Pandemie Corona-News vom 28. November: Verlegung von Corona-Patienten in andere Bundesländer abgeschlossen

+++ Verlegung von Corona-Patienten in andere Bundesländer abgeschlossen +++ CDU will Landtagsdebatte zu Demos gegen Corona-Auflagen +++ Polizei löst während Corona-Kontrolle Feier in Weimar auf +++ Mehr als 5.000 Corona-Tote in Thüringen +++ Wegen 2G: Hassmails gegen Gedenkstätte Buchenwald +++ Verkehrsgewerbe warnt vor 3G-Konsequenzen +++ Demos gegen Corona-Einschränkungen in mehreren Thüringer Städten +++ "Super-Impfsamstag" in Jena großer Erfolg +++

Brennendes Grablicht auf einem Friedhof
Die Infektionszahlen steigen rasant und Thüringenweit gibt es bereits jetzt mehr als 5.000 Corona-Tote. Bildrechte: imago/photothek

Deutsch-land | Covid-Patienten aus mehreren Bundesländern verlegt

Die seit Freitag laufende Verlegung von zunächst rund 50 schwer kranken Covid-19-Patienten in andere Bundesländer ist am Wochenende weitgehend abgeschlossen worden. Darunter waren auch sechs Patienten aus Thüringer Krankenhäusern. Grundlage für den Einsatz ist das sogenannte Kleeblatt-System für eine bundesweite Verteilung von Patienten aus Regionen, in denen der Kollaps von Krankenhäusern droht. 14 Patienten kamen aus Sachsen, 24 aus Bayern.

Ein am Corona-Virus erkrankter Intensivpatient.
Dieser Patient aus Thüringen wurde nach Hannover verlegt. Bildrechte: dpa

Erfurt | CDU will Corona-Demos im Landtag aufarbeiten

Die Thüringer CDU will die Proteste gegen die Corona-Auflagen zum Thema im Landtag machen. Das kündigte Raymond Walk am Sonntag an. Der Innenpolitiker erklärte, die Proteste seien angekündigt und organisiert gewesen und deshalb gerade keine spontanen Demonstrationen, wie sie das Grundgesetz erlaube. Dahinter stünden offenbar Rechtsextremisten von NPD und AfD, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Er sorge sich auch um die Polizisten, die bei solchen Protesten im Einsatz sind. Es habe fünf zum Teil schwer verletzte Beamte gegeben, so Walk.


Lichterfest wird erneut still gefeiert

Mit dem Entzünden des ersten Lichts auf dem Chanukka-Leuchter beginnt für die Jüdische Landesgemeinde in Thüringen am Sonntag das Chanukka-Fest. Wegen der Corona-Pandemie werde es erneut leise gefeiert, sagte eine Sprecherin der Landesgemeinde. Normalerweise wird Chanukka mit einem ausgelassenen Fest mit Musik, Tanz und gemeinsamem Essen gefeiert. Darauf wird wegen Corona verzichtet. Das erste Licht wird 17 Uhr feierlich vor dem Erfurter Rathaus mit Landesrabbiner Alexander Nachama entzündet. Traditionell wird acht Tage lang täglich ein Licht mehr auf dem Chanukka-Leuchter angeschaltet.

ein mehrarmiger Leuchter in der Synagoge in Erfurt
Chanukka-Leuchter in der Erfurter Synagoge Bildrechte: MDR/Paul-Philipp Braun

Deutsch-land | Überregionale Corona-News

13 Reisende aus Südafrika wurden in den Niederlanden positiv auf die neue Corona-Mutante Omikron getestet. Bundespräsident Steinmeier plädiert für rasche Kontaktbeschränkungen. Mehr nationale und internationale Corona-News bei unseren Kollegen von MDR AKTUELL im Ticker:

Weimar | Polizei löst Feier auf

Die Polizei hat bei Corona-Kontrollen in Weimar in der Nacht zum Sonntag eine Feier aufgelöst. Nach Angaben der Beamten war das Fest mit etwa 20 Teilnehmern nicht genehmigt. Außerdem waren nicht alle Feiernden geimpft oder genesen. Sie erhalten jetzt eine Anzeige. Außerdem wurden bei den Kontrollen in Weimar mehrere Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen und die Maskenpflicht festgestellt. Dagegen hielten die Gastronomen die Sperrstunde laut Polizei durchweg ein.

