Pandemie-Ticker Corona-News vom 10.03.2021: Knapp 500 Menschen bei Corona-Massentest in Dermbach

+++ Eigene Lockdown-Strategie in Weimar +++ SMS-Festival auch 2021 abgesagt +++ Impfzentren in Gera und Erfurt öffnen +++ Corona-Bonus für Wahlhelfer +++ Die Corona-News für Thüringen im Überblick +++

Medizinisches Personal empfängt in der Schlosshalle in Dermbach Menschen für Coronatests.
In der Schlosshalle in Dermbach wurden am Mittwoch knapp 500 Menschen auf Corona getestet. Bildrechte: MDR/Isabelle Fleck

Ticker-Ende

Wir beenden diesen Ticker und wünschen Ihnen eine gute Nacht.

Deutsch-land und die Welt | Der Ticker von MDR AKTUELL

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat eine geänderte Impfverordnung vorgelegt. Das Bundeskabinett verlängert die Regelungen zum Homeoffice bis Ende April. Biontech liefert der EU zusätzliche Impfdosen. Mehrere große Open-Air-Festivals sind erneut abgesagt worden. Aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im MDR-AKTUELL-Ticker:

Thüringen | Neue App soll Suchtkranken helfen

Corona verschärft Alkohol- und Drogenprobleme, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen sind überlaufen oder ausgesetzt. Dafür gibt es jetzt eine helfende App von Thüringer Lotsennetzwerk und der Techniker-Krankenkasse.

Thüringen | Landtag: Aktuelle Stunde zur neuen Corona-Verordnung

Im Landtag wurde die kommende Corona-Verordnung diskutiert. Die ist kein Gesetz, die Abgeordneten müssen oder können darüber nicht abstimmen. Was drin steht, sorgt dennoch für Stimmung.

Thüringen | Ernüchternde Umsatz-Bilanz in den Autohäusern

Die Autohäuser in Thüringen waren bundesweit die einzigen, die den Kfz-Verkauf trotz Lockdown ohne Auflagen weiterbetreiben durften. Die Ergebnisse fallen nach knapp zweieinhalb Monaten trotzdem ernüchternd aus.

Thüringen | Erfurter Shopping-Experiment unter kreisfreien Städten umstritten

Die Idee für eine zeitlich begrenzte Wiederöffnung des Einzelhandels in der Landeshauptstadt stößt auf viel Kritik. Unterstützung erhält Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein hingegen aus Nordhausen.

Nord-hausen | Corona-Bonus für Wahlhelfer

Die Stadt Nordhausen zahlt Wahlhelfern bei der Landtagswahl mehr Aufwandsentschädigung. Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, werden für die Wahl am 25. April etwa 400 Wahlhelfer gebraucht. Da die Bedingungen aber wegen der Corona-Pandemie schwieriger seien, bekämen Wahlvorsteher und -helfer auch mehr Geld. Konkret seien das 75 bis 85 Euro pro Tag. Insgesamt müssen 42 Wahllokale besetzt werden. Wer Interesse an dem freiwilligen Einsatz hat, solle sich bei der Stadtverwaltung melden, heißt es.

Heiligen-stadt | Bis Juli kein Kreistag

Bis Juli wird es im Eichsfeld keine Kreistagssitzungen geben. Wie Sprecherin Ingelore Hennecke sagte, wurde die für Ende März geplante Sitzung wegen der hohen Corona-Inzidenzwerte abgesagt. Weil es derzeit keine dringenden Beschlussvorlagen gebe, sei auch der Termin im Mai gestrichen worden. Der Kreisausschuss soll laut Hennecke aber regelmäßig tagen, um Aufträge zu vergeben.

Kyffhäuser-kreis | Kindergärten öffnen, Schulen teilweise

Im Kyffhäuserkreis öffnen am Donnerstag die Kindergärten wieder. Auch der Unterricht für die Klassenstufen 1 bis 6 ist in festen Lerngruppen wieder möglich, wie das Landratsamt am Mittwoch informierte. Festgelegt wurde das in der neuen Allgemeinverfügung, die ab Donnerstag gilt.

