Corona-Pandemie Neue Thüringer Corona-Schutzverordnung gilt seit Samstag

Der Bundestag hat das neue Infektionsschutzgesetz gebilligt, mit dem die meisten Corona-Beschränkungen im öffentlichen Leben wegfallen sollen - auch in Thüringen. Ministerin Werner hält manche Regeln aber weiterhin für notwendig.

Ministerin Heike Werner mit einem Mund-Nase-Schutz.
Der Mund-Nase-Schutz wird in manchen Lebensbereichen vorerst weiterhin dazugehören. Bildrechte: dpa

In Thüringen gilt seit Samstag eine neue Corona-Schutzverordnung. Damit hat das Land die Regeln dem neuen Bundes-Infektionsschutzgesetz angepasst, das am Freitag verabschiedet wurde. Die Verordnung regelt unter anderem, wo weiterhin Masken getragen werden müssen oder wo Corona-Tests verpflichtend sind.

Die neue Verordnung ist zweigeteilt. Basisregeln beinhalten die Maskenpflicht in Kliniken, Pflegeeinrichtungen oder Verkehrsmitteln sowie die Testpflicht in bestimmten Räumen. Sogenannte Übergangsregeln sollen - so der jetzige Stand - nur noch bis zum 2. April gelten. Dazu gehört etwa die Maskenpflicht in Geschäften und in Kirchen. Außerdem gilt bis dahin die 3G-Regel für Gaststätten, Bars, Fitnessstudios, Schwimmbäder und Saunen. Für Diskos bleibt es vorerst bei der 2G-Regel.

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hatte zuvor gesagt, dass sie 3G-Zugangsbeschränkungen in Fitnessstudios, Schwimmhallen und bei manchen Veranstaltungen mittelfristig weiterhin für nötig hält: "Ich glaube, dass in Bereichen, wo eine hohe Infektionsgefahr besteht, 3G-Zugangsbeschränkungen noch notwendig sein werden."

Werner für Maskenpflicht im Nahverkehr und Einzelhandel

Für die Zeit danach braucht es für Zugangsbeschränkungen laut Werner einen Landtagsbeschluss. Da die Regierungskoalition von Linke, SPD und Grünen keine eigene Mehrheit im Parlament hat, wären dafür vier Stimmen von CDU oder FDP nötig.

Werner machte zudem klar, dass sie vor allem eine Maskenpflicht unter anderem im Einzelhandel und im Nahverkehr auch für die Zeit nach dem 2. April für ein wichtiges Instrument im Kampf gegen das Coronavirus hält. Sie sei ein "gutes und belastbares Mittel, um Infektionen zu verhindern", sagte sie. Auch Hygienekonzepte müssten ihrer Meinung nach weiterhin umgesetzt werden.

Die beschlossenen Corona-Lockerungen fallen in eine Zeit mit immer neuen Rekordwerten bei den Infektionszahlen. In Thüringen wurden am Freitag 89.500 Menschen als aktiv infiziert gemeldet. Innerhalb eines Tages waren mehr als 9.000 Fälle hinzukommen.

MDR (mm)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 18. März 2022 | 19:00 Uhr

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