180.000 bis Ende April Corona: Weitere Impfdosen zugesagt

Die nächsten Impfstofflieferungen sind zugesagt: Bis Ende April soll Thüringen weitere 180.000 Dosen bekommen. Hausärzte hoffen auf vollständige Lieferung der Menge. Bei den Impfstatistiken liegt Thüringen bundesweit in der Spitzengruppe.

Verpackter Corona-Impfstoff
Weiterer Nachschub ist zugesagt - vor allem Hausärzte hoffen, dass die Lieferungen dann auch in voller Höhe erfolgen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Thüringen erhält in dieser Woche 63.900 Corona-Impfstoff-Dosen. Bereits am Montag seien 44.700 Dosen verschiedener Hersteller eingetroffen (Biontech/Pfizer, Astrazeneca), geht aus der täglichen Übersicht des Gesundheitsministeriums hervor.

Blick in die Messehalle, wo zahlreiche Stühle stehen und Impfkabinen aufgebaut sind
Das Impfzentrum in der Erfurter Messehalle Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel

21.500 Impfdosen sollen demnach noch in dieser Woche an die Hausärzte ausgeliefert werden. Sie dürfen seit einigen Tagen in ihren Praxen impfen - insgesamt ist das bislang gut 22.000 Mal geschehen. Für die letzten beiden April-Wochen werden nach aktuellem Stand weitere 116.250 Impfstoffdosen erwartet.

17 Prozent der Thüringer bisher einmal geimpft

Thüringenweit haben 361.208 Menschen ihre erste Impfung erhalten, das entspricht einem Anteil von 16,9 Prozent der Bevölkerung. 7,3 Prozent der Thüringer sind vollständig geimpft. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) liegt Thüringen damit gemeinsam mit Berlin an der Spitze bei der Quote der vollständig Geimpften.

Wie schnell geimpft werden kann, hängt laut KV aber von der Menge der tatsächlichen Lieferungen ab. Tendenziell habe sich zuletzt ein positives Bild bezüglich der Impfgeschwindigkeit gezeigt, was auch auf den Impfstart in den Hausarztpraxen zurückzuführen sei.

Unterdessen verschiebt sich die Markteinführung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson in Europa. Die US-Gesundheitsbehoörde CDC hatte nach sechs Fällen von Blutgerinseln eine Aussetzung der laufenden Impfungen empfohlen. Thüringen hatte im April mit 5.000 Impfdosen dieses Herstellers gerechnet.

Quelle: MDR THÜRINGEN/csr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. April 2021 | 16:00 Uhr

8 Kommentare

MDR-Team vor 4 Wochen

Das ist ein wenig zu pauschal. Nicht alle Omas und Opas sind pflegebedürftig und die, die es sind, können - genau wie Schwangere - zwei Kontaktpersonen bestimmen. Da es nur zwei sind, haben Oma und Opa ein eigenes Interesse daran, sich genau zu überlegen, wer diese Kontaktpersonen sein sollen. Natürlich führt dieses Prozedere auch dazu, dass sich zum Beispiel Enkel und Urenkel vordrängeln können. Das ist im Zweifelsfall asozial, aber genau genommen haben auch diese Menschen laut Corona-Impfverordnung einen Anspruch auf die Impfung.

Mario Hana vor 4 Wochen

Liebes mdr-Team - sie schreiben es doch: "Diese Dokumente müssen von dem Gepflegten oder dessen Prokuristen unterschrieben werden." - und genauso läuft das. Die Oma unterschreibt das schon...
Ich würde zuerst die immunisieren, die den Schutz am dringendsten nötig haben. Ich rede wirklich aus eigener Erfahrung. Ich war erstaunt und erschrocken, wie viele meiner jüngeren Kollegen mittlerweile geimpft sind bzw. Termine haben, während, die die den Schutz viel dringender benötigen in die Röhre schauen. Die Schriebse werden doch aus Gefälligkeit von Oma und Opa unterschrieben - seien Sie doch da bitte nicht naiv.

MDR-Team vor 4 Wochen

Sehr geehrter Mario Hana,

das ist so nicht ganz richtig. Es gibt für Impfberechtigte verschiedener Prioritätsgruppen Formulare des Gesundheitsamts, die beim Empfang der Impfung vorgelegt werden müssen. Diese Dokumente müssen von dem Gepflegten oder dessen Prokuristen unterschrieben werden. Weitere Infos finden Sie unter: https://www.tmasgff.de/covid-19/impfreihenfolge

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