Schüler der Klassenstufen 7 bis 12 müssen zunächst weiterhin zuhause unterrichtet werden, auch berufsbildende Schulen und Internate bleiben noch geschlossen. Sie dürfen erst wieder öffnen, wenn der Inzidenzwert im Landkreis eine Woche lang unter der 100er-Marke bleibt. Eine Sonderregelung gilt für Schüler mit speziellem Hilfsbedarf und Abschlussklassen bzw. Prüfungsteilnehmer.

Thüringen | Jeder zehnte Gewerbemieter beantragt Mietnachlass

Jeder zehnte Gewerbemieter in Thüringen hat im vorigen Jahr wegen der Corona-Pandemie Mietnachlass beantragt. Das geht aus Angaben des Verbands der Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (vtw) hervor. Als Grund gaben die Geschäftsinhaber demnach an, die Miete wegen verzögerter oder ausfallender Corona-Hilfen nicht zahlen zu können. Bei den privaten Haushalten sei das Problem deutlich geringer - nur etwa ein Prozent der Mieter habe um Zahlungsaufschub gebeten.

Dem Verband gehören 219 Unternehmen an, darunter 178 kommunale Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften. Diese vermieten nach Verbandsangaben rund 265.200 Wohnungen sowie etwa 3.000 Gewerbeobjekte.

Gotha | Gothardusfest auch abgesagt

Die Stadt Gotha hat das Gothardusfest 2021 abgesagt. Das Stadtfest war für den 30. April bis 2. Mai geplant. Wie die KulTourStadt Gotha GmbH mitteilte, sei bei der derzeitigen Lage eine solche Großveranstaltung weder planbar noch umsetzbar. Man hoffe jetzt auf das kommende Jahr, hieß es. Dann sollen 600 Jahre Gothardusfest gefeiert werden. Geplant ist das Stadtfest dann für den 6. bis 8. Mai 2022.

Thüringen | Wieder mehr aktive Coronainfektionen im Freistaat

Am Mittwoch ist die Zahl der aktiven Corona-Infektionen in Thüringen wieder gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten am Mittwoch 5.875 Fälle. Das sind 311 mehr als am Dienstag und 650 mehr als vor zwei Wochen. 25 weitere Menschen starben demnach an oder mit dem Virus, 263 weitere gelten als genesen. Der Inzidenzwert liegt etwas unter dem Niveau vom Dienstag: Er liegt laut Robert-Koch-Institut bei 134 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.

Dermbach | Knapp 500 Menschen bei Corona-Massentest

In Dermbach im Wartburgkreis haben sich am Mittwoch 489 Menschen auf das Corona-Virus testen lassen. Schon zu Beginn standen sie in einer langen Schlange vor der Schlosshalle an. Das Landratsamt hatte zu dem kostenlos Massentest eingeladen, da sich Dermbach in den letzten Tagen zu einem Hotspot entwickelt hatte.

Mit den Tests sollen vor allem Infizierte aufgespürt werden, die bisher keine Symptome zeigten. Am Donnerstag bietet das Gesundheitsamt eine weitere Testaktion im benachbarten Wiesenthal an. Sie beginnt um 9 Uhr in der Sporthalle und dauert bis 13 Uhr. Nach Angaben des Landratsamtes sind derzeit in Dermbach 74 Menschen aktiv infiziert, in Wiesenthal 40 Menschen.

Weimar | Gericht weist Eilantrag gegen Corona-Verordnung ab

Das Oberverwaltungsgericht hat den Eilantrag einer Weimarer Unternehmerin gegen die jüngste Corona-Verordnung des Landes abgewiesen. Die Betreiberin eines Figurstudios hatte sich auf die Ungleichbehandlung der verschiedenen Branchen berufen. Friseure dürften öffnen, körpernahe Dienstleitungen wie Kosmetikstudios hingegen nicht.

Die Gerichtsentscheidung sei ein Schlag ins Gesicht, teilte Klägerin Daniela Koch mit. Mit Blick auf die neue Verordnung, wonach alle körpernahen Dienstleistungen ab Montag wieder öffnen dürfen und geöffnete Bereiche in anderen Bundesländern, hätten die Richter auch anders entscheiden können, so Koch. Das Gericht überlässt es der Klägerin, in ein so genanntes Hauptsacheverfahren einzusteigen.

