht ab Freitag eine weitere Teststation im Noll-Garten bereit. Laut Krisenstab besteht dort von Montag bis Samstag in der Zeit von 10 bis 14 Uhr die Möglichkeit zum kostenlosen Schnelltest. Das gilt allerdings nur für Personen, die in Jena wohnen oder einen Nebenwohnsitz haben.

Weimar | Geplante Ladenöffnung ab Montag ungewiss

Das geplante Ladenöffnungskonzept in Weimar kann am Montag offenbar noch nicht starten. Wie Bürgermeister Ralf Kirsten MDR THÜRINGEN sagte, fordert das Gesundheitsministerium Nachbesserungen. Dass die Korrekturen noch am Freitag bestätigt werden, gilt als unwahrscheinlich.

Suhl | Kostenfreie Corona-Schnelltests ab Samstag

In Suhl können sich die Einwohner bereits ab Samstag kostenfrei auf das Coronavirus testen lassen. Wie der Oberbürgermeister André Knapp MDR THÜRINGEN sagte, werden dafür im Foyer des Congress Centrums die Räume vorbereitet. Ursprünglich sollte in Suhl erst ab Montag getestet werden. Eine Anmeldung zum Test ist nicht notwendig. Jeder Suhler kann sich ab einmal pro Woche von geschultem Personal kostenfrei per Antigen-Schnelltest auf Corona testen lassen. Sollte das Ergebnis positiv sein, wird gleich vor Ort ein PCR-Test veranlasst.

Thüringen | Zahl der jüngeren Corona-Patienten auf Intensivstationen steigt

Zu Beginn der Corona-Pandemie mussten vor allem Covid-19-Patienten mit hohem Alter auf Intensivstationen behandelt werden. Inzwischen kümmert sich das Krankenhauspersonal in Thüringen immer häufiger um jüngere Menschen.

Unstrut-Hainich-Kreis | Zwei neue Testzentren in Mühlhausen und Bad Langensalza

Im Unstrut-Hainich-Kreis öffnen zwei neue Zentren für Corona-Schnelltests in Mühlhausen und Bad Langensalza. Am Freitagvormittag geht zunächst ein Testzentrum in Mühlhausen in der Windeberger Landstraße an den Start. Dort soll von 11 bis 13 Uhr getestet werden. Ab kommenden Montag hat das Zentrum dann außer donnerstags täglich ab 13 Uhr geöffnet. Donnerstags wird erst ab 16 Uhr getestet. Anmeldungen sind online oder unter der Telefonnummer 0151-161327189 möglich. Das Testzentrum in Bad Langensalza öffnet am kommenden Mittwoch in der Gothaer Landstraße 15. Die dortigen Öffnungszeiten werden noch bekannt gegeben. Beide Zentren werden vom DRK betrieben.

Buttelstedt | Kulturhaus wird Testzentrum

Das Kulturhaus in Buttelstedt im Weimarer Land wird zum Corona-Testzentrum umfunktioniert. Wie der Bürgermeister der Gemeinde Am Ettersberg, Thomas Heß, mitteilte, soll das Zentrum am kommenden Donnerstag eröffnen. Geplant sei, dort zweimal pro Woche den Bürgern der Region kostenlose Schnelltests anzubieten. Reiche das Angebot nicht aus, könnten die Öffnungszeiten ohne Probleme erweitert werden, so Heß. Gemeinde und Gesundheitsamt haben das DRK für das Testzentrum beauftragt.

Der Corona-Überblick aus Thüringen von Donnerstag

Quelle: MDR THÜRINGEN/the, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 12. März 2021 | 19:00 Uhr

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