Pandemie Thüringen will Teil der Corona-Regeln verlängern

In der Corona-Politik will Thüringen von einer Übergangsregelung der Bundesregierung Gebrauch machen. Bestimmte Corona-Regeln sollen über den 19. März hinaus gelten. Grund sind die hohen Infektionszahlen.

Ein Schild vor einem Geschäft in der Innenstadt in Bremen informiert über die Eintrittsregeln.
Die Thüringer Landesregierung will bis zum 2. April von der  Übergangsregelung gebrauch machen. Bildrechte: dpa

Aufgrund der hohen Infektionszahlen will Thüringen bestimmte Corona-Maßnahmen über den 19. März hinaus beibehalten. Ein Regierungssprecher erklärte am Dienstag, dass die rot-rot-grüne Landesregierung bis zum 2. April von einer Übergangsregelung Gebrauch machen wolle. Mit dieser Regelung können Bundesländer ohne Landtagsbeschluss bestimmte Maßnahmen wie etwa die Maskenpflicht in Innenräumen übergangsweise bis Anfang April fortsetzen.

Neue Regeln zur Maskenpflicht ab 19. März

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte den Bundesländern diesen Weg zuvor empfohlen. Welche Regeln in Thüringen verlängert werden sollen, nannte der Sprecher nicht. Nach einem Entwurf der Bundesregierung soll nach dem 19. März die Maskenpflicht nur noch in Pflegeheimen, Kliniken und im öffentlichen Nah- und Fernverkehr gelten.

Minister Lauterbach empfahl den Ländern zudem, die Möglichkeit von Hotspot-Regelungen nach dem Auslaufen der Übergangsregelung am 2. April zu nutzen - also gesonderte Regelungen für einzelne Regionen oder ganze Bundesländer mit einer massiven Infektionslage. Für diese sei dann voraussichtlich ein Landtagsbeschluss nötig. In Thüringen wäre die rot-rot-grüne Minderheitsregierung bei der Einführung derartiger Hotspot-Regelungen auf Stimmen aus der Opposition angewiesen.

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dpa,MDR (jn)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. März 2022 | 14:00 Uhr

16 Kommentare

DermbacherIn vor 15 Wochen

Jetzt rächt sich, dass es in Deutschland auch nach der Ankündigung des RKI vor zwei Jahren immer noch keine fortlaufende bundesweite bevölkerungsrepräsentative seroepidemiologische Studie gibt. So kann frau bis heute nicht sagen, wer hat sich wann, wo und wie infiziert, deshalb sind die Infektionsschutzmaßnahmen nicht zielgerichtet, denn Niemand kann sagen, wo haben sich die Menschen genau angesteckt!

DermbacherIn vor 15 Wochen

@Jenaer
Ja, dank BioNTech-Aktien, also den Slogan des Jenaer Bündnisses "Jens Solidarisch" - Impfen statt Schimpfen - kann ich nur voll unterstützen, ansonsten ist es nicht weit her mit der Solidarität in Jena, mit denen von der von der Pandemie Betroffener!

emlo vor 15 Wochen

Na kleiner.klaus77 (oder sollte ich besser Dermbacherin schreiben?) wieder im Copy-und-Paste-Modus unterwegs? Den exakt gleichen Kommentar haben Sie bereits beim Artikel "Trotz Rekord-Inzidenz: Hat Corona seinen Schrecken verloren?" hinterlassen.

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