Altenburg | Doch keine neuen Corona-Fälle

Im Pflegeheim Magdalenenstift in Altenburg gibt es entgegen erster Angaben doch keine neuen Corona-Fälle. Wie das Landratsamt mitteilte, haben sich vier zunächst positiven Testergebnisse als falsch erwiesen. Die Zahlen würden entsprechend von Gesundheitsamt korrigiert, heißt es.

Meiningen | 300 Corona-Tests im Schnelltest-Bus

Im Schnelltest-Bus des Landkreises Schmalkalden-Meiningen sind seit Projektstart am Dienstag 300 Menschen auf Corona getestet worden. Keines der Ergebnisse fiel bisher positiv aus, teilte der Kreis mit. Am Donnerstag macht der Bus Station in Kühndorf, Obermaßfeld-Grimmethal, Sülzfeld und Henneberg. Am Freitag fährt er nach Roßdorf, Kaltenlengsfeld und Fischbach.

Greiz | Landrätin will Impfreihenfolge im Kreis aufheben lassen

Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) will die Impf-Reihenfolge im Landkreis aufheben lassen. Dafür fordert sie Unterstützung vom Land. Sie wünscht sich eigenen Angaben nach, ein Modell wie im benachbarten Vogtlandkreis in Sachsen. In diesem ist die Impfpriorisierung gänzlich aufgehoben worden. Zudem sei der Landkreis als Grenzregion prädestiniert für mehr Impfstoff von der EU.

Außerdem bittet sie das Land und die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen darum, den Hausärzten das Impfen zu erlauben. Der Landkreis hat Stand Mittwoch noch immer die thüringenweit höchste Inzidenz mit einem Wert von 289. Schulen und Kindergärten sind deshalb sei Montag geschlossen. Rund 65 Prozent der Infektionen werden der "breiten Masse" zugeschrieben. Die anderen Prozente verteilen sich auf Pflegedienste, Kindergärten und Schulen.

Erfurt | Landtag streitet über Corona-Krisen-Management

Der Thüringer Landtag hat über den richtigen Umgang mit der Corona-Krise gestritten. Die Fraktionen von CDU und FDP warfen der rot-rot-grünen Landesregierung vor, keinen verlässlichen Plan für einen Ausstieg aus dem Corona-Lockdown zu haben. Die Auflagen würden zu zögerlich oder nur in sehr kleinen Schritten gelockert. Die AfD forderte, die Lockdown-Politik zu beenden. Außerdem sprach sich die Fraktion gegen Corona-Massen-Tests aus. Damit werde die Gesellschaft gespalten. Vertreter von Linke, SPD und Grünen wiesen die Kritik zurück. Die Tests seien wichtig, um die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Nach Angaben von Malte Krückels (Linke), Staatssekretär in der Staatskanzlei, kann Thüringen aufgrund der hohen Infektionszahlen nicht als eines der ersten Bundesländer Verbote lockern. Es werde aber Öffnungen geben, die noch vor wenigen Wochen undenkbar gewesen seien. Laut Krückels soll das dadurch möglich werden, dass mehr getestet, mehr geimpft und die Kontakte besser nachverfolgt werden können.

Altenburg | Viele Behördengänge jetzt online möglich

Mit der neuen Webseite der Stadt Altenburg können ab Donnerstag viele Anträge online gestellt werden. Das mache die Verwaltung effektiver, sagte Oberbürgermeister André Neumann (CDU). Der Internetauftritt wurde von Studenten des "Fördervereins Regionale Entwicklung" gestaltet. Er ist deshalb für die Stadt Altenburg nahezu kostenfrei. Bis 2022 will Altenburg in die Digitalisierung der Verwaltung rund zwei Millionen Euro investieren. Der neue Internetauftritt ist ab Donnerstagmorgen online geschaltet. Rund 700 Einzel-Seiten wurden dafür bearbeitet.

