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Geplant war, dass Schulen zweimal pro Woche Tests anbieten können. Wegen Lieferengpässen kann dies derzeit nicht garantiert werden. Bildrechte: dpa

Präsenzunterricht

Lieferengpässe bei Corona-Tests für Schulen in Thüringen

von MDR THÜRINGEN

Stand: 15. April 2021, 17:54 Uhr

Viele Thüringer Schulen warten noch immer auf die Corona-Selbsttests. Die Thüringer CDU-Fraktion übt scharfe Kritik am Bildungsministerium. Am Montag hatte in etwa drei Viertel der Schulen der Präsenzunterricht begonnen.

Viele Thüringer Schulen warten noch immer auf Corona-Selbsttests. Grund seien anhaltende Lieferengpässe, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums. Dadurch könne nicht garantiert werden, dass jede Schule zweimal pro Woche Tests anbieten kann. Man arbeite mit Hochdruck daran, mehr Tests zu beschaffen. Der Sprecher wies darauf hin, dass auch andere Bundesländer mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hätten. Inzwischen habe das Thüringer Bildungsministerium vereinbart, dass sich künftig das Deutsche Rote Kreuz um die Beschaffung der Tests kümmern soll.

Thüringer CDU übt Kritik am Bildungsministerium

Die Thüringer CDU-Fraktion kritisierte das Bildungsministerium scharf. "Damit stehen Thüringens Schulen wieder einmal vor Schließungen", erklärte CDU-Fraktionschef Mario Voigt. Man habe bereits in der Osterwoche vor dem Engpass gewarnt.

Die Pläne zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes auf Bundesebene sehen bislang eine Testpflicht für Schüler vor. Dafür müssten den Schulen aber genügend Tests zur Verfügung gestellt werden - die Beschaffung ist Ländersache.

Gründe für Lieferprobleme der Corona-Tests

Dem Sprecher zufolge gibt es mehrere Gründe für die Lieferprobleme. So sei eine größere Lieferung beispielsweise beim österreichischen Zoll bei der Einfuhr in die EU aufgehalten worden. Andere Lieferanten hätten Probleme wegen der tagelangen Blockade des Suez-Kanals durch ein aufgelaufenes Containerschiff. Dazu kämen Produktionsengpässe im Ausland. Außerdem könnten die Tests bei dem aktuellen kalten Wetter nicht so umgeladen werden wie sonst.

Präsenzunterricht in Thüringer Schulen seit Montag

Am Montag hatte in etwa drei Viertel der Schulen in Thüringen der Präsenzunterricht wieder begonnen. Geplant war ursprünglich, alle Schulen nach den Osterferien mit Schnelltests für den Schulbetrieb auszustatten. Diese Tests sollten Schülerinnen und Schülern sowie dem schulischen Personal kostenfrei und freiwillig zweimal wöchentlich zu Verfügung stehen.

Für Schülerinnen und Schüler über 11 Jahre standen am Montag nach Angaben des Bildungsministeriums 297.000 Tests bereit. Für Grundschulkinder waren 40.000 von 160.000 bestellten Lolli-Tests eingetroffen, die nicht in die Nase gesteckt werden müssen. In ganz Thüringen gibt es knapp 250.000 Schüler und gut 25.000 Beschäftigte in den Schulen.

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Selbsttests und Maskenpflicht: Neue Corona-Maßnahmen an Schulen

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa,jni

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. April 2021 | 16:00 Uhr

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