Lernen zu Hause Probleme beim digitalen Lernen: Bildungsministerium will Kapazität für "Schul-Cloud" erweitern

Kinder und Jugendliche müssen derzeit zu Hause lernen, damit sie aufgrund des hohen Infektionsgeschehens möglichst wenigen Menschen direkt begegnen. Doch auch im zweiten Lockdown tun sich digitale Hindernisse auf.

Ein Schulkind löst Aufgaben.
Das Home-Schooling, der Unterricht zu Hause, stellt nicht nur die Schüler vor ungewohnte Aufgaben. Bildrechte: imago images / Fotostand / K. Schmitt

Das Thüringer Bildungsministerium will die Server-Kapazitäten für die "Schul-Cloud" aufstocken. Wie ein Sprecher MDR THÜRINGEN sagte, sind fehlende Kapazitäten einer der Hauptgründe, warum es beim digitalen Lernen immer wieder Probleme gibt.

Den Angaben zufolge gibt es bundesweit derartige Schwierigkeiten. Offenbar reichten die Server-Kapazitäten nicht aus, um digitales Lernen störungsfrei anzubieten, sagte der Sprecher des Ministeriums. Den Lehrern wird empfohlen, ihre Inhalte in kleineren Paketen und über den Tag verteilt anzubieten. So könne verhindert werden, dass die Cloud überlastet wird.

Kritik von Schülern und Eltern in Thüringen

Eine Sprecherin des Anbieters HPI Schul-Cloud sagte, eine detaillierte technische Analyse laufe noch. Die Ressourcen seien bereits am Montag innerhalb weniger Stunden massiv erweitert worden. Bei komplexen IT-Systemen seien zeitweilige Störungen möglich, mit ausreichenden Server-Kapazitäten könnten aber sehr viele Nutzer gleichzeitig auf die Cloud zugreifen.

In den vergangenen Tagen hatten Schüler und Eltern immer wieder kritisiert, dass die Thüringer "Schul-Cloud" nicht richtig funktioniere. Das Bildungsministerium verweist darauf, dass zehn Monate nach Einführung bereits 200.000 Schüler digital damit arbeiten. Eine Software-Entwicklung auf diesem Niveau dauere normalerweise mehrere Jahre. Thüringen habe sich dennoch dafür entscheiden, die Cloud in der Pandemie schnellstmöglich einzuführen.

Leon Schwalbe vom Landesschülerrat erklärte, trotz aller Probleme habe sich auf dem Gebiet des digitalen Lernens viel in Thüringen getan. Der Landesschülerrat bespricht sich regelmäßig virtuell mit Vertretern der Schulen und des Bildungsministeriums.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 17. Dezember 2020 | 19:00 Uhr

16 Kommentare

Grinch vor 20 Wochen

Achja? Meine Nachbarin ist Grundschullehrerin. Die sieht nicht sehr gestresst aus. Im Gegenteil. Sie genießt ihr erneutes zu Hause bleiben bei vollem Gehalt.

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 20 Wochen

Bei so viel Lob auf meinen Kommentar unten

werde ich ja gleich ganz rot...

🥰 😍 😘

💋 DANKE❗️


( Ähm, also das mit dem rot werden war jetzt nicht „politisch“ gemeint !

Dann doch eher was „mit schwarz-gelb“, also: ein Bienchen, bitte ! )

🐝 🐝 🐝

martin vor 20 Wochen

@atheist: Bei aller Kritik am Zustand - dass nur die politisch korrekte Ansprache funktionieren würde, ist völlig überzogen. Aber der Versuch alles Mögliche und Unmögliche möglichst schlecht zu schreiben, scheint bei einigen Zeitgenossen zum Lebenselixier zu gehören.

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