Pandemie Corona-News vom 8. Mai: Gesundheitsämter melden 30 weitere Todesfälle in Thüringen

+++ Sieben-Tage-Inzidenz in Thüringen sinkt auf 184 +++ Hausärzte durch Impfungen in Praxen belastet +++ Weniger Betrieb bei Kinderärzten +++ Die Corona-News aus Thüringen im Überblick +++

Auf einer Intensivstation hält eine Mitarbeiterin in Schutzkleidung die Hand eines Patienten.
169 Covid-19-Patienten in Thüringen werden derzeit auf Intensivstationen behandelt. Bildrechte: dpa

Thüringen | Die Corona-News vom 9. Mai

Am Sonntag, 9. Mai, halten wir Sie in einem neuen Ticker zu den Entwicklungen rund um das Coronavirus in Thüringen auf dem Laufenden.

Thüringen | Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 184

Die Zahl der aktiven Coronainfektionen in Thüringen ist wieder etwas gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten am Samstagabend 10.244 aktive Fälle. Das waren 167 mehr als am Freitag und 780 weniger als vor zwei Wochen. 30 weitere Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind in Thüringen verstorben.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank laut Robert-Koch-Institut deutlich auf 184. Die Stadt Weimar ist mit 99,7 unter die 100-Marke gerutscht. Nordhausen und Erfurt liegen seit vier Tagen unter dem kritischen Wert von 165.

Deutsch­land | Überregionale Corona-News

Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) sieht gute Chancen für Sommerurlaub innerhalb der EU +++ SPD-Gesundheitsexperte  Lauterbach für Aussetzen aller Impfstoff-Patente +++ Mehr News im überregionalen MDR-Corona-Ticker.

Weißensee | Chinesischer Garten wieder geöffnet

Der Chinesische Garten in Weißensee ist seit Samstag wieder geöffnet. Wie die Stadt mitteilte, müssen Besucherinnen und Besucher einen tagesaktuellen, negativen Corona-Test vorlegen und sich an die Corona-Regeln halten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Führungen sind derzeit nicht möglich. Der Garten ist von Dienstag bis Donnerstag in der Zeit von 12 bis 18 Uhr und von Freitag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Chinesischer Garten Weißensee
Mit einem aktuellen negativen Corona-Test darf der Chinesische Garten in Weißensee wieder besichtigt werden. Bildrechte: MDR/Dörthe Gromes

Weimar | Sinkender Inzidenz-Wert

Die Stadt Weimar hat wieder eine Sieben-Tage-Inzidenz unter dem Schwellenwert von 100 erreicht. Nach Zahlen des Robert Koch Instituts lag der Wert in der kreisfreien Stadt am Samstag bei 99,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

Laut der neuen Thüringer Corona-Verordnung greifen in Landkreisen und kreisfreien Städten, die an fünf aufeinander folgenden Werktagen eine Inzidenz von 100 unterschreiten, etliche Lockerungen und Öffnungsschritte. So kann dann die Außengastronomie mit Terminvereinbarung öffnen. Auch touristische Übernachtungen in Ferienhäusern oder auf Campingplätzen sind dann wieder möglich. Aktuell ist in Weimar bereits Shopping mit Termin und aktuellem negativem Test möglich. Die Schulen bieten Wechselunterricht an.

Auch landesweit sank die Inzidenz am Samstag weiter. Dennoch bleibt der Freistaat das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland. Mit dem Saale-Orla-Kreis und dem Kreis Hildburghausen zählen zudem zwei Thüringer Regionen bundesweit zu den Kreisen mit der höchsten Inzidenz.

Eine dem Dichter Johann Wolfgang von Goethe nachgebildete Figur trägt in der Schillerstraߟe eine Mund-Nasen-Maske.
Goethe mit Maske: In Weimar liegt der Inzidenzwert landesweit am niedrigsten. Bildrechte: dpa

Thüringen | Kinderarztpraxen leerer als vor Pandemie

Thüringer Kinderarztpraxen sind weniger ausgelastet als vor Beginn der Pandemie. Wie der Sprecher des Thüringer Verbands der Kinder- und Jugendärzte, Dirk Rühling, MDR THÜRINGEN sagte, ist vor allem die Zahl der Kinder mit akuten Infekten zurückgegangen. Die Grippewelle, die den Praxen sonst einen großen Ansturm beschere, sei ausgeblieben. Vor allem in Kindergärten und Schulen steckten sich im Winter weniger Kinder mit Infektionskrankheiten an. Nicht nur, weil diese häufig geschlossen waren und sind, sondern auch, weil kränkelnde Kinder inzwischen länger zu Hause bleiben, wie Rühling sagte.

Besonders leer waren die Praxen demnach in der ersten Corona-Welle, weil viele Vorsorgeuntersuchungen verschoben wurden. Was sich im Verlauf der Pandemie nicht durchgesetzt hat, seien Video-Sprechstunden. Eltern hätten ein klares Bedürfnis nach persönlichem Kontakt.

Einschulungsuntersuchung
Hörtest beim Kinderarzt: Vor allem in der ersten Corona-Welle haben die Praxen Vorsorgeuntersuchungen zunächst verschoben (Foto: Archiv). Bildrechte: imago/JOKER

Thüringen | Hausärzte stark durch Corona-Impfungen belastet

Thüringens Hausärzte sehen sich durch die Coronaimpfungen einer hohen Belastung ausgesetzt. Die Ärzte und Mitarbeiter seien in manchen Praxen bereits jetzt am Limit, sagte der Vorsitzende des Thüringer Hausärzteverbandes, Ulf Zitterbart. So müssten wegen der Impfungen beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen auf den Herbst verschoben werden.

Ein weiteres Problem ist nach Ansicht des Hausärzteverbandes, dass die Ärzte erst donnerstags erfahren, wieviel Impfstoff am Montag geliefert wird. Das sei zu kurzfristig, weil der Impfstoff in der Regel bis Freitag verabreicht werden müsse. Laut Zitterbart planen und vergeben die Arztpraxen deshalb über das Wochenende die Impftermine. Nach Zitterbarts Meinung sollten sich möglichst viele Ärzte beim Impfen beteiligen, auch Betriebsärzte.

Rückblick: Der Corona-Ticker von Freitag

Quelle: MDR THÜRINGEN/uka/mm

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 08. Mai 2021 | 19:00 Uhr

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