Landesamt für Statistik Thüringen: Mehr als 1.000 Covid-19-Todesfälle im vergangenen Jahr

1.037 Menschen sind nach Angaben des Landesamt für Statistik in Thüringen im Jahr 2020 am Coronavirus gestorben. Fast 70 Prozent dieser Fälle wurden im Dezember verzeichnet.

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
3,4 Prozent der Sterbefälle in Thüringen im Jahr 2020 sind auf das Coronavirus zurückzuführen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

In Thüringen sind im vergangenen Jahr mehr als 1.000 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das teilte das Statistische Landesamt mit. Das Coronavirus war demnach die Ursache für 3,4 Prozent der Sterbefälle.

Bei weiteren 370 Todesfällen wurde Covid-19 als so genannte Begleiterkrankung angegeben. Die ersten Todesfälle wegen Covid-19 gab es im März vergangenen Jahres in Thüringen, die meisten Fälle mit fast 70 Prozent wurden im Dezember verzeichnet.

Sterberate in Thüringen gestiegen

Nicht nur das Coronavirus, auch andere Erreger führten im vergangenen Jahr zu tödlichen Krankheitsverläufen: So starben 38 Menschen an einer Grippe - nach vorläufigen Zahlen des Landesamts für Statistik. Im Jahr 2019 wurden demnach 29 Grippetote gezählt.

Einer Lungenentzündung, verursacht durch verschiedene Viren oder Bakterien, erlagen im Jahr 2020 mehr als 580 Personen. Im Jahr 2019 gab es 655 Todesfälle, bei denen die Betroffenen zuvor eine Lungenenzündung hatten.

Insgesamt starben im Jahr 2020 mehr als 30.200 Menschen in Thüringen, das waren 1.030 beziehungsweise 3,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Mehr als ein Drittel der Betroffenen (38 Prozent) starb an einer Erkrankung des Kreislaufsystems, fast jeder Vierte (23,3 Prozent) erlag einem Krebsleiden.

Quelle: MDR THÜRINGEN, jni

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 08. Juli 2021 | 16:00 Uhr

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