Apolda | Corona in fünf Kinder- und Jugendeinrichtungen

In fünf Apoldaer Kinder- und Jugendeinrichtungen gibt es Corona-Fälle. Das hat das Landratsamt des Kreises Weimarer Land mitgeteilt. Darunter sind die Grundschule "Am Schötener Grund", das Kinder- und Jugendhaus "An der Glockengießerei" und die Kita "Zwergenland". Keines der Häuser musste geschlossen werden, hieß es. Allerdings seien insgesamt fünf Kindergartengruppen und auch eine Schulklasse in Quarantäne. Das Landratsamt meldete Mittwochnachmittag allein 20 neue Corona-Fälle. Laut Gesundheitsamt sind aktuell 176 Menschen im Kreis Weimarer Land aktiv infiziert.

Thüringen | 200 Unternehmen von Auszahlungsstopp betroffen

Von dem Auszahlungsstopp der Corona-Hilfen sind in Thüringen rund 200 Unternehmen betroffen. Das sagte Maret Montavon, Sprecherin der Thüringer Aufbaubank. Betroffen vom Auszahlungsstopp sind die Abschläge der so genannten Überbrückungshilfe III. Mit diesem Förderprogramm des Bundes soll den Unternehmen ein Teil der Fixkosten ersetzt werden.

Die Aufbaubank geht davon aus, dass der Bund die Abschläge ab Ende dieser Woche wieder auszahlt. Zuvor hatte das Bundeswirtschaftsministerium erklärt, dass die Abschlagszahlungen gestoppt werden mussten. Grund sei der Verdacht, dass die Hilfsgelder in mehreren Fällen auf betrügerische Weise erschlichen wurden.

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sagte, es sei bedauerlich, dass offensichtlich einige wenige Betrüger die Hilfsprogramme in Misskredit gebracht hätten. Der generelle Auszahlungsstopp müsse so schnell wie möglich wieder aufgehoben werden. Nach Angaben von Tiefensee wird das Land den Betrieben, die dringend auf die Abschläge angewiesen sind, mit Krediten aushelfen. Die Antragsfrist wurde dazu vom 15. auf dem 31. März verlängert.

Jena | Stadt besorgt wegen steigender Inzidenz

Angesichts steigender Infektionszahlen fordert die Stadt Jena schnellstmöglich Corona-Schnelltests in den Schulen. Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) und Enikö Bán, Leiterin des Gesundheitsamts, zeigten sich wegen der steigenden Inzidenz besorgt und sprachen von einer zweiten Pandemie.

Die ursprüngliche Virus-Variante hätte die Stadt gut in den Griff bekommen, aber die Mutationen sorgten jetzt für größere Hotspots insbesondere in Kindergärten. Dort nehme auch die ansteckendere südafrikanische Virus-Mutante Fahrt auf. Nitzsche forderte das Land auf, so schnell wie möglich Schnelltests in den Schulen zu ermöglichen. Nur so könnten weitere Hotspots verhindert werden. Jenas Sieben-Tage-Inzidenz ist seit vergangenem Freitag um 25 Punkte gestiegen. Sie liegt nun bei 74,1.

Bad Berka | Zentralklinik wieder im Regelbetrieb

Bad Berkas Zentralklinik ist in den Regelbetrieb zurück gekehrt. Wie eine Sprecherin mitteilte, sind nahezu alle OP-Säle wieder frei gegeben. Es stünden ausreichend Intensivbetten zur Verfügung. In den vergangenen Monaten waren etliche planbare Operationen zurück gestellt worden. Insbesondere der intensivmedizinische Bereich war aufgrund der vielen Corona-Patienten ausgelastet. Die Zentralklinik ist ein so genanntes Level-1 Krankenhaus, in dem schwerere Covid-19 Verläufe behandelt werden.

Weimar | Geschäfte sollen ab Montag wieder öffnen

In Weimar sollen ab kommenden Montag die Geschäfte wieder öffnen. Oberbürgermeister Peter Kleine (pl) hat dazu ein "Weimarer Modell zur Normalisierung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens" vorgestellt.

