Pandemie-Ticker Corona-News vom 7. März: Zahl der aktiven Corona-Infektionen in Thüringen gestiegen

+++ Minister Hoff fordert Vermögenssteuer für Unterstützung der Kultur +++ Gymnasium in Neuhaus am Rennweg bleibt ab Montag geschlossen +++ Apoldaer Tafel in Not +++ Corona-News für Thüringen im Überblick +++

Epidemische Viruspartikel, Konzeptgrafik
Nach Angaben der Gesundheitsämter sind derzeit 5.792 Corona-Fälle in Thüringen gemeldet. Bildrechte: imago images/Panthermedia

Thüringen | Aktuelle Coronazahlen am Sonntagabend

Die Zahl der aktiven Corona-Infektionen ist in Thüringen gestiegen. Nach Angaben der Gesundheitsämter sind derzeit 5.792 Fälle gemeldet. Das sind 71 mehr als gestern und 83 mehr als vor zwei Wochen. Drei weitere Menschen verstarben an oder mit dem Virus. Der Inzidenzwert für Thüringen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Institutes bei 132. Gestern lag er bei 128.

Erfurt | Vermögenssteuer für Unterstützung der Kultur

Für Thüringens Kulturminister Benjamin Hoff ist es wichtig, die Kultur in der Corona-Krise zu fördern. Das nötige Geld solle durch eine Vermögenssteuer eingenommen werden. Kritik kommt von der CDU.

Neuhaus am Rennweg | Unternehmer organisieren Mahnwache

In Neuhaus am Rennweg (Kreis Sonneberg) haben am Samstag rund 35 Einzelhändler, Hoteliers, Gastronomen und Betreiber von Freizeiteinrichtungen eine Mahnwache abgehalten. Sie wollten damit auf ihre schlechte finanzielle Lage in der Corona-Pandemie aufmerksam machen. Die Unternehmer forderten eine realistische Öffnungsstrategie für die Firmen und riefen IHK und Handwerkskammer Südthüringen auf, sich für landesweite Protestaktionen stark zu machen. Am kommenden Wochenende ist eine ähnliche Aktion in der Nachbarstadt Lauscha geplant.

Masserberg | Tanzturnier abgesagt

Die "Rotkäppchen-Turniere" in Masserberg (Landkreis Hildburghausen) finden auch in diesem Jahr nicht statt. Das teilte der Tanzsportclub Rennsteigperle mit. Vorstand Jörg-Peter Sommer sagte, es sei unter den derzeitigen Bedingungen nicht möglich, ein sportlich hochwertiges Turnier vorzubereiten. Auch das finanzielle Risiko sei zu hoch.

Bei den Wettkämpfen, die traditionell eine Woche nach Ostern stattfinden, waren in den vergangenen Jahren rund 250 Tanzpaare aus Deutschland, Österreich, Tschechien und Polen angetreten. Bereits im vergangenen Jahr mussten das "Rotkäppchen-Turnier" und das traditionelle Weihnachtsturnier wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Apolda | Tafel in schwieriger Lage

Immer mehr Menschen sind - auch wegen der Corona-Pandemie - auf die Hilfe der Thüringer Tafeln angewiesen. Dabei haben die Anbieter gespendeter Lebensmittel selbst zu kämpfen. Die Tafel in Apolda trifft es besonders hart: Zwei Großspender sind weggefallen, außerdem ist der Transporter für Abhol- und Auslieferdienste kaputt gegangen.

Heiligen­stadt | Besonderes Toten-Gedenken in den Kirchen

In den Kirchen von Heiligenstadt ist am Sonntag erstmals der Toten des Vormonats gedacht worden. Nach Angaben der Propstei soll es künftig an jedem ersten Sonntag im Monat Fürbitten und Gebete für Verstorbene geben. In jeder der vier Kirchen werde außerdem eine Kerze für diese Menschen geweiht. Dabei gehe es nicht nur um Corona-Opfer, sondern um alle Toten.

Neuhaus am Rennweg | Gymnasium ab Montag geschlossen

Das Gymnasium in Neuhaus am Rennweg bleibt ab Montag geschlossen. Grund ist nach Angaben des Landratsamtes im Kreis Sonneberg das "diffuse Infektionsgeschehen" in der Schule. Ein Reihentest habe bisher zwei bestätigte Infektionen ergeben, die Zahl der Verdachtsfälle liege jedoch bei 14. Betroffen sind laut Landratsamt sowohl Lehrer als auch Schüler. Das Gymnasium bleibt mindestens bis Freitag geschlossen. Ob es in der darauffolgenden Woche wieder öffnen kann, ist noch unklar.

Zu Wochenbeginn war an dem Gymnasium zunächst nur ein infizierter Schüler mit drei Kontaktpersonen bekannt geworden, die seitdem Quarantäne sind. Daraufhin veranlasste das Landratsamt Tests aller Schüler und Lehrer der betroffenen Klassen. So nahm Mitte der Woche ein mobiles Abstrichteam bei 69 Personen Abstriche für PCR-Tests.

Thüringen | Gewerkschaft: Impfreihenfolge bei Polizisten ändern

Die Gewerkschaften der Polizei in Thüringen machen sich für eine andere Corona-Impfreihenfolge als vorgesehen stark. Der Chef der Gewerkschaft der Polizei, Kai Christ, forderte, nicht zwischen Beamten der Kriminalpolizei, Schutzpolizisten oder Streifenbeamten zu unterschieden. Wichtiger seien vielmehr Kriterien wie Krankheiten oder Alter. So gebe es genügend Polizisten mit Herzproblemen oder solche, die schwere Krankheiten wie Krebs überstanden haben. Diese seien besonders gefährdet und müssten deshalb auch zuerst gegen das Coronavirus geimpft werden.

Nach bisherigen Plänen haben Polizisten Vorrang, die bei der Arbeit einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, weil sie zum Beispiel Demonstrationen absichern. Sie können jetzt schon geimpft werden - alle anderen müssen noch warten.

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft in Thüringen, Jürgen Hoffmann, drängt darauf, dass alle Polizisten im Land möglichst schnell gegen Corona geimpft werden. Das könnten die Polizeiärzte übernehmen, schlägt er vor. In einigen Fällen können sich Polizisten schon jetzt früher als vorgesehen impfen lassen: Bleibt irgendwo Impfstoff übrig und droht zu verfallen, kann sich ein Polizist damit immunisieren lassen.

MDRfragt | Neue Befragung: Lockerungen - leichtsinnig oder längst überfällig?

Viele Menschen leiden unter den Corona-Regeln und dem monatelangen Lockdown. Doch die Mutationen des Coronavirus breiten sich aus, die Inzidenzen steigen in einigen Regionen wieder an. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Lockerungen? Sagen Sie uns Ihre Meinung - und machen Sie mit bei der Online-Befragung MDRfragt.


Der Corona-Überblick aus Thüringen für Samstag

Quelle: MDR THÜRINGEN/uka

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 07. März 2021 | 19:00 Uhr

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