Maskenverweigerer an Schulen Thüringer Lehrerverband befürchtet Überlastung - Bildungsministerium widerspricht

Der Thüringer Lehrerverband befürchtet, dass durch Maskenverweigerer an Schulen mehr Arbeit auf das Lehrpersonal zukomme, da diese Schüler per Video unterrichtet werden müssten. Das Bildungsministerium kann das nicht nachvollziehen.

Mundschutzmaske hängt an Schütertisch
Der Thüringer Lehrerverband fürchtet eine Überlastung des Lehrpersonals wegen Maskenverweigerern an Schulen. (Symbolbild) Bildrechte: imago images/Michael Weber

Offenbar gibt es an Thüringer Schulen immer mehr Maskenverweigerer. Laut Thüringer Lehrerverband (tlv) droht deshalb eine Überlastung der Pädagogen. tlv-Landesvorsitzender Rolf Busch sagte, es könne nicht sein, dass Unterricht doppelt erteilt werden müsse, weil Kinder und Jugendliche sich weigerten, die Hygienebestimmungen einzuhalten. Das Bildungsministerium kann diese Befürchtung nicht nachvollziehen.

Lehrerverband befürchtet Überlastung wegen Maskenverweigerern

Anlass der Sorge sei ein konkreter Fall: Ein Schüler hatte sich geweigert, eine Schutzmaske zu tragen. Die Schulleitung sprach deshalb ein Hausverbot aus. Die Lehrerinnen und Lehrer einigten sich darauf, Material in die Schulcloud zu stellen. Die Eltern bestehen jedoch auf vollständiges Homeschooling, also Distanzunterricht per Videokonferenz.

Nach Angaben von Busch erhalten sie Rückendeckung auch aus dem Thüringer Bildungsministerium. Es sei aus dem Grundrecht auf Bildung abzuleiten, dass die entsprechenden Schülerinnen und Schüler zuhause beschult werden müssten, zitiert Busch eine Antwort des Ministeriums auf tlv-Anfrage.

Für Busch ist das nicht zu schaffen. Seit Monaten sei die Belastung der Lehrerinnen und Lehrer auf dem Höchststand, mit einem Mix aus Notbetreuung, Distanz- und Präsenzunterricht. Fazit des Lehrerverbands: "Jeder zerrt an den Lehrern, (...) und der Dienstherr schweigt dazu, anstatt sich klar und deutlich vor sein Personal zu stellen."

Bildungsministerium: "Kein Schüler kann verlangen, dass der Lehrer ihm allein zur Verfügung steht"

Laut Bildungsministerium ist diese Aussage Unsinn. Natürlich sei der Distanzunterricht sicherzustellen, sagte ein Sprecher MDR THÜRINGEN. Warum aber der tlv die Schlussfolgerung ziehe, das müsse mit Videounterricht passieren, erschließe sich nicht.

"Kein einzelner Schüler kann verlangen, dass sich die Lehrkräfte, die auch für andere Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht da sein müssen, ihm oder ihr allein zur Verfügung steht." Auch Landeselternsprecherin Claudia Koch hatte den Aussagen von tlv-Landeschef Rolf Busch widersprochen. Häusliches Lernen, also zu Hause beschult zu werden, heiße nicht per Videokonferenz, sagte Koch.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/fno

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 04. Juni 2021 | 12:00 Uhr

17 Kommentare

Jana vor 14 Wochen

@Haller:
Komisch, aber wenn es im Sommer keine Vruswellen geben kann, dann frage ich mich wieso in Ländern mit einem durchgehendem gemäßigten oder Sommerklima auch Sars-Cov-2 Virenwellen auftreten oder das Virus sich überhaupt verbreiten kann.

Weder sie noch ich sind Experten zu dem Thema. Was uns aber unterscheidet ist, dass ich auf den Rat ANERKANNTER Experten höre, während sie sich wohl angebliche Experten herauspicken, die genau das sagen, was ihrer kruden Ideologie entspricht. Da lassen sie sich auch nichtd avon stören, dass solche Leute nur in der Querdenkerzene mit ihren Äußerungen ernst genommen werden und weder über ein Institut, Forschungsmitarbeiter, Zugang zu aktuellen Daten oder dem aktuellen Stand der Wissenschaft verfügen. Hauptsache der Typ hat einen Dr. ud behauptet was sie wollen. Manchmal reicht es ja schon aus Fernsehkoch zu sein um von Leuten wie ihnen dem RKI vorgezogen zu werden.

Jana vor 14 Wochen

Warum sollte ich versuchen mit Menschen die keinen Dialog wollen und sich auch von argumenten nicht beeinflussen lassen in einen Dialog treten wollen?

Meine Eltern sind über 80 und meine Mutter leidet an einer Atemwegserkrakung. Beide ziehen brav die Maske auf wenn es nötig ist.Von daher habe ich tatsächlich nur Verachtung für all diese Maskenverweigerer und Weicheier übrig die jung und gesund sind, aber glauben sie können sich mit irgend einem halbseidenen Attest aus der kollektiven Verantwortung stehlen, in der wir alle seit Corona gegenseitig stehen.

Fändern sie es auch toll, wenn diese Maskenverweigerer sich auch ncoh gleich ein Attest besorgen, dass sie auf Behidnertenparkplätzen parken dürfen, oder fänden sie dass dann ziemlich dreist, wenn ein 35 jähriger der Sonntags Fußball spielt auf so einem Platz parkt?

Harka2 vor 14 Wochen

@Haller
Zu gewissen Dingen bedarf es keines Dialoges. Wer allgemein gültige Gesetze in Frage stellt, mit dem kann es keinen Dialog geben. Ich diskutiere auch nicht mit Personen, die behaupten, Wasser ist nicht nass.

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