Unterstützung während Pandemie Bisher 15 Millionen Euro Corona-Soforthilfen zurückgezahlt

In Thüringen sind bisher fast 15 Millionen Euro an Corona-Hilfen zurück an den Staat geflossen. Nach Angaben der Thüringer Aufbaubank (TAB) wurde der überwiegende Teil freiwillig zurückgezahlt. Nur 2,6 Millionen Euro mussten demnach zurückgefordert werden, dies betraf 415 Empfänger der Hilfszahlungen. In elf Fällen sei Strafanzeige gestellt worden.

Aufwand für Antragsteller - weniger Arbeit für Bank

Trotz heftiger Kritik hatte sich die Thüringer Aufbaubank während der Corona-Pandemie viel von den Antragsstellern erklären lassen und deren Anträge mehrfach geprüft. Jeder musste die Hilfe online beantragen, das Papier ausdrucken, unterschreiben und dann per Post verschicken. Was viele als rückständig empfunden haben, hat der Aufbaubank nach eigenen Angaben nur wenige Rückforderungen beschert.

Blick auf das Gebäude der Thüringer Aufbaubank an der Haltestelle Gorkistraße in Erfurt
Die Thüringer Aufbaubank legte die Hürden für die Beantragung von Soforthilfe nach eigenen Angaben hoch, um spätere Rückforderungen zu vermeiden. Bildrechte: MDR/Michael Frömmert

Fast eine Milliarde Euro ist seit Beginn der Pandemie an Thüringer Antragsteller ausgezahlt worden, vor allem an Firmen und Solo-Selbstständige. Jeder zehnte Antrag wurde wegen Betrugsverdachts gleich abgelehnt. Mit dem Geld sollte die Thüringer Wirtschaft insbesondere während der Lockdowns und Kontaktbeschränkungen stabilisiert werden.

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MDR (uka)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. Mai 2022 | 09:00 Uhr

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