Entschädigungen Bisher 100 Millionen Euro für Corona-Verdienstausfall ausgezahlt

Frau in quarantäne mit mundschutz schaut depressiv aus dem fenster ihrer wohnun
Wenn Infektionsschutz-Maßnahmen wie Quarantäne Arbeit verhindern, greifen Entschädigungsregelungen. Bildrechte: dpa

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat das Thüringer Landesverwaltungsamt mehr als 100 Millionen Euro Entschädigungsleistungen ausgezahlt. Insgesamt wurden dafür fast 134.000 Anträge gestellt, wie es in einer Mitteilung am Dienstag heißt. Der größte Teil, mehr als 110.000, wurde demnach positiv entschieden. Abgelehnt worden seien 13.000 Anträge.

Präsident Frank Roßner sagte, die Bearbeitung der Anträge habe höchste Priorität, auch wenn das Amt viele andere "dringliche Aufgaben" zu bewältigen habe, nicht zuletzt wegen der Flüchtlingssituation. Wöchentlich gehen laut Roßner rund 2.000 neue Anträge von Arbeitnehmern, Unternehmen und Selbständigen ein. Die Zahl habe zugenommen, weil inzwischen auch Ungeimpfte Entschädigung bekommen könnten. Die Bearbeitungszeit liege bei acht bis zwölf Wochen, da das Personal des Amtes aktuell teils selbst von der Pandemie betroffen sei.

Das Landesverwaltungsamt ist laut Infektionsschutzgesetz für die Zahlungen bei Verdienstausfall zuständig.

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MDR (csr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 12. April 2022 | 15:00 Uhr

4 Kommentare

Freies Moria vor 11 Wochen

100 Millionen Euro für nichts und wieder nichts, nein, das stimmt nicht.
Aber die symptomlosen Quarantäne-Tage, die waren und bleiben sinnfrei.
Gerade weil gleichzeitig Geimpfte im vergleichbaren Kontakt zu Infizierten nicht in Quarantäne müssen.
Denn entweder sind diese möglicherweise infizierten Geimpften ein Risiko, oder die Ungeimpften, die Kontakt hatten, sind kein Risiko.
Mal so mal so ist keine zulässige Grundlage für den Entzug der Freiheitsrechte. Und keine Grundlage für die Enteignung der Allgemeinheit - denn nichts anderes ist die Verschwendung von Steuergeldern!

Freies Moria vor 11 Wochen

@Kopfschuettler: Gespielte Entrüstung oder Realitätsverweigerung, was präsentieren Sie da? Impfen kann zum Tode führen - nicht impfen ist demnach genauso "Eigenverantwortung" wie Impfen, um den Tod zu verhindern, was auch eine mögliche Folge ist.
Vermutlich sind Sie also einfach intolerant gegenüber Menschen die eine andere Entscheidung getroffen haben, als Sie selbst, und vielleicht auch noch gut damit gefahren sind.

OOOO vor 11 Wochen

Schon mal was davon gehört: „vor dem Gesetz sind alle gleich“, gut manchmal gleicher

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