In Thüringen dürfen bisher nur Teile des Einzelhandels ab kommenden Montag öffnen. Für die Gastronomie gibt es noch keine Perspektive. Mit einem Inzidenzwert von 134 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Stand Mittwoch) hat Thüringen weiterhin den höchsten Inzidenzwert in Deutschland.

Erfurt | Erste Impfungen im großen Impfzentrum Mittelthüringen

Bis zu 10.000 Impfungen wöchentlich werden im neuen Impfzentrum Mittelthüringen in der Messe Erfurt verabreicht. Zunächst wird dort der Impfstoff Astrazeneca verabreicht. Für die kommenden zwei Wochen sind alle Termine ausgebucht.

Corona-Pandemie Impfzentrum Mittelthüringen nimmt in Erfurt Arbeit auf

Seit Mittwoch können sich Menschen in Thüringen auch im großen Impfzentrum auf der Erfurter Messe gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Termine für die ersten zwei Wochen sind bereits ausgebucht.

Blick in die Messehalle, wo zahlreiche Stühle stehen und Impfkabinen aufgebaut sind
Corona-Impfung statt Konzerte: Die Messehalle in Erfurt wurde in den vergangenen Tagen zum Impfzentrum Mittelthüringen aufgebaut. Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel
Blick in die Messehalle, wo zahlreiche Stühle stehen und Impfkabinen aufgebaut sind
Corona-Impfung statt Konzerte: Die Messehalle in Erfurt wurde in den vergangenen Tagen zum Impfzentrum Mittelthüringen aufgebaut. Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel
Ein Mann betritt die Messehalle in Erfurt. Hinweisschildern zeigen den Weg
Schilder weisen in der Messehalle den Besuchern den richtigen Weg. Geimpft wird nur, wer vorher online oder telefonisch einen Termin gebucht hat. Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel
Menschen sitzen in der Messehalle verteilt auf Stühlen und warten auf ihre Impfung
Zunächst gilt es, auf Stühlen zu warten, bis man in eine der zwölf Impfkabinen aufgerufen wird. Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel
Eine Frau mit Schutzkittel schaut in einer Halle mit Impfkabinen auf Anzeigetafeln
Anzeigetafeln rufen die Wartenden auf. Bis zu 10.000 Personen können in der Messe Erfurt wöchentlich geimpft werden. Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel
Menschen warten in einer Halle auf Stühlen
Momentan bekommen nur Menschen nach einer bestimmen Priorisierung einen Impftermin. Der Freistaat hofft auf weitere große Impflieferungen. Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel
Zwei Frauen sitzen an einem Tisch, vor ihnen Schachteln mit dem Impftsof Astra-Zeneca
Geimpft wird in der Messe zunächst mit dem Impfstoff Astrazeneca. Der ist laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) jetzt auch für Über-80-Jährige zugelassen. Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel
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Kyffhäuser-kreis | Kitas öffnen wieder, Präsenzunterricht bis Klasse 6

Im Kyffhäuserkreis öffnen am Donnerstag die Kindergärten wieder. Auch der Unterricht für die Klassenstufen 1 bis 6 ist in festen Lerngruppen wieder möglich, wie das Landratsamt am Mittwoch informierte. Festgelegt wurde das in der neuen Allgemeinverfügung, die ab Donnerstag gilt.

Schüler der Klassenstufen 7 bis 12 müssen zunächst weiterhin zuhause unterrichtet werden, auch berufsbildende Schulen und Internate bleiben noch geschlossen. Sie dürfen erst wieder öffnen, wenn der Inzidenzwert im Landkreis eine Woche lang unter der 100er-Marke bleibt. Eine Sonderregelung gilt für Schüler mit speziellem Hilfsbedarf und Abschlussklassen bzw. Prüfungsteilnehmer.

Thüringen | Corona-Hilfprogramm für Kultur ergänzt

Das Land Thüringen legt das Corona-Hilfsprogramm für Kultur neu auf. Wie die Staatskanzlei mitteilte, wurde die bisherige Richtlinie um zwei wesentliche Punkte ergänzt. Zum einen werden neben gemeinnützigen Trägern im Bereich der Soziokultur und der freien Theater alle Kulturfestivals unabhängig von ihrer Rechtsform erfasst. Voraussetzung ist, dass sie ihren Sitz in Thüringen haben.

