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Krankenpfleger versorgen im SRH-Waldklinikum in Gera einen Corona-Patienten auf der Intensivstation. Erstmals seit langem sank die Zahl der Intensivpatienten in ganz Thüringen auf unter 100. Bildrechte: dpa

25.01.2022Corona-News vom 25. Januar: Weniger als 100 Intensivpatienten in Thüringen

von MDR THÜRINGEN

Stand: 25. Januar 2022, 19:40 Uhr

+++ Zahl der Intensivpatienten in Thüringen sinkt +++ Verband warnt vor Pflegekollaps +++ Handwerkskammer fordert 3G für Friseur und Kosmetik +++ Die Corona-News für Thüringen im Überblick +++

So geht es weiter | Der Ticker vom 26. Januar

Hier lesen Sie den aktuellen Ticker zu den Corona-News vom 26. Januar in Thüringen.

Weimar | Mon Ami bleibt Impfstelle

Das Weimarer Kulturzentrum Mon Ami bleibt vorerst Impfstelle. Nach Rücksprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung möchte Oberbürgermeister Peter Kleine (parteilos) das Haus bis Mitte des Jahres dafür nutzen. Sollte der Bedarf abflauen, könne neu verhandelt werden. Veranstaltungen im Mon Ami werde es bis dahin nur im Obergeschoss und dem Kulturhof geben.

Laut Mon Ami würden ohnehin viele Künstler Auftritte absagen. Die Unsicherheit sei weiterhin groß, hieß es. Aktuell hat sich das Deutsche Nationaltheater mit einer Aufführung über die "Klaus Renft Combo" im Saal eingemietet. Eine erste eigene Veranstaltung hat das Kulturzentrum für den 11. Februar geplant. Dann ist Autor Max Goldt mit einer Lesung Gast.

Wartburg­kreis | Nur 364 Impfungen bei Landkreis-Kampagne

Bei der Impfkampagne des Wartburgkreises hat es bisher relativ wenige Erstimpfungen gegeben. Lediglich 364 von knapp 6.600 Menschen ließen sich nach Angaben des Landkreises erstmals immunisieren. Insgesamt nutzten etwa vier Prozent der Bewohner seit Mitte Dezember die Angebote des Landkreises.

Fast zwei Drittel kamen mit einem Termin ins kommunale Impfzentrum in Eisenach, rund 2.600 besuchten die 17 Sonderaktionen des mobilen Impfteams ohne Termin in verschiedenen Orten des Landkreises. Landrat Reinhard Krebs (CDU) zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn er sich gewünscht habe, dass noch mehr Ungeimpfte den Mut gefunden hätten, sich schützen zu lassen.

Thüringen | Offene Fragen bei berufsbezogener Impfpflicht

Bei der geplanten berufsbezogenen Impfpflicht gibt es nach Ansicht von Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) noch einige offene Fragen. Das Bundesinfektionsschutzgesetz lasse Spielraum für Interpretationen. Etwa bei den Fragen, ob gegen ungeimpfte Mitarbeiter ein Betretungsverbot erlassen werden müsse oder wie die Gesundheitsämter der Kommunen auf eine Personalnot in einem Krankenhaus reagieren sollten. Laut Werner haben die Gesundheitsminister der Länder die Bundesregierung aufgefordert, dort für Klarheit zu sorgen.

Werner warnte zudem davor, bei der aktuellen Omikron-Welle auf einen milden Verlauf zu vertrauen. Noch sei schwer absehbar, in welche Richtung sich die Pandemie entwickle. Die Zahlen zeigten zwar, dass insbesondere in den Großstädten weniger Menschen schwer erkrankten und auch nicht im Krankenhaus behandelt werden müssten. Andererseits steige zurzeit in den USA die Zahl der Corona-Toten extrem an. Die USA seien vergleichbar mit Deutschland, mit einer ähnlichen Impfquote und einem ähnlich großen Anteil an Älteren in der Bevölkerung. 

Erfurt | Banksy-Ausstellung darf definitiv öffnen

Die Banksy-Ausstellung in Erfurt kann definitiv am Donnerstag eröffnet werden. Der Pandemiestab der Stadt gab am Dienstag endgültig grünes Licht, wie eine Sprecherin der Stadt MDR THÜRINGEN sagte. Zuvor hatte bereits Kulturdezernent Tobias Knoblich einen pünktlichen Start in Aussicht gestellt. Da es sich um eine reine Kunstausstellung handle, stehe die Corona-Verordnung des Landes dem nicht entgegen.

