Pandemie Ministerin Werner und Klinikverbund kritisieren Brief von Gegnern der Corona-Regeln

In einem offenen Brief fordern 50 Unterzeichner die Aufhebung aller staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen - darunter Beschäftigte des Klinikverbundes Regiomed. Die Geschäftsführung distanziert sich.

Ministerin Heike Werner.
Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hat einen offenen Brief von etwa 50 Ärzten, Psychologen, Apothekern und weiteren Beschäftigten im Gesundheitswesen kritisiert. "Es ist kontraproduktiv, wenn sich medizinisches Personal hinter Aufrufe stellt, alle Maßnahmen zu beenden und auf Eigenverantwortung zu setzen", sagte sie beim Thüringer Krankenhausforum in Erfurt.

Die Geschäftsführung des Klinikverbundes Regiomed distanzierte sich von beteiligten Beschäftigten. Alle bei Regiomed Beschäftigten seien verpflichtet, "ihre Arbeit an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten sowie den Infektionsschutz und die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen zu beachten und umzusetzen".

Eine Teilnehmerin einer Protestkundgebung der Initiative «Querdenken» trägt auf dem Cannstatter Wasen ein Schild gegen Impfungen auf ihrem Rücken. 30 min
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Exakt - Die Story Mi 24.11.2021 20:45Uhr 29:55 min

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"Schutzmaßnahmen in Hände des Bürgers legen"

In dem offenen Brief, der in einem Anzeigenblatt im südthüringisch-nordbayerischen Raum erschienen war, hatten die Unterzeichner die Aufhebung aller staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen gefordert. Unter den Unterzeichnern sind mehrere Beschäftigte des Klinikverbundes Regiomed mit Standorten in Thüringen und Bayern, wie das Unternehmen am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. In dem Brief wird gefordert, "die notwendigen Schutz- und Abwehrmaßnahmen in die Hände des Bürgers zu legen". Über den offenen Brief hatte zuerst die Zeitung "Freies Wort" berichtet.

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Quelle: MDR (mm), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 25. November 2021 | 19:00 Uhr

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