Corona-Verordnung Thüringen plant weitgehend normalen Sommer

Alle Bereiche des öffentlichen Lebens in Thüringen sollen im Sommer grundsätzlich geöffnet sein. Das sieht der Entwurf einer neuen Corona-Verordnung vor, die im Juli gelten soll. Voraussetzung sind entsprechende Hygienekonzepte. Außerdem bleiben Maskenpflicht in Geschäften und Bahn sowie die AHA-Regeln weiter bestehen.

Menschen in einem Park
Den Sommer genießen - wie hier auf der Rasenmühleninsel in Jena - soll in Thüringen unter Beachtung der Hygieneregeln möglich sein. Bildrechte: MDR/Christian Franke

Die Menschen in Thüringen erwartet ein nahezu normaler Sommer. Das geht aus dem Entwurf der neuen Corona-Landesverordnung hervor.

Im Wesentlichen orientiert sich die neue Verordnung an den Regeln vom Sommer 2020. So sollen alle Bereiche des öffentlichen Lebens grundsätzlich geöffnet sein, wenn entsprechende Hygienekonzepte vorliegen. Private Treffen werden wieder unbeschränkt möglich. Kontaktbeschränkungen werden nur noch empfohlen, sind aber nicht mehr vorgeschrieben. Wenn sich viele Menschen in Innenräumen treffen, muss das beim Gesundheitsamt angemeldet werden. Dasselbe gilt auch für größere öffentliche Veranstaltungen.

AHA-Regeln und Maskenpflicht bleiben bestehen

Grundsätzlich festhalten will das Land weiterhin an den sogenannten AHA-Regeln. Insbesondere in Geschäften sowie Bus und Bahn muss weiter Abstand gehalten und ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Sollten die Corona-Zahlen in einzelnen Regionen wieder so stark steigen, dass sich neue Hot-Spots bilden, soll lokal mit Allgemeinverfügungen durch die Landkreise reagiert werden. Bei den Inzidenz-Schwellen von 35, 50 und 100 müssen die Landkreise entscheiden, ob beispielsweise Schulen oder Geschäfte wieder geschlossen werden. Am Mittwochnachmittag geht der Entwurf noch durch den Sozialausschuss. In Kraft treten sollen die neuen Regeln am 1. Juli, gelten sollen sie zunächst bis Ende des Monats.

Virologe Kekulé rechnet nicht mit Lockdown im Herbst

Mit Blick auf den kommenden Herbst rechnet der Virologe und Epidemiologe Alexander Kekulé nicht mit weiteren Lockdowns, auch bei steigenden Corona-Zahlen. Kekulé sagte am Dienstag: "Ich würde mich echt wundern, wenn wir die noch einmal brauchen."

Neben dem Impfen gebe es inzwischen gute Instrumente, um die Infektionszahlen im Griff zu behalten - Masken, Schnelltests, Apps zur Nachverfolgung, verbreitetes Wissen über Infektionsgefahren und schnelle Gesundheitsämter. Ohnehin seien Lockdowns auch in der Vergangenheit nur dann nötig geworden, wenn die Politik zu spät reagiert habe.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 22. Juni 2021 | 19:00 Uhr

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