Damit können laut Mitteilung auch kommunale und kommerzielle Festivals mit bis zu 200.000 Euro unterstützt werden. Außerdem können nun auch Hilfen rückwirkend beantragt werden. Die sogenannte Billigkeitsleistung werde zunächst für den Zeitraum von Anfang Oktober 2020 bis Ende Juni 2021 gewährt, heißt es. Eingereicht werden müssen die Anträge bei der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung Thüringen (GFAW), die Thüringer Aufbaubank entscheidet ob sie bewilligt werden. Details und Abgabetermine gibt es auf der Internetseite der GFAW.

Dermbach | Start für Corona-Massentest im Wartburgkreis

Wegen hoher Corona-Infektionszahlen hat der Wartburgkreis in den Gemeinden Dermbach und Wiesenthal am Mittwoch mit Massentests begonnen. Das Landratsamt hatte am Dienstag erklärt: "Ein Großteil aller aktuellen Corona-Erkrankungen im Wartburgkreis sind derzeit im Raum Dermbach/Wiesenthal zu lokalisieren".

Mit den großangelegten Tests sollen bis Donnerstag vor allem Infizierte aufgespürt werden, die bisher keine Symptome zeigten. Bürger mit Erkältungssymptomen sollen sich unverzüglich bei ihrem Hausarzt in der Infektionssprechstunde melden, hieß es.

Bad Liebenstein | Corona-Fälle in Stadtverwaltung

In der Stadtverwaltung Bad Liebenstein haben sich drei Mitarbeiter mit Corona infiziert. Unter ihnen ist auch Bürgermeister Michael Brodführer (CDU). Nach Angaben der Stadt zeigen alle Betroffenen Symptome. Schnelltests bei weiteren Mitarbeitern fielen am Montag negativ aus. Am Freitag soll mit PCR-Tests kontrolliert werden. Deshalb ist die Verwaltung am Freitag voraussichtlich zwischen 8.30 und 10.30 Uhr nicht erreichbar. Die Amtsgeschäfte des Bürgermeisters übernimmt vorerst die ehrenamtliche Beigeordnete Susanne Rakowski (CDU).

Saalburg-Ebers-dorf | Open-Air-Festival auch 2021 abgesagt

Bereits 2020 blieben die Wiesen oberhalb der Bleiloch-Talsperre in Saalburg-Ebersdorf leer. Auch in diesem Jahr fällt das Festival SonneMondSterne wegen der Corona-Pandemie aus.

Mittel­deutsch­land | Umfrage: Impfbereitschaft gestiegen

Die Impfbereitschaft der Thüringer ist seit vergangenem Sommer konstant gestiegen. Das geht aus dem aktuellen MDR-Meinungsbarometer hervor, für das Menschen aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zu ihrer Meinung zur Corona-Lage befragt wurden. Demnach würden sich inzwischen 64 Prozent der Befragten sofort impfen lassen oder sind bereits geimpft. Im Juni 2020 sagten das nur 43 Prozent. Immer weniger Menschen wollen vor einer Impfung Langzeitstudien abwarten.

Auch das Vertrauen in die verschiedenen Impfstoffe steigt. Inzwischen würden sich 82 Prozent der MDRfragt-Teilnehmer, die zu einer Impfung bereit sind, auch mit Astra Zeneca impfen lassen, 74 Prozent auch mit Sputnik V. Indes glaubt die Mehrheit nicht daran, dass die Corona-Pandemie in diesem Jahr zu Ende ist.

Apolda | Impf-Vordränglern drohen keine rechtlichen Konsequenzen

Das mutmaßliche Vordrängeln zweier Apoldaer Lokalpolitiker beim Impfen hat keine rechtlichen Konsequenzen. Das Thüringer Justizministerium habe den Fall geprüft, teilte eine Sprecherin mit. Eine strafrechtliche Weiterverfolgung erscheine nicht hinreichend begründbar, hieß es. Es fehlten einschlägige straf- oder bußgeldbewährte Vorschriften. Nach Recherchen von MDR THÜRINGEN war bekannt geworden, dass sich der erste Beigeordnete der Stadt Apolda und eine SPD-Stadträtin im örtlichen Carolinenheim gegen das Corona-Virus haben impfen lassen. Sie gehörten offenbar nicht zur Prioritätengruppe, sind jedoch ehrenamtlich im Heim tätig beziehungsweise gehören dem Kuratorium an.

