Pandemie Verordnung verlängert: Welche Corona-Regeln im August in Thüringen gelten

Die seit 1. Juli in Thüringen geltenden Regeln gegen die Ausbreitung des Coronavirus werden bis Ende August verlängert. So gilt die Maskenpflicht weiter im Nahverkehr und Geschäften.

Hinweisschilder zu Coronaregeln in einem Laden in Erfurt
In Thüringer Geschäften gilt weiterhin die Pflicht, eine Schutzmaske zu tragen. Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel

Die aktuellen Corona-Regeln in Thüringen werden in den August verlängert. Gesundheitsministerin Heike Werner und Bildungsminister Helmut Holter (beide Linke) unterschrieben am Dienstag die entsprechende Verordnung, die am Mittwoch in Kraft tritt und weitere 28 Tage gilt.

Maskenpflicht in Thüringen gilt weiter

In den seit 1. Juli geltenden Regeln empfiehlt das Land lediglich, Kontakte zu beschränken und Feiern möglichst ins Freie zu verlegen. Ab 70 Teilnehmern draußen und 30 in geschlossenen Räumen muss die Privatfeier beim zuständigen Gesundheitsamt angemeldet werden. Auch die allgemeinen Corona-Regeln wie Abstand, Hygiene und Maskenpflicht gelten weiter. So gilt beispielsweise weiterhin Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr, in Gaststätten, Geschäften und geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Kreise können über strengere Corona-Regeln entscheiden

Über strengere Regeln entscheiden bei Bedarf die Kreise und Kreisfreien Städte. Angepasst wurde laut Gesundheitsministerium Testpflichten in bestimmten Bereichen. Demnach sind bei Orchesterproben nur noch dann Tests notwendig, wenn Blasinstrumente verwendet werden. Eine Testpflicht gilt für alle Besucher und Beschäftigte von Pflegeheimen, die nicht geimpft oder genesen sind. Die Heime können Besucher selbst unter Aufsicht eines Mitarbeiters testen.

Eine AWO-Mitarbeiterin nimmt bei einer Besucherin in einem Altenheim einen Abstrich für einen Corona-Schnelltest
Corona-Schnelltest im Altenheim. Bildrechte: dpa

Derzeit 279 Menschen in Thüringen infiziert

In Thüringen waren am Dienstag 279 Menschen aktiv mit dem Coronavirus infiziert. Das sind sechs mehr als am Montag und 117 mehr als vor zwei Wochen. Drei weitere Infizierte starben. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut Robert Koch-Institut am Dienstagmorgen bei 5,8.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 27. Juli 2021 | 19:00 Uhr

20 Kommentare

astrodon vor 7 Wochen

@Lulu123: "... wurde bei der Prognose berücksicht."
Leider ein falsche Annahme - eine Herdenimmunität wir erreicht ab einem best. Prozentsatz ALLER Individuen einer Population. Viren ist es "egal", ob sich jemand impfen lassen kann oder ob für eine Altersgruppe ein Impfstoff verfügbar ist. Wenn man also alle Menschen, die objektiv nicht geimpft werden können (Kinder bis zu einem bestimmten Alter, Immunsuprimierte, Schwangere, ...) müssten so ziemlich ALLE anderen geimpft werden, um den Prozentsatz zu erreichen.
Wem sowohl sein eigenes als auch das Wohl seiner Mitbürger am Herzen liegt, der ist bereits geimpft. Alle anderen brauchen mehr Druck (z.B. Tests selber zahlen, kein Zutritt zu bestimmten Veranstaltungen etc) und die Aussicht auf Belohnung (z.B. Maskenbefreiung beim Einkauf). DAS könnte was helfen, Werbekampagnen oder schwachsinnige Impfaktionen (Bsp. FC Carl Zeiss Jena) eher nicht. Oder eben eine Impfpflicht - die aber sicher erst ab Oktober.

astrodon vor 7 Wochen

Das "weiter so" wird aber an der niedriger werdenden Quote nichts ändern - wer bisher nicht geimpft ist wird das auch zukünftig kaum tun, earum sollte er auch.
Was es braucht, sind alltäglich Vorteile für Geimpfte und Genesene - und tagtägliche Nachteile für Impfverweigerer.
Besser wäre nur noch eine allgemeine Impfpflicht. Die kommt allerdings frühestens im Oktober.

astrodon vor 7 Wochen

@Fakt: Schöne Idee, leider grundfalsch. Die Prozentangaben beziehen sich immer auf alle Individuen einer Population.
Einfaches Nachdenken hilft manchmal, wenn nicht kann man googeln.

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