Veranstaltungen und Gastgewerbe Thüringer Kabinett beschließt 3G-Plus-Corona-Regel

Die Veranstaltungsbranche und das Gastgewerbe in Thüringen sollen künftig den Zutritt von Gästen über ein Optionsmodell regeln. Neben der bisher geltenden 3G-Regel soll auch das 2G- und 3G-Plus-Modell angewandt werden.

Die Veranstaltungsbranche und das Gastgewerbe in Thüringen sollen künftig den Zutritt von Gästen über ein Optionsmodell regeln. Das sieht ein Beschluss des Thüringer Kabinettes vor. Demnach können neben der bisher geltenden 3G-Regel auch das sogenannte 2G- und das 3G-Plus-Modell angewandt werden.

3G-Plus: PCR- statt Antigentest

3G-Plus bedeutet, dass geschlossene Räume bis zu 75 Prozent ausgelastet werden dürfen. Zutritt bekommen Geimpfte, Genesene und Personen, die einen negativen PCR-Test vorweisen können.

Corona-Test bei einer Frau
3G-Plus: Genesen, geimpft oder negativer PCR-Test. Bildrechte: imago images/ZUMA Wire

Maximale Freiheit bei 2G-Option

Die dritte Option ist das 2G-Modell: Dann bekommen nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Die Regeln für Mindestabstände und Maskenpflicht in geschlossenen Räumen entfallen dann.

Das Optionsmodell soll unabhängig von der Inzidenz oder der Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern angewandt werden. Ziel ist laut Landesregierung, dass die neue Verordnung am 4. Oktober in Kraft tritt.

Kritik vom Hotel- und Gaststättenverband

Schon kurz nach Bekanntgabe des neuen Corona-Optionsmodells gab es Kritik vom Hotel- und Gaststättenverband. Dessen Geschäftsführer, Dirk Ellinger, sagte MDR THÜRINGEN, es sei zwar gut, wenn die Betriebe selbst entscheiden könnten, welche Regeln sie anwenden wollten. Allerdings seien bei dem so genannten 2G-Modell noch viele Fragen offen. So dürften Arbeitgeber, die das 2G-Modell anwenden wollen, ihre Mitarbeiter nicht über deren Impfstatus befragen.

Dirk Ellinger
Dirk Ellinger vom Hotel- und Gaststättenverband sieht vor allem bei Durchsetzen der "2G-Regel" rechtlichte Hürden. Bildrechte: dpa

Kritik von CDU, AfD und FDP

Auch die CDU klagte über fehlende Rechtssicherheit. Die FDP warf der Landesregierung Stückwerk vor. Nach Ansicht der AfD ist die Verordnung ein Impfzwang durch die Hintertür.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 21. September 2021 | 16:00 Uhr

172 Kommentare

hansfriederleistner vor 3 Wochen

Bis ein Medikament in die Apotheke kommt vergehen zwischen sechs und acht Jahre. Die werden nämlich nur nach exakter Prüfung aller Parameter zugelassen für den Verkauf.

Lavendel vor 3 Wochen

@Thomas G.

Es geht bei 2-G und 3-G doch gar nicht um Angst.
Erstens kann jeder Wirt frei entscheiden und somit ist es völlig egal, welches Modell bei ihm besser funktioniert, weil er die freie Wahl hat.

Dass man vor erreichen einer gewissen Prozentzahl beim impfen weiter Einschränkungen braucht scheint für mich logisch. Dass man die Impfung bei diesen Einschränkungen mit einbezieht und nicht wie vor dieser Möglichkeit einen pauschalen Lockdown mit all seinen Folgen beschließt ist für mich logisch.

Die Diskussion die hier um 2- oder 3-G geführt wird ist ungefähr so sinnvoll wie ein Streitgespräch zweier Rechthaber darüber welches von 2 Eiern das schönere ist. Statt sich zu streiten sollte man sich freuen, dass es wieder einen Schritt zurück zur Normalität geht.

Ansonsten sind an dieser Diskussion leider viele Menschen beteiligt denen es hier immer nur ums meckern geht, sei es die Regierung, Ausländer, Masken, Impfung oder jetzt die Zutrittsregeln für kleine Bereiche des Lebens.

Thomas G. vor 3 Wochen

2G wird für Diskotheken, Clubs und Tagungen funktionieren aber für normale Gaststätten nicht..... Vielleicht ist jetzt besser zu verstehen was ich meinte...
Ich rege mich nicht auf, da es ja in dem Bereich den ich meine eh kein 2G geben kann.....
Ich sorge mich auch nicht darum das ich zuhause trinken muss.... Ich bin seit 20 Jahren in einem Verein mit abbezahlten Vereinsheim.... Zuhause trinke ich eigentlich kein Bier... macht alleine keinen Spaß. Ich glaube wenn das Wort "Angst" nicht so invelationär verwendet würde wäre die Pandemie halb so groß... Angst ist kein guter Berater.
... Bleibt eigentlich nur das etwas beschlossen wurde was nicht funktioniert und die Gastwirte vor neue Probleme stellt.... (Ich bin kein Gastwirt)

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