Erfurt/Gera | Zwei große Impfzentren nehmen Arbeit auf

In Erfurt und Gera beginnen am Mittwoch die ersten zwei großen Impfzentren in Thüringen mit ihrer Arbeit. Geplant ist, dass bis Ende März in der Panndorf-Halle in Gera und auf der Messe in Erfurt insgesamt bis zu 60.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden. In Erfurt sind bereits alle Termine in den kommenden zwei Wochen ausgebucht. Pro Tag können die Ärztinnen und Ärzte an den beiden Standorten bis zu 2.800 Menschen impfen. Vorerst wird ausschließlich der Impfstoff Astra-Zeneca verabreicht. Termine für eine Impfung können Menschen, die dafür priorisiert sind, über die Impf-Hotline unter (03643) 49 50 490 oder das Thüringer Impfportal buchen.

In Thüringen sind insgesamt fünf große Impfzentren geplant.

Nord­hausen | Pandemie sorgt für Wanderboom im Harz

Der Harzer Wanderpass hat im Corona-Jahr 2020 eine Rekordverkaufszahl von 88.600 Exemplaren erreicht. Der Trend zum Wandern halte bis heute ungebrochen an, sagte der Geschäftsführer der Harzer Wandernadel GmbH, Klaus Dumeier, MDR THÜRINGEN. Allein im Landkreis Nordhausen können Wanderer an mehr als zehn Stempelstellen ihren Pass vervollständigen. Laut Harzer Wandernadel gibt es inzwischen mehr als 7.500 sogenannte Wanderkaiser, die alle 222 Stempelstellen zwischen Seesen und Nordhausen erreicht haben.

Weimar | Veranstalter fordern Öffnungsstrategie

Weimarer Veranstalter fordern vom Land eine verlässliche Öffnungsstrategie. Laut Ulrike Köppel, Geschäftsführerin der Weimar GmbH und Vorstandsmitglied der Allianz der Thüringer Veranstaltungswirtschaft sparen die jüngsten Ankündigungen zu den schrittweisen Lockerungen diesen Teil des gesellschaftlichen Lebens gänzlich aus. Im Congress Centrum Weimarhalle ging die Zahl der Veranstaltungen 2020 nach Angaben der Weimar GmbH um 40 Prozent zurück. Fanden 2019 mehr als 260 Veranstaltungen mit über 115.000 Besuchern statt, waren es demnach 2020 weniger als 170 mit rund 29.000 Besuchern.

Die Weimarhalle etablierte sich als Raum für Prüfungen, Gerichtsverhandlungen und Stadtratssitzungen. Auch virtuelle Formate wie Preisverleihungen und Tagungen wurden dort umgesetzt. Dennoch habe nur ein strenges Sparregime, Kurzarbeit und etwas staatliche Hilfe die Weimar GmbH vor einem finanziellen Desaster bewahren können, hieß es. Vor genau einem Jahr wurde das Veranstaltungsverbot erlassen.

Leipzig | Umfrage: Mehrheit glaubt nicht an Krisenende in diesem Jahr

Ein Jahr dauert die Coronapandemie nun an - und die meisten Menschen in Mitteldeutschland gehen davon aus, dass das womöglich erst die Halbzeit ist. Das zeigt die aktuelle Befragung von MDRfragt, an der sich rund 25.000 Bewohnerinnen und Bewohner Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens beteiligt haben. 62 Prozent glauben nicht, dass die Krise in 2021 überstanden sein wird. Auch der geplante Einsatz von massenhaften Schnelltests wird nach Ansicht der meisten Teilnehmer daran kaum etwas ändern.

Der Corona-Überblick aus Thüringen von Dienstag

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 10. März 2021 | 19:00 Uhr

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