Mittel-deutschland | Keine Lockerungen für mehr Zuschauer in Stadien

Bund und Länder setzen bei überregionalen Großveranstaltungen auf eine Fortführung der bestehenden Corona-Maßnahmen, das ist das Ergebnis der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Bundeskanzler Olaf Scholz am Montag. Damit bleiben die Zuschauer-Regelungen im Profisport in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vorerst unverändert.

Deutschland | Nachgerechnet: Was kosten Corona-Patienten?

Zum Höhepunkt der vierten Welle im Dezember 2021 lagen über 1.000 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Was kostet die Behandlung? Ein Kostencheck:

Thüringen | Zahl der Intensivpatienten in Thüringen sinkt

In Thüringen liegt die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten erstmals seit vielen Wochen wieder unter 100. Die Vereinigung der deutschen Intensiv- und Notfallmediziner (Divi) meldete am Dienstagvormittag 90 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen. In der vergangenen Woche waren es noch mehr als 120, seit Wochenbeginn ist die Zahl deutlich gesunken.

Am Dienstag mussten laut Divi 49 Covid-19-Patienten beatmet werden. Von 643 betreibbaren Intensivbetten in Thüringen waren am Dienstag 129 frei. Der Anteil an freien Betten auf Intensivstationen ist in Thüringen mit rund 20 Prozent der bundesweit höchste.

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Suhl/ Hildburg-hausen | Handwerkskammer für 3G statt 2G bei Friseur und Kosmetik

Die Handwerkskammer Südthüringen fordert weniger strenge Corona-Regeln in Friseur- und Kosmetiksalons. Ein Sprecher sagte, die Branche sei kein Pandemietreiber. Die Kammer sei daher für eine 3G-Lösung bei körpernahen Dienstleistungen.

Wenn alle eine Maske trügen und entweder geimpft, genesen oder getestet seien, müsse ein Normalbetrieb wieder möglich sein, so der Präsident der Handwerkskammer, Lutz Koscielsky. Es sei auch nicht richtig, ungeimpfte und nicht genese Kunden dauerhaft von Angeboten zur Körperpflege auszuschließen.

Thüringen | Verbände warnen wegen Impfpflicht vor Pflegekollaps

Pflegeverbände warnen wegen der branchenbezogenen Impfpflicht vor einem Zusammenbruch der Versorgung in Thüringen. In einer Mitteilung des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) heißt es, in Regionen mit hohen Infektionszahlen und niedrigen Impfquoten könne die Situation sehr prekär werden. Die betroffenen Bundesländer - genannt wird neben Thüringen auch Sachsen - müssten schnell konkrete Vorkehrungen treffen, um die Pflege über den 15. März hinaus abzusichern.

Vorgeschlagen werden zum Beispiel temporäre Pflege-Krisenstäbe. Schon einzelne Beschäftigte, die dem Beruf den Rücken kehren, brächten die Versorgung in Gefahr, heißt es.

Zahl der Erwerbstätigen sinkt wegen Corona weiter

Das dritte Jahr in Folge ist die Zahl der Erwerbstätigen in Thüringen zurückgegangen. Das Statistische Landesamt meldete für 2021 rund 6.300 weniger Beschäftigte als für das Vorjahr. Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 sank die Zahl sogar um 25.800 Frauen und Männer. Der Rückgang fällt in Thüringen mit minus 2,5 Prozent stärker aus als im Bundesdurchschnitt, der mit einem Minus von 0,8 Prozent angegeben wird. Erfasst wurden für die Statistik nur Erwerbstätige, die ihren Arbeitsort in Thüringen haben. Auspendler in andere Bundesländer blieben unberücksichtigt, Einpendler wurden mitgezählt.

Greiz | Impfen ohne Termin in Vogtlandhalle

Corona-Schutzimpfungen ohne Termin werden am Dienstag in der Vogtlandhalle Greiz angeboten. Wie Bürgermeister Alexander Schulze (pl) mitteilte, wird ab 13 Uhr der Impfstoff von Biontech verabreicht. Zur Impfung müssen Personal- und Impfausweis sowie die Krankenkassenkarte mitgebracht werden. Im Dezember hatte die Stadtverwaltung bereits zwei solcher Impfaktionen organisiert. Dabei hatten sich insgesamt 500 Menschen impfen lassen. Wenn möglich, soll vorab der Anamnesebogen von der Homepage der Stadt Greiz herunterladen und ausgefüllt mitgebracht werden.

Thüringen | Die Corona-News vom 24. Januar 2022

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Quelle: MDR/dpa (jml)

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 24. Januar 2022 | 19:00 Uhr