Corona-Pandemie Geimpft, genesen oder PCR-gestestet: Land droht Kreisen mit Pflicht zu 2G/3G+

Für sieben Thüringer Kreise sowie Gera gilt inzwischen die Corona-Warnstufe 3. Die Verwaltungen müssten die Zugangsmodelle 2G oder 3G+ vorschreiben, doch nicht alle tun das. Jetzt droht das Land mit der Vorgabe.

«Zutritt im Restaurant nur für geimpfte oder genesene ! (2 G Regel)» steht auf dem Schild am Eingang zu einem Restaurant am Domplatz.
In Thüringer Regionen mit Warnstufe 3 sind 2G oder 3G+ unter anderem in Gaststätten verpflichtend. Bildrechte: dpa

Wegen des Verzichts auf die Corona-Zugangsmodelle 2G und 3G+ erhöht das Land Thüringen jetzt den Druck auf die Kommunen. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums sagte am Mittwoch: "Wenn das Infektionsgeschehen sich nicht verbessert, dann können wir das natürlich verpflichtend festlegen." Mit 2G und 3G+ ist gemeint, dass nur noch gegen das Coronavirus Geimpfte, von Covid-19 Genesene oder per PCR-Test negativ Getestete Zugang zu Gastronomie oder Veranstaltungen erhalten.

Die Ministeriumssprecherin erklärte weiter, alle betreffenden Landkreise seien schriftlich zu Stellungnahmen aufgefordert worden. Kommunen in Warnstufe 3, die von der 2G/3G+-Vorgabe abweichen, seien gebeten worden, ihre Entscheidung zu begründen.

Im Ilm-Kreis reicht ein Schnelltest trotz Stufe 3

Seit dem Wochenende gilt in Thüringen, dass Kreise und kreisfreie Städte in der Warnstufe 3 die Modelle 2G und 3G+ vorschreiben müssen. Mehrere Landkreise in der Stufe 3 halten sich jedoch nicht an die Vorgabe. So gilt etwa im Ilm-Kreis seit Mittwoch eine Allgemeinverfügung, nach der für Gaststätten und Veranstaltungen ein Schnelltest ausreicht. Im Eichsfeld gelten 2G und 3G+ für Veranstaltungen, nicht jedoch für Gaststätten. Auch andere Kreise weichen von den Vorgaben ab.

Aktuell landesweite Inzidenz von 338

Die Sprecherin wies darauf hin, dass das Land nur eingreifen kann, wenn es verhältnismäßig und damit rechtssicher sei. Spitze sich die Corona-Lage weiter zu, sei das gegeben. In Thüringen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch sprunghaft an und hatte mit 338,2 (Vortag: 306,5) weiter den bundesweit höchsten Wert. Zudem lag der Anteil der Covid-19-Patienten an den landesweit betreibbaren Intensivbetten den zweiten Tag in Folge über dem kritischen Wert von 12,0 Prozent. Ist das am Donnerstag auch noch so, drohen bis auf Nordhausen alle Landkreise sowie alle kreisfreien Städte in die Warnstufe 3 aufzusteigen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/seg; dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 03. November 2021 | 19:00 Uhr

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