Pandemie Corona-Politik: Innenminister Maier räumt Fehler der Landesregierung ein

Der Protest gegen die Corona-Politik verwundere ihn nicht, sagte Thüringens Innenminister Georg Maier in einem Zeitungsinterview. Kritik übte er an einer "Verrohung der politischen Kultur".

Georg Maier an einem Rednerpult.
Thüringens Innenminister Georg Maier hat beim Corona-Krisenmanagement der Landesregierung Fehler eingeräumt. Bildrechte: dpa

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat Fehler der Landesregierung beim Corona-Krisenmanagement eingeräumt. Er nannte das Vorgehen von Bildungsminister Helmut Holter (Linke) einen "Schlingerkurs". Im Interview mit der Zeitung Welt sagte Maier, bei der Frage von Schulöffnungen oder Schließungen sei es zu lange hin- und hergegangen. Das frustriere viele Menschen.

Dass es dann Protest gibt, dürfe nicht verwundern, sagte Maier. Er befürchte außerdem, dass es kaum noch gelingen werde, Impfgegner zu erreichen. Viele Menschen hielten "Impfverweigerung für ihren persönlichen Widerstand gegen einen angeblich übermächtigen Staat". Eine allgemeine Impfpflicht könnte nach seinen Worten die Eskalationsspirale weiter nach oben treiben.

Maier: Massive Einschüchterungsversuche

Im Zusammenhang mit den Corona-Protesten spricht Maier von einer Verrohung der politischen Kultur. Zwar habe es immer wieder Morddrohungen von Rechtsextremisten gegen Politiker gegeben, "aber zurzeit kommen solche Einschüchterungsversuche in einer Massivität, wie ich es noch nicht erlebt habe. Das ist beunruhigend".

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Quelle: MDR (mm)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 09. Januar 2022 | 19:00 Uhr

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