Angebotspflicht Kindergärten müssen künftig Corona-Tests für über Dreijährige anbieten

Alle Thüringer Kindergärten sollen künftig für die über Dreijährigen zweimal pro Woche kostenlose Coronatests bereitstellen. Das hat das Thüringer Kabinett am Dienstag beschlossen. Die Finanzierung übernimmt das Land.

Kinder über drei Jahren sollen auf Kosten des Landes zweimal in der Woche im Kindergarten auf eine Corona-Infektion getestet werden können. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen, wie das Thüringer Bildungsministerium in Erfurt mitteilte.

Umsetzung spätestens ab Mitte Januar

Es geht dabei um eine Pflicht zum Testangebot, die Träger der Kindergärten müssen die Tests demnach anbieten. Die Kosten dafür können sie sich über eine Pauschale vom Land erstatten lassen. Nach Angaben des Bildungsministeriums sollen die Einrichtungen dies so schnell wie möglich umsetzen, spätestens aber ab dem 15. Januar 2022. Sie müssen die nötigen Tests selbst beschaffen, können dabei aber Hilfe der Kommunen in Anspruch nehmen.

Coronatest Kindergarten
Corona-Test in einem Kindergarten: Alle über Dreijährigen sollen ein Angebot zu Corona-Schnelltests in den Einrichtungen bekommen - die Kosten für die zweimalige Testung pro Woche übernimmt das Land Thüringen. Bildrechte: dpa

Zuvor waren Forderungen laut geworden, das Land solle die Tests zentral beschaffen - auch um Kosten zu sparen. Für die Testangebotspflicht muss noch eine Verordnung verkündet und in Kraft gesetzt werden. Sie ist gebunden an die Feststellung der epidemischen Notlage und endet, wenn diese beendet wird, oder spätestens am 24. Februar 2022.

CDU: Land sollte Tests zentral beschaffen

Nach MDR THÜRINGEN-Informationen bieten derzeit noch nicht alle Thüringer Kindergarten-Betreiber Corona-Schnelltests für die Kinder an. Die Thüringer CDU regte erneut am, die Tests zentral zu beschaffen. Wenn die Kindergartenträger die Tests selbst besorgen müssen, werde sich das Angebot verzögern, sagte der bildungspolitische Sprecher und Landtagsabgeordnete Christian Tischner. Davon müsse die Landesregierung abrücken und die Tests zentral beschaffen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa(uka)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 07. Dezember 2021 | 18:00 Uhr

2 Kommentare

Sozialberuflerin vor 7 Wochen

"was momentan in den Kitas abgeht.."
Momentan ist nicht das richtige Zeitfenster! Seit Pandemiebeginn schon eher!!
Aber sie haben völlig Recht

Wenn ich ihnen jetzt erzähle, dass die Tests, die im Moment NUR das Personal machen muss, vom Budget der Einrichtung gezahlt werden muss, wirds noch lustiger!

Geimpfte haben die Möglichkeit sich 2x pro Woche zu testen
Ungeimpfte müssen jeden Tag

Und man wird dazu angehalten, die kostenlosen Bürgertests in Anspruch zu nehmen, um das vorhandene Gut zu sparen!

Trotz Hygienekonzept, müssen geimpfte Erzieher ganze Gruppen, in Vertretung allein übernehmen, weil die ungeimpften in Quarantäne sitzen!
Da passiert es dann auch schonmal das 9 Erzieher für 80 Kinder (1-6 Jahre) da sind und sich mit verkürzten Öffnungszeiten zufrieden geben sollen!

Warum hier nicht ähnlich wie an den Schulen gehandelt wird?
Das fragen sich päd. Fachkräfte schon seit 1,5 Jahren
Weil der falsche im Bildungsministerium sitzt, vielleicht ?!

Kritische vor 7 Wochen

Was momentan an den Kitas abgeht, ist ganz gruselig. Mehrere Bekannte mit Kindern in dem Alter haben ihre Kinder entnervt rausgenommen. Es gibt KEINE Testpflicht, es herrscht keine Transparenz und Einrichtungen mit massig Infizierten haben trotzdem geöffnet, kaum jemand wird in Quarantäne geschickt. Es ist absolut nicht nachvollziehbar, warum hier nicht ähnlich wie an Schulen gehandelt wird. Das Personal, die Eltern und auch die Kinder leiden darunter. Ein Lolli-Test tut nicht weh, die meisten Kinder kennen es von den großen Geschwistern, die Tests sollten verbindlich 2 bis 3 in der Woche IN DER KITA gemacht werden. Freiwillig und zu Hause geht doch voll nach hinten los, zumal in Sachsen. Man könnte ganz böse sagen, im Frühjahr hatten es dann wenigstens alle, aber die Kinder tragen es ja auch in die Familien und dort steckt es nicht jeder so gut weg.

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