Neue Verordnung Welche Corona-Regeln in Thüringen bis Anfang Februar gelten

Thüringen hat eine neue Corona-Verordnung. Sie trat am Sonntag in Kraft und läuft bis 8. Februar. Wir haben zusammengefasst, was jetzt im Freistaat gilt.

Eine Frau klebt ein Hinweisschild mit der Aufschrift „Zutritt nur mit FFP2 Maske“ an eine Glastür
Am Sonntag tritt die neue Thüringer Corona-Verordnung in Kraft. Was genau gilt nun beim Einkaufen oder Demonstrieren? Bildrechte: dpa

Am Freitag hat Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) die neue Corona-Verordnung unterzeichnet. Mit der Neufassung werden die bestehenden Infektionsschutzmaßnahmen in Thüringen mit geringfügigen Anpassungen seit Sonntag (23. Januar) um zwei weitere Wochen verlängert.

Anpassung der 2G+-Regelung

Geimpfte und Genesene mit einem tagesaktuellen Schnelltest oder mit Boosterimpfung dürfen 2G+-Bereiche betreten. Neu ist aber, dass die Testpflicht für alle entfällt, deren Grundimmunisierung - also meist die zweite Impfung - nicht länger als drei Monate her ist.

Auch wer weniger als 90 Tage als genesen gilt, braucht keinen zusätzlichen Test, um etwa in Fitnessstudios, Spielotheken oder Hotspot-Regionen mit Inzidenzen über 1.000 ins Restaurant zu gehen. Auch wer genesen ist und mindestens eine Impfung vor oder nach der Infektion erhalten hat, darf ohne Test in diese Bereiche. Hier entfällt die zeitliche Befristung.

Neue Regeln für Versammlungen

Die Obergrenze von 35 Menschen bei Versammlungen fällt. Künftig können auch wieder größere Kundgebungen regulär angemeldet werden, bislang war das nur mit Ausnahmegenehmigung möglich. Sie sollen jedoch weiterhin bis auf Ausnahmen nur ortsfest stattfinden können. Teilnehmer müssen den Mindestabstand einhalten und eine medizinische Maske oder FFP-2-Maske tragen.

Unangemeldete Aufzüge gegen die Corona-Beschränkungen, wie sie zuletzt immer wieder in Thüringen stattfanden, sind nach den neuen Regeln weiter unzulässig.

Kommt 2G+ im Restaurant? 

In den nächsten zwei Wochen wird in Restaurants keine 2G+-Regel eingeführt. Thüringen will die nächste Bund-Länder-Runde am Montag abwarten und nötige Anpassungen in der nächsten Thüringer Verordnung treffen, wie ein Regierungssprecher am Dienstag sagte. Die soll am 9. Februar kommen.

Damit können vorerst weiterhin Geimpfte und Genesene Restaurants, Cafés oder Kneipen besuchen. Eine zusätzliche Testpflicht wie bei 2G+ gibt es in Thüringen damit weiterhin nur in Hotspot-Regionen mit einer Inzidenz ab 1.000.

Werden Bändchenlösungen für 2G-Bereiche in der Verordnung verankert?

In einem ersten Verordnungsentwurf war ein Passus enthalten, der Bändchen für 2G-Bereiche ermöglichen sollte.

Die Idee: Das Bändchen dient als Nachweis einer Corona-Impfung oder -Genesung für Geschäfte in den Innenstädten. In Eisenach und Gera gibt es bereits entsprechende Versuche, Erfurt will damit am Montag starten.

In der neuen Verordnung sollte das nun auch rechtlich abgesichert werden. Doch diese Regelung wird in der neuen Verordnung vorerst vertagt.

Quarantäne-Vorschriften bereits geregelt 

Bereits knapp zwei Wochen vor der Verordnung gab es dazu einen Erlass durch das Gesundheitsministerium. Seit dem 11. Januar gelten in Thüringen die Quarantäne-Regeln, auf die sich Bund und Länder wenige Tage zuvor verständigt hatten. In der neuen Verordnung werden diese nun noch formal festgeschrieben.

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MDR THÜRINGEN JOURNAL Mi 12.01.2022 19:00Uhr 02:03 min

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Demnach sind Menschen ohne Corona-Symptome, die geboostert sind oder bei denen die vollständige Impfung oder eine Genesung nicht länger als drei Monate zurückliegen, von der Quarantänepflicht ausgenommen. Für alle anderen Kontaktpersonen gilt bei einer nachgewiesenen Infektion mit der Omikron-Variante oder bei einem konkreten Verdacht eine Quarantäne-Dauer von zehn Tagen. Eine Verkürzung auf sieben Tage ist bei Vorlage eines negativen Testergebnisses (PCR- oder Antigenschnelltest) möglich.

Infektionszahlen steigen wieder

Falls die Infektionszahlen in den kommenden beiden Wochen "wider Erwarten" nicht wieder steigen, will das Ministerium "vertretbare Lockerungen" prüfen. Diese sollen dann "vorzugsweise in der nachfolgenden Verordnung" festgeschrieben werden. An den vergangenen Tagen zogen die Infektionszahlen in Thüringen jedoch wieder an. Die sich leichter verbreitende Omikron-Variante ist mittlerweile im Freistaat vorherrschend. Am Samstag schloss Gesundheitsministerin Werner Lockerungen vorerst aus.

Die aktuelle Thüringer Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus finden Sie hier. Sie gilt für alle Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte. Darüber hinaus können Kreise und kreisfreie Städte durch Allgemeinverfügungen zusätzlich schärfere Regeln aufstellen, wenn es die Situation erfordert.

Quelle: MDR/dpa, (gh)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 22. Januar 2022 | 19:00 Uhr

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