Pandemie Corona-News vom 30. Oktober: Weitere Kreise in Warnstufe 3

+++ Vier weitere Kreise erreichen Corona-Warnstufe 3 +++ Kreise überarbeiten Allgemeinverfügungen +++ 200 Menschen bei Halloween-Impfaktion in Sonneberg +++ Sportler setzen auf Impfung +++ Die Corona-News für Thüringen im Überblick +++

Schild mit der Aufschrift "Zutritt nur nach 2G-Regel"
Ob "2G" - geimpft oder genesen - angewandt werden darf, hängt von der jeweiligen Warnstufe der Kreise und kreisfreien Städte ab. Bildrechte: IMAGO / Bihlmayerfotografie

Sonneberg | 200 Menschen bei Halloween-Impfaktion

Die Halloween-Impfaktion bis in die Freitagnacht im Sonneberger Impfzentrum war nach Angaben der Veranstalter erfolgreich. Wie Christian Jauer von der Kassenärztlichen Vereinigung MDR THÜRINGEN sagte, haben sich mehr als 200 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Viele Impflinge waren in Halloween-Kostümen erschienen.

Laut Jauer gibt es im Sonneberger Impfzentrum derzeit auch außerhalb von Sonderaktionen ausreichend freie Termine. Diese könnten über das Impfportal der KV im Internet gebucht werden.

Gotha | Strengere Corona-Regeln für Veranstaltungen

Der Landkreis Gotha hat am Samstag eine strengere Corona-Regeln für Veranstaltungen veröffentlicht. Laut der neuen Corona-Allgemeinverfügung sind ab Montag für alle öffentlichen Veranstaltungen nur die Modelle 2G oder 3G-Plus zulässig. Dazu zählen Kino, Theater, Konzerte, Messen, Sportwettkämpfe und Flohmärkte.

Für Innengastronomie und touristische Übernachtungen in Hotels und Pensionen gilt im Landkreis Gotha unverändert weiterhin die 3G-Regel. Das betrifft auch private Familienfeiern ab 20 Teilnehmenden.

Thüringen | CDU kritisiert neue Vorgaben

Die Thüringer CDU-Landtagsfraktion kritisiert die Landesregierung scharf für ihren neuen Corona-Erlass. Der sozialpolitische Sprecher, Thadäus König, sprach am Samstag von einer "Nacht-und-Nebel-Aktion" und mangelnder Kommunikation. Die Landtagsfraktionen, die Wirtschaft und die Kommunalverbände seien nicht einbezogen worden.

Die Landesregierung wälze die Verantwortung zwischen den Modellen 2G und 3G-Plus zu wählen auf die Landkreise ab, die dann vor Ort im Feuer ständen, sagte König. Die CDU fordert, den Gastronomen die Wahl zwischen 2G, 3G-Plus und 3G zu überlassen.

Thüringen | Weitere Kreise in Warnstufe 3

Am Samstag haben die Kreise Gotha, Hildburghausen, das Altenburger Land und die Stadt Gera die Corona-Warnstufe 3 erreicht. Zuvor galt das bereits für Schmalkalden-Meinigen, den Ilm- und den Kyffhäuserkreis. Sie alle müssen in den kommenden Tagen die schärferen Regeln des Landes umsetzen.

Bei Corona-Warnstufe 3 gilt: Die Kreise müssen für Gaststätten und Veranstaltungen die Modelle 2G und 3G plus vorgeben, das heißt: Zutritt nur noch für Geimpfte oder Genesene oder - bei 3G plus - mit einem negativen PCR-Test.

«Zutritt im Restaurant nur für geimpfte oder genesene ! (2 G Regel)» steht auf dem Schild am Eingang zu einem Restaurant am Domplatz.
2G heißt es bei vielen Gastwirtschaften in Thüringen. Bildrechte: dpa

Thüringen | Schulen rüsten gegen Corona auf

Die Schülerinnen und Schüler in Thüringen haben aktuell Ferien. An den Schulen herrscht trotzdem Betrieb, so wie in Greiz oder im Saale-Orla-Kreis. Denn die Hausmeister installieren Technik, um künftig noch besser gegen das Corona-Virus gewappnet zu sein. CO2-Sensoren zeigen an, wann gelüftet werden muss.

Thüringen | Kreise überarbeiten Allgemeinverfügungen

In Thüringen treten an diesem Samstag verschärfte Corona-Regeln in Kraft. Die Kommunen erhalten ab Corona-Warnstufe 2 die Möglichkeit, das "2G"- oder "3G plus"-Modell in bestimmten Bereichen verpflichtend einzuführen. Ab Warnstufe 3 sollen die Zugangsbeschränkungen verpflichtend sein. Das betrifft unter anderem Gaststätten, Jahrmärkte, Konzerte, Kinos, und Clubs.

Trotz der neuen Corona-Verordnung des Landes verzögert sich die Umsetzung der schärferen Regeln in den Kreisen. Der Grund: Die Kreise müssen in den kommenden Tagen zunächst ihre sogenannten Allgemeinverfügungen überarbeiten. Hier erfahren Sie mehr zu den neuen Corona-Regeln:

Gera | Corona-Hotlines weiterhin gefragt

Die Corona-Hotlines des Landes und der meisten großen Kommunen sollen auf unbestimmte Zeit weitergeführt werden. "Die große Nachfrage zeigt, wie wichtig ein solches Instrument auch in Zeiten der Digitalisierung ist", erklärt der Geraer Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos).

Zwei Personen mit Mundschutz am Schreibtisch.
Mit steigenden Fallzahlen und neuen Verordnungen steigt auch das Bedürfnis nach Hilfe und Aufklärung. (Archivbild) Bildrechte: MDR/David Dienemann

Neben Gera war auch in Städten wie Erfurt und Weimar, den Kreisen Sonneberg und Nordhausen sowie bei der Hotline des Landes und der Unternehmerhotline der Thüringer Aufbaubank der Ansturm 2020 immens. So gingen etwa der Stadt Gera zufolge 40.000 Anrufe seit dem Start der Hotline im März 2020 ein. Mittlerweile sei die Nachfrage zwar merklich zurückgegangen, aber mit den steigenden Fallzahlen sei wieder ein leichter Anstieg spürbar.

Thüringen | Sportlerinnen und Sportler geimpft

Wie aus einer MDR THÜRINGEN-Umfrage unter Profivereinen im Freistaat hervorgeht, haben sich nahezu alle Spielerinnen und Spieler im Hallensport impfen lassen. Die Basketballer von Medipolis Jena setzen zudem auf "3G plus" und hoffen auf mehr Fans bei Heimspielen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm/dvs, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 30. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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