Thüringen | Mehr als 5.000 Corona-Tote

In Thüringen sind seit Beginn der Corona-Pandemie 5.000 infizierte Menschen gestorben. Das geht aus den aktuellen Zahlen der Landkreise und kreisfreien Städte vom Sonntag hervor. Landesweit ist etwa jedes dritte Bett auf den Intensivstationen der Krankenhäuser mit einem Corona-Patienten belegt. Die Inzidenz in Thüringen stieg am Morgen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts auf fast 880. Sieben Landkreise und die Stadt Gera haben einen Wert von zum Teil deutlich über 1.000.

Weimar | Hassmails gegen Gedenkstätte Buchenwald wegen 2G-Regel

Die KZ-Gedenkstätte Buchenwald erhält zunehmend Hassmails, die sich auf die 2G-Regel beziehen. Am widerlichsten sei die Gleichsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen mit den NS-Verbrechen, sagte der Direktor der Stiftung, Jens-Christian Wagner. Gedenkstättenmitarbeiter würden als "Nazis, Faschisten und neue Dr. Mengeles" beschimpft. Ungeimpfte sähen sich als "neue Juden". Damit würden die Opfer der NS-Verbrechen instrumentalisiert und verhöhnt, so Wagner weiter. Die 2G-Regel gilt dabei nur für die Ausstellungen und die Besucherinfo - die Außenbereiche sind ohne Einschränkung zugänglich.

Thüringen | Impfmöglichkeiten nicht überall ausreichend

Die Politik hat intensiv für das Impfen gegen Corona geworben. Viele Menschen sind dem Aufruf gefolgt. Aber die Impfkapazitäten konnten mancherorts dem Anlauf nicht standhalten. Frust macht sich breit, auch im Kyffhäuserkreis. Mehr dazu erfahren Sie im Video:

Deutsch-land | Was bei Corona-Verdacht zu tun ist

Ein positiver Schnelltest, ein Hinweis in der Warn-App: Viele Menschen sind dann verunsichert, was als erstes zu tun ist. Die Kollegen von MDR AKTUELL haben die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst:

Erfurt | Verkehrsgewerbe fordert mehr Testzentren

Das Thüringer Verkehrsgewerbe warnt vor massiven Folgen durch die 3G-Regel am Arbeitsplatz. In der Branche gebe es bereits jetzt einen hohen Personalmangel. Außerdem seien viele Fahrerinnen und Fahrer nicht geimpft. heißt es in einem Schreiben an Ministerpräsident Bodo Ramelow, das MDR THÜRINGEN vorliegt.

Die Fuhrunternehmer beklagen, dass Personal, das die ganze Woche unterwegs ist, nicht ohne Weiteres getestet werden könne. Nach ihren Angaben werden zudem an vielen Verladestationen Tests der Fuhrunternehmen nicht akzeptiert. Außerdem mangele es an Testkapazitäten. Die Branche fordert daher Ausnahmeregeln für Fahrerinnen und Fahrer und bundesweit durchgehend geöffnete Testzentren.

Thüringen | Demos gegen Corona-Einschränkungen in mehreren Städten

In Thüringen haben sich am Wochenende in mehreren Städten hunderte Menschen zu unangemeldeten Corona-Protesten versammelt. In Greiz kamen nach Polizeiangaben am Samstagabend rund 800 Teilnehmer zum Teil mit Fackeln zu einem stillen Protest zusammen. Ebenfalls friedlich demonstrierten 130 Corona-Gegner in Sondershausen. Weniger friedlich verlief ein "Spaziergang" mit 600 Menschen in Eisenach. Die Polizei sprach Platzverweise aus, setzte Tränengas ein und nahm sechs Anzeigen wegen Landfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte auf.

Jena | "Super-Impfsamstag" großer Erfolg

Zum sogenannten Superimpf-Samstag sind in Jena 1.250 Personen geimpft worden - zwei Drittel davon zum ersten Mal. Laut Stadtverwaltung wurde erstmals auch im neuen kommunal organisierten Impfzentrum auf dem Uni-Campus am Abbe-Platz geimpft. Ab Mittwoch wird dort täglich von 9 bis 19 Uhr ohne Termin geimpft.. Bereits am Dienstag um 10 Uhr startet die nächste Impfaktion im VIP-Zelt des Stadions.

Was bisher geschah | Corona-News vom Samstag, 27. November 2021

Hier geht es zu den Corona-News vom 27. November 2021.

Quelle: MDR(dvs), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 28. November 2021 | 19:00 Uhr

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